4. Thomashofdistanz
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Castano - Insider

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Jul 2026
07
10:35
Re: 4. Thomashofdistanz
Verständnis Frage - galt das mit dem Transport für Sa Abend? Oder So Abend?
So wäre ja auch ein ganz früher Transport möglich gewesen? Ab 4h zb.?
So wäre ja auch ein ganz früher Transport möglich gewesen? Ab 4h zb.?
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Sigrun - Foren König||Foren Königin

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Jul 2026
07
11:06
Re: 4. Thomashofdistanz
Samstagabend; selbstverständlich konnte man auch nachts oder früh morgens abreisen.
Sonntag waren kaum noch Starts, kein MTR-Reiter ist nochmal los, es gab nur noch Schnupperritt und EFR, alle waren bis Mittags zurück, kein Pferd weiter als 28 km gelaufen, die allermeisten aus der näheren Umgebung, und es war am frühen Nachmittag "nur" noch an die 32 Grad warm, nicht mehr extreme 38 Grad. Den ganzen Vormittag war es angenehm zw. 22 und 28 Grad.
Sonntag waren kaum noch Starts, kein MTR-Reiter ist nochmal los, es gab nur noch Schnupperritt und EFR, alle waren bis Mittags zurück, kein Pferd weiter als 28 km gelaufen, die allermeisten aus der näheren Umgebung, und es war am frühen Nachmittag "nur" noch an die 32 Grad warm, nicht mehr extreme 38 Grad. Den ganzen Vormittag war es angenehm zw. 22 und 28 Grad.
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)
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Samira2012 - High Poster

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Jul 2026
07
16:42
Re: 4. Thomashofdistanz
Aufgrund der Absagen von Reitturnieren wurde im Kreise der Reitvereine diskutiert und bekannt, daß der übergeordnete Verband, in diesem Fall PSVWE, einen Fond bzw. Goldtopf für Turnierausfälle bereit hält, der ordentlich gefüllt ist.
Vielleicht wäre es auch ein Modell für den VDD so schnell wie möglich solch einen Geldtopf einzurichten, um die Veranstalter bei solchen Risiken zu unterstützen.
Das wird nicht die letzte Hitzewelle gewesen sein!
Solchen Risiken will man als Veranstalter nicht ausgesetzt sein, weil das einfach nicht zumutbar ist, und ohne den Mut Distanzritte zu veranstalten, wird es schwierig werden, das Distanzreiten am Leben zu erhalten.
Ehrlich: Es wäre klug gewesen, alle Distanzveranstaltungen bei dieser extremen Hitze abzusagen. Die Öffentlichkeit hat heute kein Verständnis mehr für diese Art von Sport mit Pferden, deshalb ist es ganz wichtig die Veranstalter diesbezüglich zu unterstützen. Der Klimawandel fordert auch im Pferdesport ein Umdenken, damit es auch weiterhin möglich sein wird, und die Öffentlichkeit erkennt, daß Tierschutz auch mit unangenehmen Maßnahmen durchgesetzt werden, aber: ABER DAS KOSTET GELD!!!
Vielleicht wäre es auch ein Modell für den VDD so schnell wie möglich solch einen Geldtopf einzurichten, um die Veranstalter bei solchen Risiken zu unterstützen.
Das wird nicht die letzte Hitzewelle gewesen sein!
Solchen Risiken will man als Veranstalter nicht ausgesetzt sein, weil das einfach nicht zumutbar ist, und ohne den Mut Distanzritte zu veranstalten, wird es schwierig werden, das Distanzreiten am Leben zu erhalten.
Ehrlich: Es wäre klug gewesen, alle Distanzveranstaltungen bei dieser extremen Hitze abzusagen. Die Öffentlichkeit hat heute kein Verständnis mehr für diese Art von Sport mit Pferden, deshalb ist es ganz wichtig die Veranstalter diesbezüglich zu unterstützen. Der Klimawandel fordert auch im Pferdesport ein Umdenken, damit es auch weiterhin möglich sein wird, und die Öffentlichkeit erkennt, daß Tierschutz auch mit unangenehmen Maßnahmen durchgesetzt werden, aber: ABER DAS KOSTET GELD!!!
