Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Für alles was nicht direkt mit Distanzreiten zu tun hat

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Malunimaus
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Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 17 14:20

Beitragvon Malunimaus » Montag 17. Dezember 2018, 14:20

Vorsicht lang!

Gestern morgen beim Frühstück haben mein Männe und ich mal wieder so über unsere Pferde sinniert und sind dann so auf unsere Zukunft im Distanzreiten gekommen. Interessanterweise haben wir beide unabhängig voneinander den gleichen Entschluss gefasst....das war´s dann wohl :(

Schon seit einigen Jahren sind wir nicht mehr im VDD, reiten als Feuerkreismitglieder eigentlich fast nur noch Feuerkreisritte. Hinter zu vielen Entscheidungen und Reglementsänderungen der letzten Jahre können und wollen wir nicht stehen. Auf dieser JHV wurden nun so extreme Verteuerungen ( die Ritte werden einfach mal 25 % teurer) beschlossen, dass wir uns wohl von Nicht-Feuerkreis Ritten verabschieden werden.
Die Erhöhung des Kilometergeldes und der Nichtmitgliederabgabe verteuert für uns z.B. 84 km Ritt wenn nur einer reitet um ca. 27 €. Für dieses Geld gingen wir dann eigentlich zu zweit immer bei den netten Menschen die die die Paddockplätze zur Verfügung stellen, oft Gasthäusern oder auch den Veranstaltern selbst, essen und unterstützten die Ritte damit zusätzlich. Gemeinsames Starten mit meinem Männe wird damit unbezahlbar....

Die lange Alb, die dieses Jahr evtl. geplant war, würde dann 80€ mehr kosten. Ich glaube nicht, dass mir Distanzreiten noch so viel Wert ist, dass ich mein sauer verdientes Geld mit vollen Händen ausgebe....
Ich habe die Nichtmitgliederabgabe bisher immer klaglos gezahlt, ich nutzte ja die Strukturen der Vereins ohne Mitglied zu sein, aber ich glaube die Schmerzgrenze ist einfach erreicht. Diese Gebühren mal einfach so um 50 - 100 % anzuheben, um das Haushaltsdefizit auszugleichen wird viele Gelegenheitsdistanzreiter davon abhalten, auf Ritte zu gehen. Für einen, oder zwei nette Ritte treten sie nicht in den Verein ein, als Veranstalter freue ich mich aber trotzdem über diese Teilnehmer, denn auch sie bringen Geld in die Kasse.

Es ist nicht so, dass mein Mann und ich uns die Beträge nicht leisten könnten, sondern einfach nicht mehr leisten wollen. Distanzreiten ist sowieso schon extrem teuer, ich glaube mit diesen erhöhten Preisen werden die Starterzahlen auf den Ritten sicher nicht steigen, da sich viele das dann einfach nicht mehr leisten können.
Ich gönne jedem Veranstalter das Geld, dass er mit seinem Ritt einimmt. Wenn man die viele Arbeit im Vorfeld und während der Veranstaltung nimmt, könnte man die Startgebühren sicher noch viel höher machen. Aber ich sehe in den letzten Jahren ein extremes Anspruchsdenken bei vielen Startern, das duch höhere Startgebühren sicher nicht weniger wird. Man zahlt ja schließlich dafür, also kann man wa dafür erwarten...mehr Wasser, mehr Tierärzte, mehr Helfer, mehr Preise, tollere Plaketten....man könnte die Liste endlos fortsetzen. Wir haben als Veranstalterteam der Grastäler zwar noch nicht endgültig darüber entschieden, aber wir werden den vollen Betrag sicher nicht verlangen und unsere Teilnehmer freuen sich bestimmt auch wieder über selbst gemachte Plaketten......

Irgendwie schade, ich betreibe das Distanzreiten jetzt seit über 15 Jahren und mein Mann auch schon seit 2010, aber so wie es aussieht, werden wir uns zwar hoffentlich noch viele Jahre mit unseren Freunden im Hunsrück treffen und die schönen Ritte dort reiten, aber sollte es diese irgendwann nicht mehr geben....war´s das wohl...

