Aussagekraft EKG

Hier geht es um Pferdekrankheiten allgemein

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 14 20:29

Beitragvon BBrownie » Mittwoch 14. November 2018, 20:29

Vielen Dank für all' eure Meinungen.
Tatsächlich habe ich mir noch ein paar andere Pferde angeschaut, die auch eher meinem Beuteschema entsprechen, aber da berührt mich keines.

Der Proberitt war ja tatsächlich toll, und obwohl ich mittlerweile eher der Feigling bin, war ich mit dem Pferd bereits beim 2. Besuch im Gelände unterwegs, alleine.

...das EKG bin ich ihm jetzt irgendwie schuldig...

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 14 22:58

Beitragvon araberbirgit » Mittwoch 14. November 2018, 22:58

Das Spaterkrankungen die Berufskrankheit von Trabern ist, ist wohl bekannt?! Ich würde das nicht riskieren - selbst wenn es geschenkt würde nicht, denn die Folgekosten können enorm sein und man leidet schließlich mit

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 14 23:12

Beitragvon Kathl » Mittwoch 14. November 2018, 23:12

Wenn dein Herz dran hängt- lass es machen. Wenn das EKG unauffällig ist- noch das ein oder andere Bild von SG.
Natürlich ist es nicht "vernünftig " das Geld in ein solches Pferd zu stecken und evt. ein Risiko einzugehen.
Aber- mein erster und einziger Vernunftskauf- ist sowas von in die Hose gegangen- mit meinen beiden 3 Unvernunftskäufen bin ich immer noch glücklich...
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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 14 23:47

Beitragvon Shettymanager » Mittwoch 14. November 2018, 23:47

Hmmm, also bei Spat kommt es darauf an ob er bereits verknöchert ist....meine Ponydame hat Spat bei unauffälliger Beugeprobe auf beiden Hinterbeinen verknöchert....erst die Röntgenaufnahme bei der AKU hat es als Licht gebracht...Sie läuft unauffällig bis MDF...Die Araberstute hat Spat entwickelt ohne zu verknöchern und war nur an guten Tagen reitbar...ihr Sohn hat davon nix, er ist jetzt 25....
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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 06:51

Beitragvon Helga M. » Donnerstag 15. November 2018, 06:51

Ich an deiner Stelle würde das EKG für meinen Seelenfrieden machen lassen. Ein Pony (Mitte 20) bei uns im Stall hat auch Herzrythmusstörungen, was lt Tierarzt gar nicht so selten vorkommen soll. Auch die Idee mit der Pulsuhr finde ich gut - wer weiß, ob das Pferd bei der Untersuchung nicht einfach nur gestresst und der Puls deswegen so hoch war. Spatbefunde sehe ich inzwischen relativ entspannt. Ich hatte schon ein Pony mit Spat (lahm und nach Gefühl :-) gekauft; nach einem Jahr galoppierte er die Hügel auf der Weide rauf und runter wie nichts) und auch mein jetztiges Pony (22 Jahre) hat Spat und ging noch nie auch nur einen Schritt lahm. Beide hatten/haben aber knochenbildenden Spat und ich bin nur Freizeitreiter.

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 08:36

Beitragvon BBrownie » Donnerstag 15. November 2018, 08:36

araberbirgit hat geschrieben:Das Spaterkrankungen die Berufskrankheit von Trabern ist, ist wohl bekannt?! Ich würde das nicht riskieren - selbst wenn es geschenkt würde nicht, denn die Folgekosten können enorm sein und man leidet schließlich mit


Ja - komme aber langsam zur Erkenntnis: Irgendwas ist immer.

Mein geliebtes Rotschopfpony war eines Tages auch lahm, begann mit einem minimalen Ticken, dass ausser mir niemand gesehen hat und steigerte sich über Wochen hinweg zu "auf 3 Beinen hüpfen".
Ultraschall, Röntgen, abspritzen, Klinik - alles ausser MRT, keiner wusste, was es war - der Witz war nämlich, dass alle Befunde sowas von gut waren, dass man die Bilder problemlos für die eines Jungpferdes, nicht für die eines 20jährigen Ponys, hätte halten können.
Dann folgten Rehe, wieder Röntgen - nix zu finden. Irgendwann war es einfach wieder weg.

Mit dem Auge stand sie dreimal in der Klinik, einmal für 6 Wochen (trotz OP-Versicherung half da nur noch ein Kredit...). Gestorben ist sie am Ende innerhalb von 2 Stunden an einer Darmstrangulation. Dabei hatte ich immer gesagt, dass mich die Augen irgendwann zu einer Entscheidung zwingen.

Mir ist das EKG einfach wichtig, um ggf. sagen zu können, ja, da ist wirklich was Großes.