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Sigrun - Foren König||Foren Königin

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Jul 2026
07
16:57
Re: 4. Thomashofdistanz
Da der VDD nicht der Veranstalter der Distanzritte ist, kann er sie auch nicht absagen.Samira2012 hat geschrieben: ↑Dienstag 7. Juli 2026, 16:42Ehrlich: Es wäre klug gewesen, alle Distanzveranstaltungen bei dieser extremen Hitze abzusagen.
Dafür bräuchte es eine Klausel im Reglement, die das ermöglicht (und andere Anpassungen, die es Startern z.B. ermöglichen, Ritte früher in der Wertung zu beenden als ursprünglich ausgeschrieben, ausreichende Anzahl der Kontrollen kann über eine zus. Pulskontrolle hergestellt werden).
Der Ritt über die Schwäbische Alb über 2 Tage zum selben Datum bei ähnlichen Temperaturen (und auch im Morgengrauen gestartet) hat auf Social Media überwiegend Gratulationen bekommen ...
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Samira2012 - High Poster

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Jul 2026
07
21:31
Re: 4. Thomashofdistanz
Na ja, das Verlassen auf die Stimmung in den Social Media ist ein Roulette-/Glücksspiel! Und auf Glück zu gehen, kann gewaltig als Schuss nach hinten losgehen! Die Idee, den Veranstaltern durch einen dementsprechenden Geldtopf das Veranstaltungsrisiko zu minimieren, ist doch angesichts solcher extremen Wetterverhältnisse sinnvoll. Ich möchte als Veranstalter nicht der Verlierer sein, wenn extreme Umstände es erforderlich machen, eine Veranstaltung abzusagen!
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DrSabine - ForenGuru

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Jul 2026
07
21:49
Re: 4. Thomashofdistanz
Natürlich kann "Der VDD" Veranstaltungen absagen. Das haben wir während Corona auch pauschal für mehrere Monate gemacht. Und hier war ja sogar das VDD-Championat für junge Pferde betroffen.
Wenn der Veranstalter wegen höherer Gewalt (z.B. Extremwetter) einen Ritt absagt, darf er laut Reglement das Nenngeld in Höhe der bereits getätigten bzw, unvermeidbaren Ausgaben einbehalten. So, wenn auch nicht wörtlich, lautet das Reglement. Eine entsprechende Abrechnung ist vorzulegen.
Das ist ja im Prinzip schon eine Art Geld- oder Gold(!)topf. Schöner Verschreiber, Franz!
Insbesondere, seit das Nenngeld 2/3 der Teilnahmegebühr betragen darf. Damit sollte eigentlich das Wesentliche abzufedern sein.
Wenn der Veranstalter wegen höherer Gewalt (z.B. Extremwetter) einen Ritt absagt, darf er laut Reglement das Nenngeld in Höhe der bereits getätigten bzw, unvermeidbaren Ausgaben einbehalten. So, wenn auch nicht wörtlich, lautet das Reglement. Eine entsprechende Abrechnung ist vorzulegen.
Das ist ja im Prinzip schon eine Art Geld- oder Gold(!)topf. Schöner Verschreiber, Franz!
Insbesondere, seit das Nenngeld 2/3 der Teilnahmegebühr betragen darf. Damit sollte eigentlich das Wesentliche abzufedern sein.
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BonBalou
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Jul 2026
08
09:42
Re: 4. Thomashofdistanz
& damit kommen wir wieder zu meinem beliebten "Distanzreiten sollte rudimentär bleiben" Phrase
natürlich ist so ein Championat nochmal was anderes, da nehme ich diesen Ritt jetzt mal aus - aber letzendlich muss man sich fragen, braucht es unbedingt den Kühlanhänger/gekühlte Getränke, muss es das Zelt sein, ein opulentes Catering, Eiswürfel (welche auch gekühlt gehalten werden müssen) und noch so weitere (in meinen Augen) luxuriöse Dinge?
da muss man als Veranstalter einfach schauen, dass die fixen Kosten über die Nenngelder gedeckelt sind & ggf. schauen, ob das Reglement entsprechend abgeändert wird, das extreme Hitze mit aufgenommen wird als Absagegrund ohne Gebührverlust...