.....ich hoffe ihr findet noch viele Jahre Starter, die sich die Startgelder leisten können und mögen....ich habe gerade 150 € an Equivent "Schmiede ohne Grenzen" überwiesen....das fühlte sich für uns deutlich besser an :D

Sylke, die jetzt gerne zerissen werden darf :wink:

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 17 14:39

Beitragvon Rennsemmel » Montag 17. Dezember 2018, 14:39

Wieso zerreißen?
Ist doch ok, wenn ihr das so richtig empfindet.

Mir ist es egal, ob ein ritt 20€ mehr oder weniger kostet. Aber das muss ja jeder selbst und für sich entscheiden :)

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wer den Weg kennt, braucht kein schnelles Pferd.

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 17 14:55

Beitragvon Sigrun » Montag 17. Dezember 2018, 14:55

Das muss doch jeder für sich selbst überlegen. Start- und Nenngeld sind immer noch der günstigste Posten am Distanzreiten. Beschlag, Spritgeld, Verpflegung und Tross sind wesentlich größere Posten.

Wer sein Pferd für Distanzritte von einem Schmied beschlagen lässt, löhnt alle 6 Wochen 120-160 Euro ohne mit der Wimper zu zucken. Wer sich das nicht leisten kann, geht schon mal keine Distanzritte, oder investiert in ein paar gute Hufkurse und macht sich den Rücken kaputt oder wählt seine Ritte nach dem Geläuf aus oder reitet halt nur 2-3x im Jahr auf Distanzritten

Dass die Nichtmitgliederabgabe erhöht wird, finde ich richtig. Der VDD und viele Ehrenamtliche arbeiten hart und viel daran, dass die Hintergrundstruktur für Distanzritte in Deutschland bestehen bleibt - wer das nutzen will, ohne sich an den Kosten zu beteiligen, der soll pro Start zahlen. Wer unterstützen will, dass es Distanzreiten in Deutschland als Sport gibt, der kann Mitglied werden, und schon wird der einzelne Ritt günstiger, es gibt alle 2 Monate eine DA (und alle jemals erschienenen obendrauf) und das Recht, am Reglement mitzubestimmen.

Wenn ihr wegen der Nicht-Mitglieder-Abgabe und der Reglementsänderungen nicht mehr starten wollt, so liegt da, m.M.n. ein Denkfehler vor *g* Mit einem Eintritt in den VDD hättet ihr beide Sachen in eurem Sinne günstig beeinflusst: keine Nichtmitgliederabgabe mehr und Einfluss aufs Reglement 8) Auf dass es weiter schöne Feuerkreisritte in Deutschland gibt, die gleichberechtigt neben allen anderen Formen angeboten werden können. Dafür könntet ihr sorgen.
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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 17 14:57

Beitragvon Jolly » Montag 17. Dezember 2018, 14:57

Ich denke auch, dass das jeder selber entscheiden muss, die Prioritäten sind da sicherlich unterschiedlich. Wenn ich die Preissteigerungen der letzten Jahre bei Futter, TA, Hufschmied, Benzin etc. betrachte, dann finde ich die Erhöhung des Kilometergeldes angemessen. Vor allem, wenn man bedenkt, welche Erwartungshaltung z.B. gegenüber dem VDD oder dem Veranstalter herrscht. Diese Ansprüche müssen nun mal finanziert werden. Ich fürchte, das ist eine gesellschaftliche Entwicklung und nicht dem Distanzsport vorbehalten. Ob man diesen Konsumweg mit beschreitet oder sich davon abwendet, kann nur jeder selber entscheiden. Vielleicht stellt man auch fest, dass man nach einer Zeit der Abstinenz doch noch Lust hat und steigt wieder ein ...

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 17 17:50

Beitragvon Nephilim » Montag 17. Dezember 2018, 17:50

Mmh, ich war nicht mit auf der JHV, hätte aber auch dafür gestimmt die Abgabe zu erhöhen.

