Beratung zur Passform ROC

Rund um Sattel, Trense usw.

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sangi02
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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 05 16:39

Beitragvon sangi02 » Samstag 5. Dezember 2015, 16:39

@vögelchen
... daß der sattel zu weit vorn (und/oder zu eng ) ist , kann jeder hier sehen : die faltenbildung an der pferdeschulter spricht bände ...

zu den roc sätteln - sie sollen zwar an die schulter herankommen , dort aber muß der baum "aufmachen" und die schulterbewegung läuft dann in das polster rein quasi ... also unter dem baum durch , so ist es auch auf der hp beschrieben .
Der Kopf ist rund , damit die Gedanken gelegentlich die Richtung wechseln können

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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 05 16:44

Beitragvon Lesley » Samstag 5. Dezember 2015, 16:44

Es ist rein anatomisch nicht möglich, den Sattel komplett weg vom Schulterblattknorpel zu bekommen, wenn man sich mal vor Augen fûhrt, wie weit der SBK in den Rücken reicht.
Ich sehe das Problem eher in zu engen, falsch gewinkelten oder falsch gepolsterten Sätteln.
Es macht mAn eher Sinn, den Sattel weit genug zu machen und auf der Schulter zu platzieren damit die Schulter unter dem Sattel arbeiter und nicht an die Kante stößt.
Zuletzt geändert von Lesley am Sonntag 6. Dezember 2015, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 05 16:52

Beitragvon HenrikeBL » Samstag 5. Dezember 2015, 16:52

Bin vom 20 km Testritt zurück.
Fazit:
Nach einer gewissen Eingewöhnung sitze ich recht gut im ROC. Das war bisher immer auch ein Problem (Wundreiten). Diesbezüglich grüner Haken :-)
Manchmal hatteich das Gefühl nach vorne zu kippen - o.g. Loch hinter der Schulter??
Nun zum Pony: ich habe versucht weit hinten zu satteln. Pony lief gut, locker und fleißig wie immer. Im Stehen/ich saß im Sattel war es unmöglich mit der Hand zwischen Schlter und Sattel zu kommen. Mir war klar: zu eng.
Aber: in der Bewegung/Schritt die Überraschung: meine Hand passte darunter, ich könnte fühlen wie die Schulter zurück kam und nur minimal unter den Sattel glitt (weit hinten gesattelt??).
Das verunsichert mich jetzt doch: lohnt es sich Stefan W. Kommen zu lassen?? Soll ich das Experiment ROC wagen?

Adventsgrüsse
Grüße Henrike


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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 05 19:08

Beitragvon GemmaWay » Samstag 5. Dezember 2015, 19:08

Ja lass Stefan kommen. Stefan prüft die Passform auch in der Bewegung


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Liebe Grüße
Sigrun

:winken

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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 05 20:24

Beitragvon sundance » Samstag 5. Dezember 2015, 20:24

voegelchen hat geschrieben:Wenn ich das jetzt richtig verstehe soll das Schulterblatt bei o.g. Test nicht an die Sattelvorderkante anschlagen?

richtig

Klingt ideal, so stelle ich mich das auch vor. Sehe aber das Problem in der Realität.
A) Gurt häufig nicht mehr auf dem stabilen Brustbein.

sondern??? Wo soll er denn liegen, wenn nicht in der "Gurtlage"?


B) Was hält den Sattel dort? Ja nur die Rutschhemung, da die Schulter breiter ist und der Sattel dann doch wieder dahinter liegt und andotzt?

hmmmm, habe vor ??? Jahren mal gelernt, dass ein gut sitzender Sattel auch ohne Gurt "am Ort" bleibt und kann das bestätigen; ich gurte seit "Neuestem" (also seitdem ich soooo weit hinten sattle) recht locker und NUR so bleibt der Sattel da, wo ich ihn hinlege. Gurte ich zu fest, zieht er sich in der Bewegung nach vorne. Ausserdem geht der Lütte dann shitty.


C) von der reellen Sattelgrößte bei einem nicht-Warmblut ganz zu schweigen... :-(

das sagst Du einer, deren "Pony" (VA, 1,55m und recht kräftig) ein Ultra-Kurz-Rücken-Pimpel ist.




Lesley hat geschrieben:Es ist rein anatomisch nicht möglich, den Sattel komplett weg vom Schulterblattknorpel zu bekommen, wenn man sich mal vor Augen fûhrt, wie weit der SBK in den Rücken reicht.

da muss ich Dir leider, leider, leider widersprechen :wink:


Ich sehe das Problem eher in zu engen, falsch gewinkelten oder falsch gepolsterten Sätteln.

das natürlich auch


Ess

ist das eine neue Rasse?