Am Ende des Tages sind mir rudimentäre Dinge sehr wichtig, das Pferd hat eine (bestenfalls) dicke Wiese, die satt macht & über Nacht verschlossen werden kann sowie einen Wasserschlauch zum nachfüllen besitzt & ich kann den Spaten zuhause lassen und habe ein festes Klo - mehr braucht es doch eigentliche(!) zum Distanzreiten nicht (okay, Dusche, nice to have
, aber gerade bei so ein bis zwei Tagesverantaltungen und der mittlerweile Vielzahl an Womos doch noch halbwegs verzichtbarer Luxus)? Verpflegen kann man sich meist immer selbst sehr gut, andernfalls bietet man ein festes Catering an, welches vorab mit der Nennung verbindlich bezahlt werden muss & maximal 1 Woche vor der Veranstaltung erstattbar ist...
natürlich ist so ein Championat nochmal was anderes, da nehme ich diesen Ritt jetzt mal aus - aber letzendlich muss man sich fragen, braucht es unbedingt den Kühlanhänger/gekühlte Getränke, muss es das Zelt sein, ein opulentes Catering, Eiswürfel (welche auch gekühlt gehalten werden müssen) und noch so weitere (in meinen Augen) luxuriöse Dinge?
da muss man als Veranstalter einfach schauen, dass die fixen Kosten über die Nenngelder gedeckelt sind & ggf. schauen, ob das Reglement entsprechend abgeändert wird, das extreme Hitze mit aufgenommen wird als Absagegrund ohne Gebührverlust...
Am Ende des Tages sind mir rudimentäre Dinge sehr wichtig, das Pferd hat eine (bestenfalls) dicke Wiese, die satt macht & über Nacht verschlossen werden kann sowie einen Wasserschlauch zum nachfüllen besitzt & ich kann den Spaten zuhause lassen und habe ein festes Klo - mehr braucht es doch eigentliche(!) zum Distanzreiten nicht (okay, Dusche, nice to have
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Jul 2026
08
11:44
Re: 4. Thomashofdistanz
Eigentlich hast Du recht, aber es macht einen Unterschied, ob man 20-30 Starter auf 2 Streckenlängen an einem Tag von A nach B schickt oder ob sich 120 Teilnehmer auf 14 Wettbewerben mit der entsprechenden Anzahl an Trossern, Begleitern, Helfern und Tierärzten über 3-4 Tage am selben Ort aufhalten. Es ist schön, wenn man sich als Helfer nach der Anfahrt morgens um 5 ein Brötchen schmieren kann, bevor man den ganzen Tag im Wald unter einem Baum steht, mittags was Richtiges zu essen kriegt und auch evlt. Zuschauer ein bisschen Geld da lassen, weil sie sich länger vor Ort aufhalten und Kuchen oder eine Waffel essen. Catering in einigermaßen professionellem Rahmen wie es auf jedem Turnier üblich ist, ist nicht nur eine Einnahmequelle, um die Bilanz aufzubessern, sondern auch eine Möglichkeit, Teilnehmer, Helfer, Zuschauer, Anwohner und Touristen positiv zu stimmen.
Ohne den Kühlanhänger und das Zelt wäre diese Veranstaltung dieses Mal schlecht durchzuführen gewesen, im Hinblick auf Schatten und auch Wetterschutz. Auch auf der Paddockwiese stand ein Schattenzelt. Der Toilettenwagen mit Wasserklo ist gerade bei Veranstaltungen über mehrere Tage (diese ging über 3 Tage, man war als Helfer, Veranstalter, Tierarzt also ggf. 4 Tage vor Ort) schon eine deutliche Erleichterung. Eine Dusche braucht man nicht, da tut es auch Eimer, Waschlappen und Seife, aber der Rest ist bei einer Größenordnung von 3-4 Tagen und 120 Startern schon etwas, das Qualität sichert. Das bucht man Monate im Voraus, das baut man Tage im Voraus auf, und es sind Kosten, die nicht wegfallen, wenn man eine Woche vorher absagt.