Ist das Distanzreiten nicht der einzige Sport, der es überhaupt ermöglicht ohne Mitglied zu sein auf den ausgeschriebenen Turnieren zu starten?
Westernreiten- außer Dümpeltrails- nur auf Turnierniveau möglich als Mitglied in einem der Verbände.
Trecreiten- zweimal darf man starten um zu Schnuppern, danach muss man dem TrecClub beitreten.

Bei den anderen Reitsportarten meine ich, ist es ebenfalls so.

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 17 18:29

Beitragvon Leasusanne » Montag 17. Dezember 2018, 18:29

Jeder Reiter muss selbst wissen, was ihm welcher Ritt wert ist. Früher wie heute.
Und kein Veranstalter ist gezwungen, die vollen finanziellen Möglichkeiten auszuschöpfen. Das heißt, wer will und es kann, kann immer noch 60 ct je km nehmen.
Wenn mir als Reiter der Ritt das aufgerufene Geld oder was auch immer nicht wert ist, komme ich nicht wieder. Oder fahr erst gar nicht hin. Da fahre ich oft 200 km mehr, weil mir der Ritt besser gefällt. Billiger ist das nicht...
Dass die Nichtmitglieder Abgabe erhöht wurde finde ich richtig. Alle Strukturen für Distanzritte werden genutzt, die der VDD eben stellt. Wer mal in einen Ritt reinschnuppert, KDR, EFR...zahlt wenig. LDR ist eben teurer, und wer LDR reitet, sollte Mitglied sein. Möchte man das aus welchen Gründen auch immer nicht, darf man ja trotzdem mitreiten. Man muss sich eben nur an den gestiegenen Kosten beteiligen. Also hat man immer noch die Wahl. Das ist doch OK.
Ich rechne NIE was mich das Distanzreiten kostet...ich will das auch gar nicht berechnen, sonst würde ich vielleicht den Spaß dran verlieren:-):-). Aber 16,20 € mehr für einen 81 km LDR machen den Kohl auch nicht mehr fett. Und ich zahle auch gerne 70€ mehr für die lange Alb, wenn das aufgerufen wird, Hauptsache der Ritt bleibt erhalten!
Und VDD Mitgliedschaft pro oder kontra: mir gefällt auch nicht alles, aber ich kann mitentscheiden. Ich nutze die Strukturen, also zahle ich. Und wenn ich das nicht wollte dürfte ich trotzdem starten. Ist doch OK so.
Die Entscheidung bleibt jedem frei.
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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 17 19:33

Beitragvon DrSabine » Montag 17. Dezember 2018, 19:33

Wir haben uns das im Vorfeld gründlich überlegt. Die höhere Nichtmitgliederabgabe senkt die Hemmschwelle für einen Vereinsbeitritt, denn die wird in der Regel monetär berechnet, da sind wir uns sicher. Extras wie die DA oder der Zugang zum Mitgliederbereich im Forum spielen eine eher untergeordnete Rolle.

Das höhere Kilometergeld wurde uns von mehreren Seiten nahegelegt, unter anderem von den Veterinären. Deren Gebührenordnung sieht schon etwas länger eine bessere Bezahlung vor, dem wird nun Rechnung getragen. Und wie Susanne schon schreibt: Das ist eine Obergrenze, es steht jedem Veranstalter frei, weniger zu nehmen.

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 17 20:16

Beitragvon Wurzl » Montag 17. Dezember 2018, 20:16

DrSabine hat geschrieben:Das höhere Kilometergeld wurde uns von mehreren Seiten nahegelegt, unter anderem von den Veterinären. Deren Gebührenordnung sieht schon etwas länger eine bessere Bezahlung vor, dem wird nun Rechnung getragen.


