Marathon Nord 2016

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Shamoon
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Re: Marathon Nord 2016

Mai 2016 18 11:08

Beitragvon Shamoon » Mittwoch 18. Mai 2016, 11:08

Ein durchwachsenes Feedbach nun auch von mir:
3 Jahre bin ich den Marathon trosslos (ich muss fast immer trosslos reiten) komplett durchgeritten und habe meiner Tochter immer von diesem Ritt vorgeschwärmt. In diesem Jahr ist sie dann mitgekommen. Aufgrund des Nachtdienstes am Montag Abend hätten wir zwar am Montag morgen wieder fahren müssen, aber 2 Tage ist besser als nichts. Unser ursprünglich geplanter Tross konnte leider doch nicht.

Zu Zweit trosslos reiten, war dann doch zuviel, zumal wir beide nicht so die Distanzprofis sind. Für meine Tochter und ihr Pferd war es der 3. Ritt überhaupt, immerhin davon ein Mehrtagesritt. Auch wenn man sich einiges an Arbeit und das Nachholen des Gespanns aufteilen kann, hatten wir zu Zweit zuviel Ausrüstung, die anderweitig untergebracht werden muss. Fazit: Zu Zweit trosslos bei Ritten von A nach B ist aufs Eis gelegt. Dann müssen wir uns halt einigen, wer reitet und wer trosst.

Das Tempo haben wir bewusst langsam gewählt, einmal um Tiala nicht zu überfordern und zum anderen war Shamoon nicht so gut drauf. Vor 4 Wochen mussten wir unser altes Pferd einschläfern und sie hat fast 3 Wochen nicht richtig gefressen. Das ruhige Tempo war super für die Pferde, Shamoon war Abends fitter als morgens und auch Tiala war topfit. Der Nachteil: wir waren relativ spät im Ziel und somit war auch das Nachholfen des Gespanns sehr spät. Sehr unangenehm fand ich, dass alle mit der Vorbesprechung auf uns warten mussten. Ich wollte schon Bescheid geben, dass die Vorbesprechnung ohne uns stattfinden soll, aber das hat auch was von "wir habens nicht nötig". Wäre da schon klar gewesen, dass wir am Sonntag nicht starten, hätte ich das natürlich gemacht.

Großes Pech für meine Tochter, die in einer der Pausen vermutlich Zug abbekommen hat und sich nach 50-60 km vor Rückenschmerzen kaum noch auf dem Pferd halten konnte. Mit hauptsächlich Schritt und Galopp haben wir es bis zur letzten Pause geschafft. Dort mussten wir dann wieder andere belästigen, damit unser Pferd ins Ziel kommt. Bei der Trennung haben sich beide Pferde super verhalten, Tiala ist problemlos in den frenden Hänger gestiegen, und Shamoons Aufregung hielt sich auch sehr in Grenzen.

Die Kombination aus trosslos und "Rücken" hat uns dazu bewogen, am Sonntag nicht mehr zu starten. Es ist keinem damit geholfen, wenn meine Tochter "wie ein Sack Kartoffeln" - ihre eigene Aussage - auf dem Pferd hängt. Reiterwechsel ging leider nicht, das hätte in der Ausschriebung stehen müssen. Dann hätte Vanessa getrosst und der Bub, den Susanne dabei hatte, wäre Tiala geritten.

Immer wieder beeinduckend ist die Hilfbereitschaft auf diesen Ritten. Von sämtlichen Seiten wurden Wärmepflaster und Nierengurte angeboten.

Wie immer tolle Wege, lecker Essen und gute Karten. Danke an alle, die uns geholfen haben und natürlich auch an alle anderen, die den Ritt organisiert und betreut haben.

Wir kommen auf jeden Fall wieder.
LG
Helga

Sarina 1985-2009


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