Ohne den Kühlanhänger und das Zelt wäre diese Veranstaltung dieses Mal schlecht durchzuführen gewesen, im Hinblick auf Schatten und auch Wetterschutz. Auch auf der Paddockwiese stand ein Schattenzelt. Der Toilettenwagen mit Wasserklo ist gerade bei Veranstaltungen über mehrere Tage (diese ging über 3 Tage, man war als Helfer, Veranstalter, Tierarzt also ggf. 4 Tage vor Ort) schon eine deutliche Erleichterung. Eine Dusche braucht man nicht, da tut es auch Eimer, Waschlappen und Seife, aber der Rest ist bei einer Größenordnung von 3-4 Tagen und 120 Startern schon etwas, das Qualität sichert. Das bucht man Monate im Voraus, das baut man Tage im Voraus auf, und es sind Kosten, die nicht wegfallen, wenn man eine Woche vorher absagt.
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Jul 2026
08
12:19
Re: 4. Thomashofdistanz
Wie gesagt, die Thomashofdistanz nehme ich da jetzt mal aus, sowohl letztes, als auch dieses Jahr - bei einem Championat/DM/DJM "darf" ruhig ein wenig mehr Bohei sein, da kommen ja durchaus vllt auch mal ein paar Leute mehr zum gucken/dabei sein...
Das man seine Helfer/Tierärzte mit versorgt ist ja usus (sollte zumindest so sein) - bezahlen könnte das in Scheinen/Münzen kein Veranstalter, was da die "Ehrenamtlichen" leisten!
Es steht und fällt halt immer mit dem kalkulatorischen Risiko, was jeder selber gerne eingehen darf/möchte - wer viel auffährt mit dem Risiko nachher auf Kosten sitzen zu bleiben darf in meiner Welt dann nicht große Augen bekommen beim Defizit. Wer nach Plan wirtschaftet & kalkuliert verliert eventuell den ein oder anderen Starter, der eine Rundum-Wohlfühl-Luxus-Programm mit sämtlichen Bequemlichkeiten haben möchte, hat aber dafür unterm Strich nachher weniger Bauchschmerzen zur Not was abzusagen oder große Sorge mit viel Minus/wenig Plus aus der Geschichte rauszugehen...
Ich habe es aber, sowohl beim Reiten als auch als Helfer es eh gerne "kuschelig" - für mich hat Distanzreiten viel mit Gemeinschaft zu tun. Der EFR-Reiter, der am Samstagmorgen anreist, eben reitet, brav was isst und trinkt & dann wieder weg ist, ist natürlich wenig Aufwand, viel Geld - allerdings hat es nicht viel mit meinen (!) Werten zu tun; auch wenn er bei manch Veranstaltungen maßgeblich dazu beiträgt, dass sich der ganze Aufwand für den ein oder anderen überhaupt lohnt. Ich gönne auch jedem Veranstalter einen Überschuss, gerne auch deutlich - allerdings sollten wir nicht zu einer allerwelts FN-Turnierveranstaltung mutieren oder den Trend dahinlegen....
Wie viele Neulinge gruselt es, sein Pferd über Nacht in ein Paddock zu stellen? Wer sucht sich explizit seine Ritte nach Catering aus? Ich kenne da mittlerweile einige - & ich möchte ehrlicherweise nicht, dass der Großteil an Nachwuchs/Neulingen ausschließlich aus EFR/KDR Menschen besteht, die dann am Sonntag am Frühstückstisch oder Montags auf der Arbeit/Schule ihren "vollen Erfolg" teilen - verhält sich ähnlich wie mit den Reitern, die Jahr für Jahr ihre Schleifen in der A-Dressur/Springen abgreifen oder seit neustem "Clear-Round" Springen, wo jeder ne goldene Schleife am Kopf hat, der die Runde fehlerfrei schafft... ich warte ja noch auf Clear-Round Dressur, jeder der nicht aus dem Viereck fällt bekommt ne goldene Schleife....
Es bleibt spannend, wie sich das Veranstalten & die Bedürfnisse der Teilnehmer in den nächsten Jahren entwickelt - was man nie vergessen darf, die Veranstalter machen sowas meist neben ihren 40-Stunden-Job, Familie, eigene Tiere und und und, da steht nicht immer ein großer Verein/Stallgemeinschaft mit vielen Helfern hinter, der davor und danach noch gut was stemmen kann
Das man seine Helfer/Tierärzte mit versorgt ist ja usus (sollte zumindest so sein) - bezahlen könnte das in Scheinen/Münzen kein Veranstalter, was da die "Ehrenamtlichen" leisten!