Ich behaupte mal - wenn alle TÄ korrekte Rechnungen stellen würden für die Ritt-Betreuung, dann würden die meisten Veranstalter schön blöd in die Röhre schauen....
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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 18 08:32

Beitragvon Arben » Dienstag 18. Dezember 2018, 08:32

Man muß ja den Preis/km nicht erhöhen. Ich werde den Preis nur für den MDR-MTW auf den neuen max. Preis erhöhen, da die Starter die Tierärzte und Streckenposten und Helfer ja genauso erfreut nutzen, wie die LDR-MTW-Starter, aber halt weniger km reiten. Meine Kosten sind immer die gleichen.... Nicht-Mitglieder-Starter hatte ich bisher nur 2 von 40 Startern in 2017 auf 3 Streckenlängen. Einer davon ist jetzt VDD-Mitglied. Zudem stellt der VDD dem Veranstalter Vieles zur Verfügung: Veranstalter-Haftpflicht, Check-Karten, Goldschleifen und auch noch netten „Kleinkram“ :-) Ich bin sehr zufrieden. Und bleibe auch VDD-Mitglied, obwohl ich nur alle 2 Jahre bisher veranstalte.
Die Gedanken kann ich verstehen - ich habe das immer so (schön-)gerechnet: Ich nehme Urlaub, ich habe Urlaub, und das kostet Geld. Egal ob ich auf einen schönen Ritt fahre oder in die Ferne. Erholung wie ich sie mir wünsche habe ich auf jeden Fall! Ich habe auch schon meinen kostbaren Urlaub zum Trossen genutzt! Hauptsache mal weg von zu Hause... ;-)
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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 18 08:51

Beitragvon prinzessin » Dienstag 18. Dezember 2018, 08:51

Wenn ich bedenke, dass wir beim Kauf des Firmenwagens auf Anhängelast mehr geachet haben als auf die Innenausstattung....
Wieviel Geld ich für Stallbau, Futter, Schubkarren, Weidematerial und Ausrüstung ausgebe...
Dass ich überlege mir ein Quad oder Aufsitzrasenmäher zur Arbeitserleichterung zu kaufen...
Dass ich sogar beim Kauf von Waschmittel darüber nachdenke welche Flaschenform sich am besten als Übergiesflasche eignet...

Da machen die 40 cent mehr den Kohl auch nicht fett.
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Die ersten 577km sind geschafft !

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 18 11:22

Beitragvon schwalbe » Dienstag 18. Dezember 2018, 11:22

Sylke, das Start und Nenngeld bleibt bis auf 2 Euro doch beim Veranstalter, oder? Damit kann ja nun kein Haushaltsdefizit beim Vdd gestopft werden, das Geld fließt nicht in den Vdd.
Die Nichtmitgliederabgaben mögen hoch sein, aber das sind ja einfache Rechnungen, wenn man oft startet, wird man Mitglied, wenn nicht, dann nutzt man die Strukturen des Vdd eben so. Ich habe schon das Argument gehört „diesen Verein will ich mit dem Regelement nicht unterstützten“, dann müsste man sich aber konsequenter Weise auch davon verabschieden, auf Vdd Veranstaltungen zu starten.

Wenn man rechnet, wieviel Zeit der Veranstalter und die Helfer in für eine Veranstaltung investieren, kommt man nicht mal auf einen Mindestlohn. Das ist in Ordnung, schließlich ist es ein Hobby, macht Spaß und man macht es ja auch gerne, aber wisst ihr was, die meisten Veranstalter, Helfer und Tierärzte reiten auch selbst gerne, oder trossen, oder trainieren, oder starten.
Dass das Anspruchsdenken an tollere Preise mit dem Startgeld wächst, dass kann ich mir nicht vorstellen. Mag sein, dass ich dafür zu naiv bin, aber wer trainiert und startet denn einen Ritt, weil er tolle Preise absahnen will?
Und mehr Wasser? Mehr Tierärzte? Joa, genug Wasser sollte eigentlich immer schon da sein. Das war glaube ich bisher kein Kostenfaktor, oder? Mehr Tierärzte? Ob dafür die Erhöhung wohl reicht? Die kann man ja auch nicht aus dem Hut zaubern, die müssen ja auch erst mal da sein. Vielleicht steigt das Anspruchsdenken der Tierärzte. Nicht jeder Tierarzt bekommt vom Veranstalter eine gerechte Bezahlung.

