Hufrehe

Hier geht es um Pferdekrankheiten allgemein

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Billine
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Hufrehe

Mai 2017 11 22:13

Beitragvon Billine » Donnerstag 11. Mai 2017, 22:13

Unser Kinderpony, welches wir seit Januar haben, hatte bei den Vorbesitzern vor fünf Jahren eine leichtere Rehe. Aus Unwissenheit ist er wohl ohne Angrasen auf eine fette Wiese gesetllt worden.

Natürlich möchte ich nicht, daß er noch mal einen Schub bekommt und habe ihn nun super langsam angegrast und lasse die Ponys zur Zeit höchstens vier Stunden täglich auf die Weide.

Natürlich weiß ich so grundsätzliches über Rehe wie: Vorsicht wegen hohem Fruktanegehalt im Gras bei Frost / im Wachstum usw.

Trotzdem würde ich mich freuen, wenn Ihr mir noch Tipps und Erfahrungen im Umgang damit liefern würdet! Wie geht Ihr mit Euren Rehe-Ponys oder rehegefährdeten Ponys um? Was füttert Ihr an Kraftfutter oder was sollte man keinesfalls füttern? ....?

Viele liebe Grüße
Katrin

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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 01:02

Beitragvon Kathy71 » Freitag 12. Mai 2017, 01:02

MMn das A und O: Pferd möglichst schlank halten und regelmäßige, sehr gute Hufpflege....
LG, Kathy
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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 06:41

Beitragvon Helga M. » Freitag 12. Mai 2017, 06:41

Keine 24 Stunden fette Weide, viel Bewegung, sehr gute Hufbearbeitung, Kraftfutter nur, wenn auch tatsächlich gearbeitet wurde und dann höchstens ein bisschen Hafer - kein Müslizeugs. Ponys reicht normalerweise Heu/Gras und ein gutes Mineralfutter.
Mein rehegefärdetes Pony bekommt darüberhinaus im Frühjahr und Herbst eine Leberkur (Artischocke und Mariendistelsamen) und Ginkgo.
Zuletzt geändert von Helga M. am Freitag 12. Mai 2017, 08:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 08:44

Beitragvon sundance » Freitag 12. Mai 2017, 08:44

Es wurde ja schon viel gesagt. Ich möchte an dieser Stelle nur ergänzen:

Maulkorb
Heu gut auswaschen
nicht tagsüber auf die Wiese, da da der F-Gehalt am höchsten ist. Schau' mal bei equivetinfo (Dr. Bingold); da findest Du viele gute Tipps zum Thema Weide, Fructan, Hufrehe etc.pp.
Es gibt Pferdemenschen und Menschen mit Pferden

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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 08:52

Beitragvon Helga M. » Freitag 12. Mai 2017, 08:52

Sundance, ist Heu auswaschen nicht ein bisschen übertrieben, wenn die Rehe schon 5 Jahre her ist ? Es sei denn, das Pony ist aktuell viel zu dick.

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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 09:59

Beitragvon Sigrun » Freitag 12. Mai 2017, 09:59

sundance hat geschrieben:Es wurde ja schon viel gesagt. Ich möchte an dieser Stelle nur ergänzen:
nicht tagsüber auf die Wiese, da da der F-Gehalt am höchsten ist. Schau' mal bei equivetinfo (Dr. Bingold); da findest Du viele gute Tipps zum Thema Weide, Fructan, Hufrehe etc.pp.


Der Fruktan-Gehalt im Gras schwankt über Tag nur gering, ausschlaggebend ist die allgemeine Wetterlage mehrerer Tage (kalt und sonnig - viel Fruktan) und die Bewirtschaftung der Weide (ungedüngte, wenig bewirtschaftete Weide - mehr Fruktan).

http://elib.tiho-hannover.de/dissertati ... s_ws03.pdf
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)

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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 10:41

Beitragvon polldi » Freitag 12. Mai 2017, 10:41

Meine hatten noch nie Rehe, wegen EMS ist Eine aber sehr gefährdet.
Classic-Shetty, Connemara, Isi.
Ich hab sie ganzjährig auf der Weide, ABER mit strikter Grasrationierung durch Umstecken.