Es steht und fällt halt immer mit dem kalkulatorischen Risiko, was jeder selber gerne eingehen darf/möchte - wer viel auffährt mit dem Risiko nachher auf Kosten sitzen zu bleiben darf in meiner Welt dann nicht große Augen bekommen beim Defizit. Wer nach Plan wirtschaftet & kalkuliert verliert eventuell den ein oder anderen Starter, der eine Rundum-Wohlfühl-Luxus-Programm mit sämtlichen Bequemlichkeiten haben möchte, hat aber dafür unterm Strich nachher weniger Bauchschmerzen zur Not was abzusagen oder große Sorge mit viel Minus/wenig Plus aus der Geschichte rauszugehen...
Ich habe es aber, sowohl beim Reiten als auch als Helfer es eh gerne "kuschelig" - für mich hat Distanzreiten viel mit Gemeinschaft zu tun. Der EFR-Reiter, der am Samstagmorgen anreist, eben reitet, brav was isst und trinkt & dann wieder weg ist, ist natürlich wenig Aufwand, viel Geld - allerdings hat es nicht viel mit meinen (!) Werten zu tun; auch wenn er bei manch Veranstaltungen maßgeblich dazu beiträgt, dass sich der ganze Aufwand für den ein oder anderen überhaupt lohnt. Ich gönne auch jedem Veranstalter einen Überschuss, gerne auch deutlich - allerdings sollten wir nicht zu einer allerwelts FN-Turnierveranstaltung mutieren oder den Trend dahinlegen....
Wie viele Neulinge gruselt es, sein Pferd über Nacht in ein Paddock zu stellen? Wer sucht sich explizit seine Ritte nach Catering aus? Ich kenne da mittlerweile einige - & ich möchte ehrlicherweise nicht, dass der Großteil an Nachwuchs/Neulingen ausschließlich aus EFR/KDR Menschen besteht, die dann am Sonntag am Frühstückstisch oder Montags auf der Arbeit/Schule ihren "vollen Erfolg" teilen - verhält sich ähnlich wie mit den Reitern, die Jahr für Jahr ihre Schleifen in der A-Dressur/Springen abgreifen oder seit neustem "Clear-Round" Springen, wo jeder ne goldene Schleife am Kopf hat, der die Runde fehlerfrei schafft... ich warte ja noch auf Clear-Round Dressur, jeder der nicht aus dem Viereck fällt bekommt ne goldene Schleife....
Es bleibt spannend, wie sich das Veranstalten & die Bedürfnisse der Teilnehmer in den nächsten Jahren entwickelt - was man nie vergessen darf, die Veranstalter machen sowas meist neben ihren 40-Stunden-Job, Familie, eigene Tiere und und und, da steht nicht immer ein großer Verein/Stallgemeinschaft mit vielen Helfern hinter, der davor und danach noch gut was stemmen kann
- Mareike
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Jul 2026
08
15:41
Re: 4. Thomashofdistanz
Ich möchte dazu auch einmal etwas aus Sicht der Veranstalterin sagen.
Ich glaube, man muss zunächst akzeptieren, dass jeder Veranstalter seine eigene Vorstellung davon hat, wie eine Distanzveranstaltung aussehen soll – genauso wie Teilnehmer unterschiedliche Erwartungen haben. Das beginnt bei der Streckenführung und hört beim Rahmenprogramm noch lange nicht auf.
Natürlich kann man das finanzielle Risiko und den organisatorischen Aufwand deutlich reduzieren. Man kann auf eine ausführliche Website verzichten, Informationen nur per Mail verschicken, ein Dixi auf die Wiese stellen, Kartenritte statt Kontrollposten anbieten, auf Catering verzichten, Wasser nur aus einem Schlauch bereitstellen und hoffen, dass das Wetter hält, weil es kein Zelt gibt. Daran ist überhaupt nichts falsch. Viele Teilnehmer mögen genau diese unkomplizierten Veranstaltungen und ich selbst starte ebenfalls gerne auf solchen Ritten.