Reiten ist ein teurer Sport, noch viel mehr, wenn man ihn als Leistungssport betreibt. Aber bei den bisherigen Startgeldern konnte Veranstalter froh sein, wenn nach den Gebühren für die Genehmigungen, die Wiese und die Infrastruktur (Duschen, WC...), den Tierärzten und deren Unterbringung noch genug übrig blieb, um die vielen km bei dem gestiegenen Spritpreis zu bezahlen, die die Helfer und der Veranstalter fahren. Mit viel kalkulatorischem Geschick blieb noch für jeden ein Taschengeld.
Dann zu hören, man könnte es sich zwar leisten, höhere Gebühren zu bezahlen, aber man wolle es halt nicht, nunja, das ist eben wie wenn die Helfer sagen, sie könnten ja für ein Taschengeld helfen, aber sie wollen halt nicht.
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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 18 12:07

Beitragvon Malunimaus » Dienstag 18. Dezember 2018, 12:07

@ Schwalbe: wir sind übrigens selbst Veranstalter und ich weiß allzu genau was es heißt einen Ritt zu veranstalten. Bei uns gibt es sogar immer Essen für Reiter und Trosser umsonst gegen Spande und unseren Helfern können wir meistens auch ein kleines Spritgeld zahlen. Bisher sind wir immer gut hingekommen. Ein einziges Mal mussten wir drauflegen, als uns durch einen Spätwintereinbruch fast alle Teilnehmer abgesagt haben. Das gilt natürlich nur für uns, andere Ritte haben andere Gegebenheiten und natürlich auch andere Kosten.
Ich habe auch schon auf vielen Veranstaltungen geholfen, habe aber bisher nie Geld dafür bekommen. Ich bin so blöd und helfe trotzdem, weil ich mich einerseits freue, wenn uns dafür jemand hilft und andererseits weiß, wie schwer es ist überhaupt jemanden zum Helfen zu finden.
Natürlich muss jeder selber wissen, ob es ihm das Geld wert ist, so wie alle hier schreiben, scheint es für viele kein Problem zu sein. In meinem Umfeld gibt es aber einige, die bei den Kosten nicht mehr starten werden oder sich gezielt Ritte aussuchen, bei denen das Startgeld niedriger ist ( so es überhaupt noch welche gibt) Die Starterzahlen übers Jahr werden es zeigen....

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 18 12:37

Beitragvon andrea hassel » Dienstag 18. Dezember 2018, 12:37

Irgendwie verstehe ich Deine Intention nicht ganz :confused - willst Du darlegen, daß Du Dich aus dem Distanzsport zurückziehen möchtest, oder soll das ein getarnter Boykottaufruf sein?
Ist doch klar, daß sich jeder entscheiden muß, welchen Aufwand - gedanklich, zeitlich, wirtschaftlich usw - er/sie für was und wann betreibt...

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 18 13:24

Beitragvon Malunimaus » Dienstag 18. Dezember 2018, 13:24

Als Boykottaufrufer bin ich eher nicht bekannt... :-) schon eher Rückzug auf Raten....
Jeder muss die Entscheidung für sich selber treffen, wann die Schmerzgrenze erreicht ist. Nach den Antworten hier scheint sie noch weit weg zu sein ;-)

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Re: Gedanken ....wie viel ist mir das Distanzreiten wert?

Dez 2018 18 13:33

Beitragvon schwalbe » Dienstag 18. Dezember 2018, 13:33

Hm, aber wenn für deine Helfer nur meistens und nur ein kleines Spritgeld drin war, dann war es doch eigentlich immer zu wenig.
Ich meine, bei weitem nicht jeder Distanzreiter ist auch selbst regelmäßig Helfer. Das bedeutet, ein paar wenige sind mehrere Tage als Helfer beschäftigt (und viele davon sind selbst gar keine Distanzreiter) und zahlen dabei manchmal sogar drauf, damit die vielen die starten nicht mehr für ihr Hobby ausgeben müssen.
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polldi (Dienstag 18. Dezember 2018, 14:23) • Lesley (Mittwoch 2. Januar 2019, 22:21)