Dazu hab ich die gesamte Fläche in 10m breite Streifen aufgeteilt. (Ca. 1ha, über den Sommer brauche ich davon aber nichtmal die Hälfte.)
Innerhalb dieser Streifen wird 2-3x täglich ein Steck-Querzaun je nach Wuchshöhe 0,5 - 2m weitergesteckt. Vorzugsweise höheres Gras, NIE mit Bewuchs unter 15cm Höhe!

Ist der Streifen abgegrast, wird er zugemacht, damit sie nicht das fruktanreiche frisch nachwachsende Gras fressen.
Von ca. März-Oktober wird die zugängliche abgegraste Fläche genau deswegen auch sehr klein gehalten.
Ab ca. Oktober (wenn nix mehr groß nachwächst) bleiben die abgefressenen Parzellen offen, bis irgendwann im Januar die gesamte Weide offen ist und sie Heu zugefüttert bekommen.

Woanders stehen die Pferde im Winter auf kleinen Flächen und haben die Sommer riesige Flächen, hier ist es genau umgekehrt.

Durch die offene Weide im Winter verteilt sich auch alles so gut, dass es nur direkt vorm OS Matsch gäbe, wenn dort nichts befestigt wäre.

Unterschätzen darf man auch den Mehrbedarf durch "bei schlechtem Wetter immer draussen" nicht.
Meine sind allerdings auch so dämlich, nie in die OS zu gehen (ausser bei Sonne und Fliegen).

Heu ganzjährig zufüttern geht hier nicht, da ich zum einen selbst noch leben möchte und nicht ständig Futter verteilen, Reste wegrechen und entsorgen. Mich nicht ständig ärgern, dass ich nirgends gescheite Heuqualität kaufen kann. Nicht ganzjährig dauernd losfahren und Heu holen, etc.

Zudem verträgt die Connemarastute nur Heulage, im Sommer zu heikel.

So! Das war ein Einblick in "geht auch mit Weide" ;)

Es gibt übrigens irgendwelche Untersuchungen, dass Pferde bei stundenweise Weidegang nicht weniger fressen als bei 24h Weide. Und angeblich war das auch schon bei 6h Weidegang der Fall.
Finde die Quelle leider nicht wieder.

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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 11:22

Beitragvon Madara » Freitag 12. Mai 2017, 11:22

Hallo,

das meiste ist schon gesagt. Wenn Zusatzfutter z.B. wegen Mineralmangel im Futter/Boden nötig ist, sollte möglichst wenig Melasse drin sein.
Ansonsten: bewegen, bewegen, bewegen.

Lieber etwas zu dünn als etwas zu dick halten.

Gruß
Madara
Habe Mut, Dich Deines Verstandes zu bedienen. I. Kant

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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 13:01

Beitragvon sundance » Freitag 12. Mai 2017, 13:01

Sigrun hat geschrieben:
sundance hat geschrieben:Es wurde ja schon viel gesagt. Ich möchte an dieser Stelle nur ergänzen:
nicht tagsüber auf die Wiese, da da der F-Gehalt am höchsten ist. Schau' mal bei equivetinfo (Dr. Bingold); da findest Du viele gute Tipps zum Thema Weide, Fructan, Hufrehe etc.pp.


Der Fruktan-Gehalt im Gras schwankt über Tag nur gering, ausschlaggebend ist die allgemeine Wetterlage mehrerer Tage (kalt und sonnig - viel Fruktan) und die Bewirtschaftung der Weide (ungedüngte, wenig bewirtschaftete Weide - mehr Fruktan).

http://elib.tiho-hannover.de/dissertati ... s_ws03.pdf


hmmmm........ ich widerspreche ja ungern, aaaaaaaaaaber ........... habe ich das richtig gesehen? Ist das eine 15 Jahre alte Dissertation? Ich glaube die Erkenntnisse von "damals" sind mittlerweile überholt; gelesen habe ich sie allerdings nicht.

Ja, d. F-Gehalt steht in Abhängigkeit der Wetterlage, steigt im Laufe des Tages sukzessive an mit Höhepunkt ab ca. 11.00 - ca. 17.00 Uhr, nimmt dann wieder ab und ist nachts am niedrigsten. Fructan ist der Zucker, den die Pflanze zum Wachsen braucht; er dient aber auch als Frostschutz (derzeit wohl eher nicht das Thema?). Wachstum findet aber nur tagsüber statt und steht, wie oben erwähnt, in Abhängigkeit der Witterung. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der verbringt die Pferde ganz früh morgens, abends oder nachts auf die Weide.

