Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Regeln und wie man sie ändern sollte

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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 17 16:07

Beitragvon Jolly » Freitag 17. August 2018, 16:07

Außer Konkurrenz mit TA-Untersuchungen geht nicht, da die Anzahl der Starter pro TA ja festgelegt ist, wenn der TA dann noch weitere Pferde untersuchen muss, wird diese Regelung ad absurdum geführt.

andrea hassel
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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 17 16:12

Beitragvon andrea hassel » Freitag 17. August 2018, 16:12

Außer Konkurrenz = nicht im Wettbewerb befindlich und fällt somit unter Fremde Hilfe...

Andrea
Angekommen ist angekommen ... :biggrin

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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 17 16:23

Beitragvon Sigrun » Freitag 17. August 2018, 16:23

Außer Konkurrenz geht nicht, aber wieso auch nicht in Konkurrenz? Entweder will man Distanzreiten oder halt nicht, auch mit oder auf Handfperd. EFR ab 25km, das ist ein längerer Sonntagsausritt, das sollte schon zu schaffen sein. Und wenn nicht, ist man eben für diesen Sport nicht fit genug und kann auf andere Angebote ausweichen, Rallyes, Orientierungsritte usw. Da ist das mit den Handpferd dann auch nicht so ein Problem.

Hätte ich jemanden, der viel und regelmäßig reitet und fit ist und sein Pferd auch kontrollieren, aber aus irgendeinem Grund nicht allein reiten kann, dann würde ich beim Veranstalter meines Rittes der Wahl fragen, ob ich mit dem Gespann starten darf und mich allen Kontrollen unterziehen wie alle anderen auch.

Wenn es dafür nicht reicht oder ich noch mehr Reiter habe, die Interesse, aber nicht alle Möglichkeiten haben, dann würde ich darum bitten, dass ein Handpferderitt ausgeschrieben wird oder selbst einen Sonderwettbewerb veranstalten.
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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 17 17:27

Beitragvon DrSabine » Freitag 17. August 2018, 17:27

Ich sehe das Problem nicht. Zwei Reiter nennen mit zwei Pferden. Beide haben die entsprechende Qualistufe. Sie starten gemeinsam mit allen anderen bzw. in derselben Gruppe. Der eine Reiter nimmt das Pferd des anderen an einen Führstrick. Und? Nirgends steht, dass das verboten ist. National müssen wir ja noch nicht mal auf dem Pferd sitzen, wir dürfen auch komplett neben her laufen.

Aufpassen müssen die Reiter schon selbst - und starten ggf. schlauerweise nicht grad im Galopp vorneweg.
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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 17 18:32

Beitragvon Sigrun » Freitag 17. August 2018, 18:32

Ich seh schon ein Problem, weil es halt auch extra Handpferderitte gibt und es unterwegs zu Schwierigkeiten führen oder von anderen TN als Erleichterung aufgefasst werden kann, wenn jemand mit Handpferd unterwegs ist. Es wurde daher schon der Start mit Handpferd ohne Reiter auf einem normalen Ritt verboten.

Da es aber im Reglement nicht explizit verboten ist, würde ich vorher beim Veranstalter nachfragen, damit es keinen Ärger gibt. Macht es allen einfacher. Da es ein Fall ist, der nur äußerst selten auftreten dürfte / bisher noch nicht aufgetreten ist / bisher nur so selten aufgetreten ist, dass sich niemand daran erinnert, braucht es dafür auch keine extra Reglementsergänzung, sondern sollte unbedingt dem Ermessen des jeweiligen Veranstalters überlassen bleiben.
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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 18 09:04

Beitragvon Paxi » Samstag 18. August 2018, 09:04

Tja, wenn hier ein Präzedenzfall geschaffen wird und dann alle irgendwie Gehandicapten (Handygekappten?), Weitsichtigen, Farbschwachen bzw. Kartenlegastheniker, Kniegeschädigten oder sonstwie Unterstützungsbedürftigen auf einmal am Bändsel geleitet werden wollen (s. hierzu verschiedene Artikel in der Pistensau zum Thema "Betreutes Reiten"), ... dann muss das Reglement angepasst werden. Vorher reicht bestimmt wohlwollende Unterstützung durch freundliche Veranstalterinnen, RB und Präsidium. (Sich benachteiligt fühlende TN können ja vor den EuGh ziehen.)
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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 18 10:32