...macht mAn eher Sinn, den Sattel weit genug zu machen und auf der Schulter zu platzieren damit die Schulter unter dem Sattel arbeiter und nicht an die Kante stößt.

sollte man wirklich keine andere Lösung finden, dann ist das das Mindeste, was zu tun ist.



@HenrikeBL: grundsätzlich möchte ich in allen GAs eine freie Schulter haben und grundsätzlich möchte ich, dass meine Hand in allen GAs locker unter den Sattel schlupfen kann. An was lag es denn Deiner Meinung nach? Rücken weg - Kopf hoch ist ja oft ein Grund. Angespanntsein/Aufgeregtsein (seitens des Pferdes) ein weiterer. Saß der Sattel o ist er verrutscht?

Ansonsten gilt natürlich grundsätzlich: Sattelanpassung in letzter Instanz IMMER in der Bewegung und zwar in allen GAs. Aber man kann durchaus schon im Vorfeld die wichtigsten Paramter "auch so" abklären. Wenn Geld keine Rolle spielt + Du unsicher bist, dann lass' Stefan kommen. Wenn es evtl. ein Thema ist, dann wurschtle ein wenig rum: nimm' z.B. ein Polster mit Schulterausschnitt, oder ganz andere Polster. Ich mag z.B. den Stiftlatex für ROC besonders gerne, gemeinsam mit Abstandsgewebe; das orig. ROC-Polster finde ich etwas ungeeignet :oops:

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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 05 20:48

Beitragvon sundance » Samstag 5. Dezember 2015, 20:48

Mist. jetzt ist mein post weg :evil:

nochmals:

http://www.testa-shop.de/content/welcher-sattel/

http://www.sattel-wissen.com


Die anderen finde ich auf die Schnelle nicht bzw. sie lassen sich tw. nicht mehr öffnen?

edit:

http://www.passier.com/fileadmin/downlo ... 260215.pdf nur überflogen + trotzdem einige wichtige Hinweise gefunden
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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 06 09:57

Beitragvon babara » Sonntag 6. Dezember 2015, 09:57

Bei der Frage wo und wie ein Sattel liegen muss, muss man zu allererst die Bauart bzw. die Form des Baumes berücksichtigen.

Es gibt Trachtensättel (z. B. Militärsättel, Westernsättel, und einige (ältere) ROC-Sätte.
Diese müssen bauartbedingt über der Schulter gesattelt werden. Wichtig dabei ist, dass sie vorne gut aufmachen, damit sie nicht auf die Schulter drücken.
Dieses System hat sich über Jahrzehnte für viele Einsatzbereiche bewährt, über lange Strecken und viele Stunden - sowohl beim Militär als auch bei den Cowboys.

Dann gibt es Sättel ohne verlängerte Trachten (z.B. Dressursättel, ROC-Sättel aktueller Bauart oder auch der Sommer Spirit).
Diese Sättel müssen bauartbedingt hinter der Schulter gesattelt werden, wobei auch hier wichtig ist, dass die Schulter Platz hat sich zu bewegen.

Manche Pferde laufen mit dem einen System besser, andere mit dem anderen.

Ich selber habe und hatte mehrere ältere ROC im Einsatz, alle mit vorne verlängerten Trachten, sowohl mit dem alten Podium-Kunsstoffbaum als auch mit dem Rieser-Holzbaum. Ich bin mit den Sätteln EFR und KDR gegangen sowie mehrtägige Wanderritte (bis zu 7 Tagen, bis zu 45km pro Tag). Ebenso mit meinem Westernsattel. Mit meinen Pferden und für meinen Einsatzzweck hat dieses System funktioniert.

Mittlerweile hat ROC die Baumform umgestellt. Sie entspricht eher der eines Sportsattels, ohne verlängerte Trachten.

Der von der Thread-Erstellering gepostete Sattel scheint ein älteres Modell zu sein, so wie es für mich aussieht noch mit dem Kunststoffbaum von Podium. Er müsste also über der Schulter gesattelt werden und wenn er da zu eng ist, dann passt er nicht.
Zuletzt geändert von babara am Sonntag 6. Dezember 2015, 10:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 06 10:00

Beitragvon Lesley » Sonntag 6. Dezember 2015, 10:00

sundance hat geschrieben:
Lesley hat geschrieben:Es ist rein anatomisch nicht möglich, den Sattel komplett weg vom Schulterblattknorpel zu bekommen, wenn man sich mal vor Augen fûhrt, wie weit der SBK in den Rücken reicht.

da muss ich Dir leider, leider, leider widersprechen


Wie groß ist denn deiner Meinung nach der SBK?
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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 06 10:16

Beitragvon babara » Sonntag 6. Dezember 2015, 10:16

Beispiele:

Vollblutaraber-Wallach Jaipur mit Dressursattel - hinter der Schulter gesattelt.
Jaipur_2015-03-05_29.jpg


Gleiches Pferd mit Westernsattel - über der Schulter gesattelt.
Jaipur_2015-02-28_11.jpg


Würde ich den Dressursattel weiter vorne satteln, würde er klemmen.
Würde ich den Westernsattel weiter hinten, hinter der Schulter satteln, dann würde er nach vorne abkippen, der Gurt wäre in der Mitte vom Bauch und das Ende des Sattels auf der Kruppe.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 06 10:19

Beitragvon voegelchen » Sonntag 6. Dezember 2015, 10:19

Mh ich denke der Dressur sattel wird in der Phase der Schulterrotation wenn das Vorderbein vorgeführt wird mit dem Schulterblatt (knorpel) kollidieren. Oder wie sehen die anderen das?