*klugscheissermodusaus :oops:*


Ich finde equivetinfo erklärt das ganz gut. Sollte es noch aktuellere Erkenntnisse geben als die auf equiv......, dann her damit. Aber eine 15 Jahre alte Dissertation :?:


edit: auf S. 23/24 findet man Hinweise zum Fructangehalt in Abhängigkeit der Tageszeit; ich hatte das richtig in Erinnerung: ab mittags bis abends ist dieser am höchsten! In der Diss steht etwas von 12.00 - 18.00 Uhr..........
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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 13:07

Beitragvon sundance » Freitag 12. Mai 2017, 13:07

@polldi: hm, spannend. Ich finde Deine Vorgehensweise interessant. Machst Du dann einen Mittelgang, von dem aus je rechts und links diese 10-m-breiten Parzellen weggehen oder ist der Gang an einer Aussenseite?

Das Abfessen des kurzen "Mini-Grases" ist ja absolutes Gift; wie verhindert man das denn, wenn man bei 10 m breiten Flächen tgl. 2-3x 0,5-2 m nachsteckt?

Ich finde 2-3 x tgl. Nachstecken um 0,5-2 m aufwändiger, als abends x kg Heu vorzulegen?

Bin dankbar für Anregungen, zumal mein Arab auch bald platzt, da bin ich sicher :roll:
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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 13:43

Beitragvon polldi » Freitag 12. Mai 2017, 13:43

@Sundance:

Die Streifen gehen in 3 Richtungen vom OS ab. Und sind nicht besonders lang.

Weiterstecken dauert keine 2 Minuten - allein fürs Heureste wegrechen der letzten Fütterung brauch ich schon länger.
Allerdings hab ich das zauntechnisch auch recht optimiert ;)

Heu geht wegen Futter aspirierender Connemarastute mit Lungenschaden schon nicht.
Die weiteren Gründe standen ja da.

Die Fruktankonzentration ist dann am Höchsten, wenn es nicht zum Wachstum verbraucht wird.
Mit Morgens/Mittags/Abends/Nachts halte ich daher für Quatsch.

Ich achte eher auf die Rahmenbedingungen des Wachstums.
Ist es mittags warm, nass mit Sonne-Wolkenmix (heute) halte ich das Risiko für gering.
An den zuletzt kalten Tagen wuchs es auch nur in der Mittagszeit, wenn es mal warm genug wurde.
Ist morgens früh das Gras, nach einem sonnigen und trockenem Vortag, gefroren, überleg ich mir das gut...

Hier:

Nur die kürzeren Bereiche gibts im Sommer.
http://i465.photobucket.com/albums/rr16 ... 6rb1qh.png

Rund um den OS ist alles mit MG und Dolosand befestigt, da wächst kein Gras.

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Re: Hufrehe

Mai 2017 12 23:29

Beitragvon Billine » Freitag 12. Mai 2017, 23:29

Danke für Eure Berichte!

Dick ist das Pony nicht und auch nicht soo gierig, er macht auch Fresspausen. Das ist ganz gut.
Die Hufe sind sehr gut, mein Hufpfleger ist sehr zufrieden.

Weidezeit rationiere ich, würde die Zeit aber gern etwas ausdehnen, damit es organisatorisch besser passt. So wie ich das von euch höre, ist das wohl auch denkbar.

viele Grüße
Katrin

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Re: Hufrehe

Mai 2017 13 09:31

Beitragvon Flaumur » Samstag 13. Mai 2017, 09:31

ich schließe mich der Meinung "bewegen, bewegen, bewegen" an.
Wir hatten hier mehrfach Rehefälle bei Pferden, die davor jahrelang völig problemlos im SOmmer 24/7 (teilweise zwar mit Maulkorb, aber in jedem Fall ohne Rehesymptome) auf der Weide standen. allen gemein war: die Pferde liefen mindestens jeden zweiten Tag. Das musste kein DIstanztraining sein, reichte von ca 2stündigen Ausritten über Dressurarbeit hin zu Schiefentherapie/Dualaktivierung oder auch nur ausgedehnte Spaziergänge.
In ausnahmslos ALLEN fällen kamen die Reheschübe, wenn die Pferde nciht bewegt werden konnten.
Die eine Stute hatte ein Hufgeschwür, dass sich über drei WOchen hinzog -> zwei wochen, nachdem es auf war, die Besi aber noch sehr vorsichtig, folgte die Rehe
Zwei weitere Pferde waren wegen Sehnenschaden außer Gefecht, der TA hatte empfohlen, sie einfach in der ruhigen Herde zu lassen (Dr. Green) und dabei auch keine Bedenken,w eil eben figürlich unauffällig. ca drei monate später rappelte es.
das nächste Hüh hatte eine Weile frei, weil Besi außer Gefecht. war eh schon bissl moppig ->Rehe.

