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sundance
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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 11 08:32

Beitragvon sundance » Samstag 11. Februar 2017, 08:32

googelt mal nach Enterolith und Luzerne. Ich hab's halt in den USA mehrfach erlebt, dass Luzerne-Pferde ganz schlimme Koliken aufgrund dieser Enterolithen hatten, die in Zusammenhang mit hoher Calcium-Fütterung stehen. Allerdings weiss ich nicht, ab welcher Tagesmenge das zum Thema wird.

Dass der Proteingehalt bei L. sehr hoch ist, stimmt.

@Silver: hmmmm......... bist Du dir sicher mit dem CA:P-Wert? Ich kenne es so, dass CA:P bei Luzerne bei ~ 5:1 liegt :wink:

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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 11 11:55

Beitragvon Sigrun » Samstag 11. Februar 2017, 11:55

sundance hat geschrieben:
Ramses2003 hat geschrieben:...Sonst bekommt er dreimal täglich Heu....

:arrow Faustregel: mindestens 2 kg TM / 100 kg LG. 1 kg TM = ca. 1,2 - 1,3 kg Heu. Macht also bei einem 500 kg Pferd ca. 12-13 kg Heu in der Erhaltung (!) Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein gearbeitetes Pferd deutlich mehr Heu / 24 Stunden benötigt. Aber auch im Winter, wenn der Energiebedarf deutlich höher ist, weil es kalt und nass und gruselig ist, steigt der Bedarf schnell an.


Das hängt meiner Erfahrung nach einzig und allein vom Nährwert und der Qualität des Heus ab. Mein Pferd (1.55 ca 500kg) war über Jahre mit ca 10 kg Heu (Offenstall mit 250m Auslauf und Bewegungsanreizen, leichte Arbeit, gelegentlich Wander- oder Mehrtagesritte mit bis zu 40km, hin und wieder EFR, keinerlei Kraftfutter) deutlich zu dick, war mit 6-8 kg abgewogenem Heu und Grassamenheu ad lib bei gleicher Haltung genau richtig, und ist jetzt mit 8kg abgewogenem Heu (andere Qualität) mir eher zu mager.

Mit dem früheren Heu hätte ich ihn mit 12-13 kg sicher krank gefüttert, das jetzige Heu könnte ich wahrscheinlich ad lib anbieten, nur dass es halt jetzt ein Pensionsstall ist und ich da keinen großen Einfluss drauf habe.
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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 11 14:53

Beitragvon Ramses2003 » Samstag 11. Februar 2017, 14:53

Mit der Luzerne werde ich mich auf jeden Fall nochmal genauer informieren.
Nur leider habe ich das mit unserem Heu morgens und abends wirklich nicht so gut im Griff. Ich werde das mal wiegen, und sollte es zu wenig sein abends ein großes Heunetz geben anstatt der von den Stall Betreibern gegebenen Menge. Ich denke von unserem Heu kann man ruhig reichlich nehmen. Das wäre jetzt im Moment zumindest die einzige Möglichkeit, die mir zum Thema Heu nocj einfiele :D

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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 11 15:54

Beitragvon Silver Blessings » Samstag 11. Februar 2017, 15:54

Silver Blessings hat geschrieben:
Bei ca. 1,5 bis 2 kg Luzerne (wenn Ramses die Hälfte der Haferration damit ersetzen würde), verfüttert man 20-30gr Calzium.
Phosphor wäre bei der Menge 4,5 - 6 gr.




Stimmt auch, sundance! Luzerne hat ein Ca:Ph Verhältnis von ungefähr 5:1. Aber in Verbindung mit der berechneten Menge Hafer gleicht sich dieses Verhältnis eben wieder aus, da Hafer calziumarm und reich an Phosphor ist.

Ich persönlich kann dir Luzerne nur empfehlen, Ramses, ich füttere sie selber. Es ist wie "sehr, sehr gutes Heu" (platt formuliert) und kann gut heuergänzend gefüttert werden, da es Heu sehr gut ersetzt, wenn dieses zu wenig gefüttert wird oder mangelhaft ist oder wenn das Pferd, wie meiner, einfach noch mehr braucht, noch mehr Heu aber nicht möglich ist.
Ersetzt jetzt im Winter einfach ein bisschen das Gras, das er im Sommer durch Weidegang kriegt und das ja deutlich eiweißhaltiger ist als Heu.

Ich fahre gut damit, aber wie du siehst, gibt es natürlich auch Leute, die es nicht füttern würden - wie bei jedem Futtermittel. Das musst du für dich entscheiden.