Unsere Idee für die Thomashofdistanz ist aber bewusst eine andere. Das liegt zum einen daran, dass wir Gast auf dem Thomashof sind und die Betreiber natürlich auch Vorstellungen haben, wie eine Veranstaltung dort aussehen soll. Ein ordentlicher Toilettenwagen gehört für uns beispielsweise genauso dazu wie eine vernünftige Infrastruktur. Zum anderen haben wir einige Dinge eingeführt, weil wir sie selbst als Teilnehmer schätzen – zum Beispiel die vorreservierten Paddocks. Das ist kein "besser" oder "schlechter", sondern einfach unser Konzept.
Ja, dieses Konzept verursacht höhere Kosten und damit auch ein höheres Risiko. Die Großzügigkeit der Teilnehmer, sowohl der vor Ort als auch viele derjenigen, die abgesagt haben, hat uns tatsächlich vor einem noch deutlich größeren finanziellen Schaden bewahrt. Trotzdem werden wir auf einigen Kosten sitzen bleiben. Darüber haben wir bisher allerdings gar nicht groß geklagt. Deshalb finde ich es etwas schwierig, wenn ich mich nun gefühlt dafür rechtfertigen muss, wie wir unsere Veranstaltung grundsätzlich aufziehen.
Eine Absage wäre für uns finanziell übrigens keineswegs die einfache Lösung gewesen. Eine Woche vor der Veranstaltung standen noch rund 130 Starter auf der Liste. Ein Großteil der Ausgaben war bereits entstanden oder nicht mehr rückgängig zu machen. Gleichzeitig ging es um das Championat der jungen Pferde, das sich eben nicht einfach verschieben ließ.
Natürlich haben wir angesichts der Wetterprognosen intensiv darüber nachgedacht, ob wir absagen. Am Ende haben wir uns entschieden, gemeinsam mit den Teilnehmern, die trotz aller Informationen bewusst kommen wollten, unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen das Beste aus der Situation zu machen. Genau das ist aus meiner Sicht auch passiert. Die Teilnehmer waren ausgesprochen vernünftig, viele haben ihre Ritte freiwillig früher beendet, unsere Tierärztinnen haben konsequent alles aus der Wertung genommen, was ihnen nicht völlig unauffällig erschien, und am Ende standen sehr viele Pferde mit hervorragenden Werten in der Nachuntersuchung.
Deshalb tue ich mich mit der Forderung nach pauschalen Absagen bei bestimmten Temperaturen schwer. Extreme Wetterlagen wird es künftig vermutlich häufiger geben. Wir werden darüber sprechen müssen, welche Möglichkeiten das Reglement künftig bieten sollte und wie Veranstalter sowie Teilnehmer damit umgehen können. Aber ich glaube nicht, dass es dafür eine einfache Temperaturgrenze gibt, ab der automatisch jede Veranstaltung abgesagt werden muss.
Was wir nächstes Jahr machen, wissen wir noch nicht. Ein Championat wird es definitiv nicht geben. Auch über andere Programmpunkte denken wir nach und selbstverständlich überlegen wir, wie wir unser finanzielles Risiko künftig verringern können. An unserem Grundgedanken einer gut organisierten Veranstaltung mit vernünftiger Infrastruktur, guter Information und einer ordentlichen Versorgung werden wir aber festhalten. Genauso daran, eben nicht nur die Langstrecken zu bedienen, auch wenn mein Herz dafür schlägt. Das ist unser Konzept – genauso wie andere Veranstalter ihres haben. Den Termin Ende Juni werden wir ebenfalls aus verschiedenen Gründen zunächst beibehalten.
Ich glaube, man muss zunächst akzeptieren, dass jeder Veranstalter seine eigene Vorstellung davon hat, wie eine Distanzveranstaltung aussehen soll – genauso wie Teilnehmer unterschiedliche Erwartungen haben. Das beginnt bei der Streckenführung und hört beim Rahmenprogramm noch lange nicht auf.