Meine eigene war eins von den Sehenschaden-Pferden. die läuft seit der Rehe 5-6Tage die WOche, die letzten zwei jahre ausschließlich an der Kutsche und hat dadurch deutlich Figur bekommen. Rehe nun vier Jahre her, im letzten Sommer hatte ich sie über nacht ohne Maulkorb auf der Weide, restlichen Tag mit Heu satt im Paddock neben den anderen. die Jahre davor nach dem Anweiden mit Maulkorb zumindest immer so weit, dass sie nachts mit Maulkorb zu den anderen konnte.

Bin daher der Meinung, dass man mit sehr regelmäßiger Bewegung viel abfdangen kann. das ist nun kein Freifahrtschein für "stells halt 24/7 raus", aber eben der punkt: nur futter im auge behalten udn reduzieren reicht meistens nicht.
Suche: Loesdau Rainstorm Regenmantel Gr. xxs oder xs

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Re: Hufrehe

Mai 2017 15 10:18

Beitragvon Madara » Montag 15. Mai 2017, 10:18

Hallo,

nochmal zu den Veröffentlichungen: soweit ich weiß sind die Informationen bei Dr. Bingold (equivetinfo) immer noch recht aktuell. Ich hatte selber einen Rehepatienten, deswegen war ich immer an neuen Infos interessiert.
Wo man jetzt bestimmt weiterreichende Kenntnisse hat sind Details - aber das große ganze Bild, gerade im Hinblick auf Witterung und Pflanzenwachstum bzw. Energie-Einlagerung paßt noch.

Und ja, regelmäßig bewegen damit der Stoffwechsel in Schwung bleibt, die Durchblutung gefördert wird, das Pferd Energie verbrennt und sich gar nicht erst viel Pölsterchen bilden. Muß ja kein täglicher Marathonlauf sein ;-)
Früher sprach man von "Montagslahmheit", wenn die Pferde nach der Arbeitswoche einen Tag Ruhetag in den Reitställen hatten (kann ich mich aus meiner Reitstundenzeit in den 70er-Jahren auch noch dran erinnern) und 24 Stunden im Ständer auf den nächsten Tag warten mußten....

Gruß
Madara
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Re: Hufrehe

Mai 2017 15 12:07

Beitragvon SannyB » Montag 15. Mai 2017, 12:07

Meine Shetty Dame lebte von ihrem 1-5 Lebensjahr immer bei den Großen... genau so viel Gras... keine maulkorb, absolut problemfrei. Aber auch als Baby immer schon dabei (unterwegs).
Jetzt knapp 5 Jahre Paddock mit Stundenweise Gras und im Sommer zeitweise bei den alten auf der Wiese. Auch problemlos, in der Zeit Schulpony und gut 5 Tage die Woche in Bewegung.
Jetzt 24/7 Gras, tags Koppel mit Fressi weil sie einfach nicht aufhört zu fressen nach der paddockzeit und abends wirklich kurzes Stück ohne Korb mit heu zusätzlich. Bewegung gut 5 Tage die Woche nun auch gefahren mit langen Touren.
Sie bekommt Hafer, Mineral und luzerne als Powerfutter.
Absolut Problemfrei in all den Jahren.

Sie hat Bombenfüße und eine super Figur.

Im Nachbarort leben die ganzen Ponys von shetty bis Welsh 24/7/365 auf der Wiese... alle Problemfrei... mit regelmäßiger Bewegung.

Ich für meinen Teil glaube das Figur, Hufe und Bewegung das A und O ist und hoffe mich nie belehren lassen zu müssen.
Wenn dein Pferd "NEIN" sagt,
hast du entweder die falsche Frage gestellt oder die Frage falsch gestellt.


Sandra
mit Orpheus (426 km)

und mit Pia ab 2017 (30 km)