...das mit der Pulsuhr muss ich anfragen, das Pferd wird im Auftrag für einen Händler verkauft, schätze, da sind so "private Serviceleistungen" nicht drin. Das EKG übernehme auch ich.

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 09:13

Beitragvon polldi » Donnerstag 15. November 2018, 09:13

Natürlich gilt "Irgendwas ist immer" - aber es reicht, wenn es nach Kauf kommt, oder?

Für mich war immer wichtig zu unterscheiden, spricht mich wirklich das Pferd an oder seine Hilfsbedürftigkeit.
Letzteres ist nämlich nicht zu verachten...

Wenn man nicht reiten möchte, ok.
Aber selbst dann: Ich gehe kaputt, wenn ich mir ständig Sorgen um irgendwas machen muß. Das ist die Hölle...

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 09:14

Beitragvon polldi » Donnerstag 15. November 2018, 09:14

@Shettymanager: Deins hat eine negative Beugeprobe...

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 09:22

Beitragvon BBrownie » Donnerstag 15. November 2018, 09:22

Ja, da hast Du absolut recht.
Tatsächlich spricht mich das Pferd an, ich hatte nach dem Probereiten entschieden, ihn zu kaufen, der Kaufpreis lag vor der AKU schon im Handschuhfach vom Auto...

Eben weil er mich anspricht, ist das Schicksal jetzt umso härter mitanzusehen.

Ich habe auch, da er relativ bekannt ist, einige Erkundigungen über ihn eingeholt und letztlich bescheinigten ihm alle einen "echten Freund"-Charakter.

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 16:35

Beitragvon BBrownie » Donnerstag 15. November 2018, 16:35

Es wird kein EKG geben.

Ich habe heute mitgeteilt, dass ich auf Grund des Gesamtbefundes momentan eher zu einem "nein" tendiere, und auch wenn es mir im Herzen weh tut, ihn nur nehme, wenn die Untersuchung am Dienstag einwandfrei ist, die Kosten übernehme ich.

Vom Verkäufer (der im Auftrag des Händlers verkauft) war nun gewünscht, dass ich die Untersuchung absage, man gehe davon aus, dass die nichts neues bringt und der Händler wird heute informiert, dass das Pferd wieder abzuholen ist.

Für mich war das das letzte Mal, dass ich mir "so ein Pferd" angeschaut habe, denn ich sitze nun hier und bin todtraurig und mache mir Vorwürfe.

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 16:53

Beitragvon Kathl » Donnerstag 15. November 2018, 16:53

Vorwürfe? Du? Warum?
Diese Reaktion deutet schwer darauf hin, dass da etwas im Argen ist und der Händler das weiß...
Ich weiß das ist schlimm- aber dann war er nicht deiner...
Grüße Kathrin!

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 19:05

Beitragvon prinzessin » Donnerstag 15. November 2018, 19:05

Dann sollte es so sein und du wirst irgendwann den Grund dafür kennenlernen.
Nämlich DEIN Pferd..
Die ersten 577km sind geschafft !

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 15 19:18

Beitragvon polldi » Donnerstag 15. November 2018, 19:18

Schliesse mich den Anderen an und es tut mir total leid für Dich.
(Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass der Verkäufer nochmal nachsetzt, ihn Abholen lassen zu wollen kann ja auch noch ein Versuch Druck aufzubauen sein.)

Wenn dieser Verkäufer mit dem Händler aber irgendwann „wegen sowas“ nicht mehr zusammen arbeitet, dann war es jetzt erst recht für was gut...

Aufgrund der hohen Heupreise gibt es momentan soviele günstige gute Pferde wie selten.
In welcher Region suchst Du denn?
Vielleicht kennt ja hier wer jemanden, der wen kennt ;)

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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 16 10:08

Beitragvon BBrownie » Freitag 16. November 2018, 10:08

Er wurde wohl (noch) nicht abgeholt, für mich hat es sich jetzt jedoch erledigt.
Ich lasse mich nicht unter Druck setzen und ich hätte dieses Pferd gekauft, wenn es, so wie mir gesagt wurde, gesund gewesen wäre.

...da ich mittlerweile (ich Trottel, nach 2 Wochen) mal den Händler gegoogelt habe, habe ich auch festgestellt, dass "man ihn kennt", ich schließe also nun dieses Buch.

Ach so, "mein" Pferd sollte am besten irgendwo in Bayern stehen, aber da mach ich mal gesondert weiter. :)
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Re: Aussagekraft EKG

Nov 2018 16 18:19

Beitragvon Fortissimo » Freitag 16. November 2018, 18:19

Frag doch mal bei Tobias Knoll nach Kabardinern. Ist in Bayern. Rasse könnte passen.
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BBrownie (Freitag 16. November 2018, 20:20)
There is no better way to fly...