Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Hier geht es um Pferdekrankheiten allgemein

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Abas
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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Dez 2017 06 08:14

Beitragvon Abas » Mittwoch 6. Dezember 2017, 08:14

Hochwertiges Heu und auch Heulage werden heute zum großen Teil in Ostdeutschland, Polen und im Baltikum produziert in Rund-, Quader-und HD-Bällen. Das Wetter ist dort kontinental geprägt mit langen, windigen und warmen Sommertagen.
Rund- und Quaderballen werden dort wirklich trocken geerntet und z. T. nach der Ernte zu handlichen HD-Bällen weiter verarbeitet. Rennställe in ganz Europa sowie global insbesondere in arabischen Ländern kaufen dort ihre Futtermittel.
Die 20kg Heulageballen von Fa. Meinstreu kommen zum z.B. aus dem Baltikum und haben eine Top-Qualität.
Ich sagte ja schon zu Beginn dieses Thread: COPD bei Pferd verlangt vom Reiter Zeit für intensives Reiten und Geld für gutes Heu - Medikamente, Pülverchen etc. sind teuerer als gutes Heu.

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Dez 2017 06 14:51

Beitragvon sundance » Mittwoch 6. Dezember 2017, 14:51

Wenn kein gutes Heu vor Ort ist, dann nützt das schönste Geld auch nichts :wink:

Heu zu importieren oder aus Ostdeutschland ankarren zu lassen halte ich persönlich aus naheliegenden Gründen für absurd:
1. was, wenn die Qualität sich als unzulänglich erweist? Haha....... da lacht sich der Bauer, der weit weg von mir sitzt, doch in's Fäustchen. Ich bin ein kleiner Privatpferdehalter mit gerade mal 2 Hüs und kein Großabnehmer und auch kein saudischer Ölscheich.
2. auch würden mich persönlich aus Gründen des Umweltschutzes die Wegestrecken massiv stören; ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn mein Heu Hunderte von km quer durch die Republik oder gar von Osteuropa bis hierher gekarrt würde.

Heulage kommt für mich nach wie vor nicht in Frage!!!! Silage erst Recht nicht............ :roll:

Ich harre der Dinge und werde erst dann Heu von weit her ordern, wenn ich absolut keine andere Alternative mehr habe!

In diesem Sinne werde ich diesen Thread nicht weiter zweckentfremden; Danke dem TE, dass er/sie so lange schweigend zugehört hat.

VG, Sabine
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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Dez 2017 07 11:16

Beitragvon Abas » Donnerstag 7. Dezember 2017, 11:16

@ Sundance: Es wurde in diesem Thread diskutiert, ob man mit einem an COPD leidenden Pferd an Distanzritten teilnehmen kann. Ich denke, daß in dieser Frage Einigkeit darüber besteht: Ja, man kann und sollte sogar zur Gesunderhaltung von solchen
Pferden an Distanzritten teilnehmen, wenn Haltungsbedingungen, Futtermittel, regelmäßige und intensive Bewegung in Ordnung sind. Das bedeutet, daß Zeit und Geld eingesetzt werden müssen.
Schlechtes Heu, Tierarzt, Medikamente, Pülverchen etc. sind teurer als qualitativ hochwertiges Heu inclusive Transportkosten.
Der Hinweis, daß Transportkosten von qualitativ hochwertigem Heu aus Umweltschutzgründen verwerflich und abzulehnen sind,
ist lächerlich und absurd. Pferde vorsätzlich mit schlechtem Heu füttern und dann noch hunderte von Kilometern zu Distanzritten fahren, das soll also artgerechte Pferdehaltung, fairer Distanzreitsport und aktiver Umweltschutz sein???
1-2 Distanzritte weniger im Jahr und man hat die eventuellen Mehrkosten für hochwertiges Heu drin.
Wer bewußt und damit vorsätzlich schlechtes Heu in der Pferdehaltung verfüttert und diese Pferde damit vorsätzlich dem Risiko
an COPD zu erkranken aussetzt, muß sich den Vorwurf der Tierquälerei gefallen lassen.
Das ist nach meiner Ansicht ein Fall für den Amtstierarzt, egal ob professioneller Reitstall oder private Hobbypferdehaltung.
Das kann man ja im Workshop Ethik diskutieren. :D :lol: :mrgreen:

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Dez 2017 07 11:39

Beitragvon Motte » Donnerstag 7. Dezember 2017, 11:39

Auch das Heu in Ostdeutschland ist Wetterabhängig und obwohl wir die Wüste Deutschlands sind, kommt es doch sehr auf den Bauern bzw. Die Agrargenossenschaft an, welche Qualität es hat ;)
Einfach mal Heu zu kaufen, weil es hier angeblich besser ist, halte ich für völlig absurd.
Mit dem Ritt auf einem Pferd borgen wir uns Freiheit.
Helen Thomson

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Dez 2017 07 11:44

Beitragvon sundance » Donnerstag 7. Dezember 2017, 11:44

@Abas: mir dünkt, Du habest den Kern der Aussage nicht korrekt erfasst :lol: Und: immer schön locker, aber auch höflich bleiben, ja?

@Motte: Danke! Wir haben unseren 3-wöchigen Polen-Urlaub heuer abgeblasen, weil in ganz Polen NUR schlechtes Wetter angesagt war. Ich möchte nicht wissen, wie deren Heuernte heuer ausfiel.
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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Dez 2017 07 16:53

Beitragvon CoRa » Donnerstag 7. Dezember 2017, 16:53

Hallo Somla!