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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 11 16:20

Beitragvon Ramses2003 » Samstag 11. Februar 2017, 16:20

Eben drum.
Es gibt ja zu allem immer verschiedene Einschätzungen :)
Ich Danke auf jeden Fall für den Vorschlag, und werde dann mal schauen, wie ich das verwende :)

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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 11 18:55

Beitragvon sundance » Samstag 11. Februar 2017, 18:55

Silver Blessings hat geschrieben:...Aber in Verbindung mit der berechneten Menge Hafer gleicht sich dieses Verhältnis eben wieder aus, da Hafer calziumarm und reich an Phosphor ist...


Bitte entschuldige, aber ich hatte irgendwie nicht verstanden/überlesen, dass Du die Luzerne in Verbindung mit Hafer betrachtest. Ist an mir vorbeigegangen :oops:

@Sigrun: hmmm........ mein Arabär, 1,55 m und ca. 420-450 kg braucht im Winter schon locker 16 kg und mehr. Ja, er hat ein Heubäuchlein (oder einen ausgewachsenen Heubauch :oops: ), aber er ist nicht fett und: er ist sehr leichtfuttrig, zu meinem großen Leidwesen. Heu ist von sehr guter Qualität, allerdings spät geschnitten, also viel Rohfaser, weniger Protein. Aber natürlich hast Du Recht; die absolute Menge dessen, was verträglich ist, richtet sich nach dem Nährwert des Heues.

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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 12 18:58

Beitragvon Sigrun » Sonntag 12. Februar 2017, 18:58

@sudance: unser Heu hatte 13% Eiweiß *g* Aber es war über 8 Jahre von gleichbleibend exzellenter Qualität, so dass mein Heustauballergiker es problemlos fressen konnte.
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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 12 21:22

Beitragvon sundance » Sonntag 12. Februar 2017, 21:22

Sigrun hat geschrieben:@sudance: unser Heu hatte 13% Eiweiß...



:shock: "Kuhheu" :lol:
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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 19 19:19

Beitragvon Zwockel » Sonntag 19. Februar 2017, 19:19

Ich habe noch eine Idee zum Reiten:
Seit über einem Jahr habe ich heftige Rückenprobleme, die mir das Einsitzen in den Sattel im Trab und Galopp unmöglich machen, wenn ich nicht nach jedem Reiten 3 Tage Ibu fressen will... Meine Stute, 21 Jahre, hat über den Winter etwas an Rücken- und Bauchmuskulatur abgebaut. Schlechte Kombination!
Da sie rückentechnisch sehr empfindlich ist, habe ich heute ausprobiert, was passiert, wenn ich im Entlastungssitz Dressur reite. Es war hervorragend. Ich reite auf dem Platz gerne mit kleinen Rädchensporen, weil durch den kontrollierbaren Impuls des Sporns sich die Bauchmuskulatur besser aufbaut.
Was soll ich sagen, wir haben viel Galopparbeit gemacht und Biegungen und Übergänge- und das Pferdchen lief nach der ersten Hibbelphase wie ein Glöckchen. Ist vielleicht für KS-Pferde auch ne Option, wenn der Befund noch nicht so heftig ist.
Reiten ist Wille ins Weite, ins Unendliche. (Rudolf G. Binding)

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Re: Fragen über Fragen

Feb 2017 26 19:38

Beitragvon Ramses2003 » Sonntag 26. Februar 2017, 19:38

Aussitzen tu ich tatsächlich auch nicht mehr :D bzw im Galopp sitze ich schon, aber möglichst leicht und passiv, das geht (im Galopp), ganz gut, sonst trabe ich leicht.

Aber die Idee mit den Sporen klingt gut, das werde ich auf jeden Fall auch mal testen :) Danke

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Re: Fragen über Fragen

Mai 2017 21 12:38

Beitragvon lämmchen2017_1 » Sonntag 21. Mai 2017, 12:38

Hallöchen,
ich habe auch erst recht spät mit dem Distanzreiten angefangen aber wenn man es langsam angehen lässt und auf das Pferd "hört", gibt es keine Schwierigkeiten, wie ich finde :)
Das Problem mit dem emfindlichen Rücken kenn ich sehr gut, habe eigentlich auch nciht mehr ausgesessen. Seit einiger Zeit teste in nun unterschiedliche Pads und Sättel durch...auch wenn ich mich erst ans komplett ohne Steigbügel gewöhnen musste, bin ich eigentlich mit dem Christ Sattel recht zufrieden im Moment und meinem Pferd scheint es auch zu gefallen. :)


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