Beitragvon Kathy71 » Samstag 18. August 2018, 10:32

"Handygekappte" :lol: *rotfl*
LG, Kathy
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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 19 11:43

Beitragvon schwalbe » Sonntag 19. August 2018, 11:43

Die Vorstellung, dass es eine Erleichterung wäre, wenn man jemanden der Selbständig nicht reiten kann als Handpferdereiter dabei hat erschließt sich mir nun wirklich nicht, 2 Pferde zu kontrollieren, 2 Pferde zu kühlen, 2 Pferde zum Vorstellen, 2 Pferde absatteln und satteln und wenn eines davon rausfällt sind beide ausgeschieden, dazu das einhändige Reiten, wo liegt denn da der Vorteil gegenüber 2 "normale" Reiter starten gemeinsam?
Wenn überhaupt hat der Reiter der auf dem Handpferd sitzt einen Vorteil, aber der kann ja nicht schneller sein als das Führpferd. Nunja, das nennt man in vielen anderen Sportarten Jugendförderung oder auch Inclusion oder Integration.

Das Gefahrenpotential ist in meinen Augen nicht größer als auf einem normalen Handpferderitt oder bei einer normalen Kinderdistanz auf der ein Erwachsener mitreitet. Die Verantwortung liegt, ob nun ein Strick zwischen beiden Reiter ist oder nicht zumindest bei Reitern unter 14 ja ohnehin beim erwachsenen Begeleiter. Würde man als 4er Team nennen, hätte das sogar den zusätzlichen Aspekt, dass niemand auf die Idee käme das Kind einem anderem Reiter anzuvertrauen, wenn das Führpferd oder dessen Reiter ausfällt

Im Grunde ist es für mich nicht mehr relevant, die Reitlehrerin nennt mich eine Glucke, mein jetzt Achtjähriger könne nächstes Jahr auf jeden Fall unsere Stute im Gelände beherrschen, begleiten muss ihn ja ohnehin jemand bis er 14 ist.

Ich bin trotzdem froh, dass das Reglement solche Ideen nicht tot reglementiert und man die Möglichkeit hätte, solche Fragen mit den Veranstaltern zu klären.

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Re: Kinder, Behinderte und andere Reiter auf dem Handpferd

Aug 2018 20 19:06

Beitragvon Sigrun » Montag 20. August 2018, 19:06

schwalbe hat geschrieben:Die Vorstellung, dass es eine Erleichterung wäre, wenn man jemanden der Selbständig nicht reiten kann als Handpferdereiter dabei hat erschließt sich mir nun wirklich nicht,


Manche Pferde laufen besser, wenn sie einen vertrauten Kumpel dabei haben. Manche Reiter kommen besser zurecht, wenn sie mit jemandem zusammen auf die Strecke gehen, mit dem sie sich austauschen können, auch wenn derjenige aus irgendeinem Grund, nicht allein zurecht käme (z.B. ein sehbehinderter Erwachsener)

schwalbe hat geschrieben:2 Pferde zu kontrollieren, 2 Pferde zu kühlen, 2 Pferde zum Vorstellen, 2 Pferde absatteln und satteln und wenn eines davon rausfällt sind beide ausgeschieden, dazu das einhändige Reiten, wo liegt denn da der Vorteil gegenüber 2 "normale" Reiter starten gemeinsam?
Wenn überhaupt hat der Reiter der auf dem Handpferd sitzt einen Vorteil, aber der kann ja nicht schneller sein als das Führpferd. Nunja, das nennt man in vielen anderen Sportarten Jugendförderung oder auch Inclusion oder Integration.


Deshalb kann es sowohl Vor- als auch Nachteil sein. Die anderen Reiter könnten sich benachteiligt fühlen, weil sie z.B. allein mit ihrem schwierigen Pferd klarkommen müssen. Umgekehrt heißt es ja nicht, dass der Reiter auf dem 2. Pferd so gehandicapt ist, dass er gar nichts allein machen kann.

schwalbe hat geschrieben:Das Gefahrenpotential ist in meinen Augen nicht größer als auf einem normalen Handpferderitt oder bei einer normalen Kinderdistanz auf der ein Erwachsener mitreitet.


Handpferderitte werden kaum ausgeschrieben ... Kinderdistanzen unterliegen vollkommen anderen Bedingungen, z.B. 8 Starter, 5 km, keine Begleitritte ist was anderes als 40 Starter, 3 Begleitritte mit noch mal 30 Leuten, sich überschneidende Runden.
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)