Mein Nachwuchs hat sich leider auch fast dahin entwickelt.
Häufiger TA Besuch, bis ich die Nase voll hatte und in die Klinik bin.
Fazit: schon die Lunge vollgeschleimt. Der Tierarzt meinte, wenn ich Pech habe, ist es bereits chronisch.
Sie bekam eine Lungenspülung und blieb dort bei top Heulage! Was ist sie aufgeblüht!
Haltung übrigens im sehr schönen Offenstall mit 24 h Weidegang und Heu.
Die Lagerung des Heus ging aber gar nicht - es kam unterm Dach immer Feuchtigkeit ran und war zu dicht gepresst gestapelt, nach kurzer Zeit roch es auch pilzig.
Das Heu bedampfen hat nicht viel gebracht, vor allem, weil heimlich trockenes Heu vorgelegt wurde. Ich konnte zusehen, wie es bergab geht.
Das ganze Entschleimzeugs / inhalieren kann man sich so auch schenken.

Vor Verzweiflung und mangels auffindbarer Alternativställe handhabe ich es seit Okt 2016 in Eigenregie und sie bekommen jetzt sehr gute Heulage. Die ersten drei Monate noch hier und da ein Huster - danach bis jetzt, 13 Monate später, komplett hustenfrei. :-)
In deinen Beiträgen lese ich Offenstall - das ist schon schön, nützt aber nix, wenn die Heuqualität nicht gegeben ist. Und wenn dein Pferd schon krank ist, kann es sein, dass auch gutes Heu nicht mehr vertragen wird. Wie mir erklärt wurde liegt das an der Sache an sich. heu enthält mehr oder weniger Sporen, die durch die Fermention (oder so) entstehen. So soll es auch sein. Bei Heulage ist es anders.
Auch die Klinik hat bestätigt, dass nicht jedes Pferd irgendwann wieder gutes ! Heu verträgt.
Früher war ich auch gegen Heulage und richtig gute zu finden, ist auch nicht leicht.
Bei mir liegen noch zu entsorgende Reste von Versuchen neben dem Mist.

gelaufen ist sie letztes Jahr auf DR bis ca. 80km (nach der Behandlung), das Jahr davor, wo ich Anfang des Jahres schon wegen Husten behandelt habe auch. Allerdings nicht mit akutem husten, sondern, wenn ich dachte, wir hätten es.
Laufen tat ihr gut, aber in den schlimmen Phasen hätte ich ihr keinen Ritt zugemutet.
Dieses Jahr ist sie hervorragend gelaufen. :-)

Das ist so meine Erfahrung.
Gruß
Conny

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 08 12:48

Beitragvon alnagal » Montag 8. Januar 2018, 12:48

Grundsätzlich verfahre ich bei allen Zugaben und v.a. bei medikamentös wirksamen nach dem Prinzip nur phasenweise zu verabreichen.
Das erhält die Wirksamkeit und begrenzt Nebenwirkungen. Dazu gehört dann auch die sorgfältige Beobachtung, was sich tut.

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 08 19:31

Beitragvon Charlie » Montag 8. Januar 2018, 19:31

Wo bekomme ich denn getrockneten Merrettich her? Meine Mädels hat es jetzt auch erwischt. Zu naß dieses Jahr. :(

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 08 20:05

Beitragvon Ikarus » Montag 8. Januar 2018, 20:05

Frischer ist besser in der Wirkung und den gibbet im Moment noch überall

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 08 20:19

Beitragvon Charlie » Montag 8. Januar 2018, 20:19

Vor Silvester habe ich hier auch die Restbestände an frischem Merrettich aufgekauft. Aber jetzt müsste ich wohl auf den Markt gehen - dazu fehlt mir aber die Zeit.

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 09 09:16

Beitragvon sundance » Dienstag 9. Januar 2018, 09:16

MR bekommt man doch in der Obst-/Gemüseabteilung eines jeden Geschäftes (Edeka, Rewe, Real)? Wenn nicht, einfach Personal ansprechen; i.d.R. kann bestellt werden. Mache ich immer, denn anscheinend wird frischer MR nicht so oft gekauft + ist deswegen häufig nicht vorrätig.

"Notfalls" frischen MR im Glas kaufen. Kann man im Restaurant u.U. auch eimerweise bekommen.

Ob getrockneter MR dieselbe Wirkung hat??? Ich wage es zu bezweifeln.
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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 09 12:59

Beitragvon Ikarus » Dienstag 9. Januar 2018, 12:59

Getrockneter Meerrettich hat definitiv nicht diese Wirkung, die Scharfstoffe verflüchtigen sich relativ schnell auch wenns frisch gerieben wird. Ich kann auch bei meinem Edeka bestellen, wenn er es gerade nicht hat.
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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 09 18:41

Beitragvon Charlie » Dienstag 9. Januar 2018, 18:41

Also wenn ich den abends reibe und die Mädels das erst am nächsten Morgen fressen, hat der Merettich schon weniger bis keine Wirkung?

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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 10 08:11

Beitragvon sundance » Mittwoch 10. Januar 2018, 08:11

ich würde immer frisch "reiben". Geht mit dem Zauberstab rucki-zucki. Mit der Reibe ist es ein "gruseliges" Vorhaben, bei dem viele Tränen kullern.... :lol:
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Re: Distanzreiten mit chronischer Bronchitis?

Jan 2018 10 20:46

Beitragvon Charlie » Mittwoch 10. Januar 2018, 20:46

An den Zauberstab habe ich noch gar nicht gedacht. Gute Idee, danke. Mit der Reibe dauert das etwas länger. Na gut, dann bekommen die Damen den Merrettich nun abends.
Ich habe mir auch einen Inhalator zugelegt. Dem dussligen Husten wird jetzt der Kampf angesagt.