Natürlich kann man das finanzielle Risiko und den organisatorischen Aufwand deutlich reduzieren. Man kann auf eine ausführliche Website verzichten, Informationen nur per Mail verschicken, ein Dixi auf die Wiese stellen, Kartenritte statt Kontrollposten anbieten, auf Catering verzichten, Wasser nur aus einem Schlauch bereitstellen und hoffen, dass das Wetter hält, weil es kein Zelt gibt. Daran ist überhaupt nichts falsch. Viele Teilnehmer mögen genau diese unkomplizierten Veranstaltungen und ich selbst starte ebenfalls gerne auf solchen Ritten.
Unsere Idee für die Thomashofdistanz ist aber bewusst eine andere. Das liegt zum einen daran, dass wir Gast auf dem Thomashof sind und die Betreiber natürlich auch Vorstellungen haben, wie eine Veranstaltung dort aussehen soll. Ein ordentlicher Toilettenwagen gehört für uns beispielsweise genauso dazu wie eine vernünftige Infrastruktur. Zum anderen haben wir einige Dinge eingeführt, weil wir sie selbst als Teilnehmer schätzen – zum Beispiel die vorreservierten Paddocks. Das ist kein "besser" oder "schlechter", sondern einfach unser Konzept.
Ja, dieses Konzept verursacht höhere Kosten und damit auch ein höheres Risiko. Die Großzügigkeit der Teilnehmer, sowohl der vor Ort als auch viele derjenigen, die abgesagt haben, hat uns tatsächlich vor einem noch deutlich größeren finanziellen Schaden bewahrt. Trotzdem werden wir auf einigen Kosten sitzen bleiben. Darüber haben wir bisher allerdings gar nicht groß geklagt. Deshalb finde ich es etwas schwierig, wenn ich mich nun gefühlt dafür rechtfertigen muss, wie wir unsere Veranstaltung grundsätzlich aufziehen.
Eine Absage wäre für uns finanziell übrigens keineswegs die einfache Lösung gewesen. Eine Woche vor der Veranstaltung standen noch rund 130 Starter auf der Liste. Ein Großteil der Ausgaben war bereits entstanden oder nicht mehr rückgängig zu machen. Gleichzeitig ging es um das Championat der jungen Pferde, das sich eben nicht einfach verschieben ließ.
Natürlich haben wir angesichts der Wetterprognosen intensiv darüber nachgedacht, ob wir absagen. Am Ende haben wir uns entschieden, gemeinsam mit den Teilnehmern, die trotz aller Informationen bewusst kommen wollten, unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen das Beste aus der Situation zu machen. Genau das ist aus meiner Sicht auch passiert. Die Teilnehmer waren ausgesprochen vernünftig, viele haben ihre Ritte freiwillig früher beendet, unsere Tierärztinnen haben konsequent alles aus der Wertung genommen, was ihnen nicht völlig unauffällig erschien, und am Ende standen sehr viele Pferde mit hervorragenden Werten in der Nachuntersuchung.
Deshalb tue ich mich mit der Forderung nach pauschalen Absagen bei bestimmten Temperaturen schwer. Extreme Wetterlagen wird es künftig vermutlich häufiger geben. Wir werden darüber sprechen müssen, welche Möglichkeiten das Reglement künftig bieten sollte und wie Veranstalter sowie Teilnehmer damit umgehen können. Aber ich glaube nicht, dass es dafür eine einfache Temperaturgrenze gibt, ab der automatisch jede Veranstaltung abgesagt werden muss.
Was wir nächstes Jahr machen, wissen wir noch nicht. Ein Championat wird es definitiv nicht geben. Auch über andere Programmpunkte denken wir nach und selbstverständlich überlegen wir, wie wir unser finanzielles Risiko künftig verringern können. An unserem Grundgedanken einer gut organisierten Veranstaltung mit vernünftiger Infrastruktur, guter Information und einer ordentlichen Versorgung werden wir aber festhalten. Genauso daran, eben nicht nur die Langstrecken zu bedienen, auch wenn mein Herz dafür schlägt. Das ist unser Konzept – genauso wie andere Veranstalter ihres haben. Den Termin Ende Juni werden wir ebenfalls aus verschiedenen Gründen zunächst beibehalten.
Gruß,
Mareike
"Warum fallen wir? Damit wir lernen, uns wieder aufzurichten!"
Sie wird unvergessen bleiben: Roxette 1997 - 2010
www.thomashofdistanz.de
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