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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 06 12:51

Beitragvon HenrikeBL » Sonntag 6. Dezember 2015, 12:51

[/color][/quote]


@HenrikeBL: grundsätzlich möchte ich in allen GAs eine freie Schulter haben und grundsätzlich möchte ich, dass meine Hand in allen GAs locker unter den Sattel schlupfen kann. An was lag es denn Deiner Meinung nach? Rücken weg - Kopf hoch ist ja oft ein Grund. Angespanntsein/Aufgeregtsein (seitens des Pferdes) ein weiterer. Saß der Sattel o ist er verrutscht?

Ansonsten gilt natürlich grundsätzlich: Sattelanpassung in letzter Instanz IMMER in der Bewegung und zwar in allen GAs. Aber man kann durchaus schon im Vorfeld die wichtigsten Paramter "auch so" abklären. Wenn Geld keine Rolle spielt + Du unsicher bist, dann lass' Stefan kommen. Wenn es evtl. ein Thema ist, dann wurschtle ein wenig rum: nimm' z.B. ein Polster mit Schulterausschnitt, oder ganz andere Polster. Ich mag z.B. den Stiftlatex für ROC besonders gerne, gemeinsam mit Abstandsgewebe; das orig. ROC-Polster finde ich etwas ungeeignet :oops:

LG[/quote]


Das Pony war nicht aufgeregt, stand mit waagrechtem Hals -> Hand passte nicht zw Sattel und Schulter.
Im Schritt/Trab konnte ich meine Hand zur Hälfte "mit Gewalt" reinschieben.

Als Polster sind eine Art festere Gummimatte eingelegt. Habe ich noch nie gesehen, erscheinen mir nicht original.
Da es sich um einen Leihsattel handelt, den ich evtl kaufen will, ist ein Experimentieren mit Polster än nicht möglich, da nicht vorhanden.

Mir stellt sich halt grundsätzlich die Frage, ob es sich lohnt S.W. zu bestellen oder ob der Sattel auf Grund der Baumbeschaffenheit überhaupt nicht anpassbar ist..,,
Grüße Henrike


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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 06 13:03

Beitragvon Lesley » Sonntag 6. Dezember 2015, 13:03

voegelchen hat geschrieben:Mh ich denke der Dressur sattel wird in der Phase der Schulterrotation wenn das Vorderbein vorgeführt wird mit dem Schulterblatt (knorpel) kollidieren. Oder wie sehen die anderen das?


Sehe ich auch so.



Man könnte ja sagen, dass es beim Dressursattel nicht anders geht. Dann stellt sich die Frage, ob Dressursättel nicht eine Fehlentwicklung sind?
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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 06 13:56

Beitragvon UlliLewiss » Sonntag 6. Dezember 2015, 13:56

Schmeisse mal hier ein Link zu der Sattlerei Gaston Mercier rein und deren Ansatz korrekt zu satteln. (weiter runter scrollen) http://www.gaston-mercier.com/en-gb/D%C ... a-sellerie
Ich kenne das Problem besonders gut da meine Vollblüterin sehr ausgeprägte Schultern hat die sehr weit nach hinten reichen aber die Rippenwölbung recht steil ist und somit die Sattellage schmal (von oben gesehen ist der Schulterbereich deutlich breiter wie der Rücken). Ich habe schon sehr viele Sättelmodelle ausprobiert und musste feststellen dass sämtliche Sättel die auf der Schulter oder zu nah daran gesattelt werden gnadenlos nach hinten geschoben werden, egal wie stramm der Gurt ist. Abhilfe würde nur ein Vorderzeug schaffen... aber ist das Sinn der Sache? Das Problem ist aber dass die Sattellage dazu noch sehr kurz ist, also muss der Sattel entweder recht kurz sein und relativ weit von der Schulter gesattelt werden oder die Pannels müssen so weit aufmachen dass die Schulterblätter etwas drunter gleiten können sonst gibt es zu viel Druck auf die LWS bzw die starke Kruppe schiebt den Sattel wieder nach vorne gegen die Schulterblätter. Der ROC ging bei uns dehalb garnicht. :(
Viele Grüße,
Steffi

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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 07 10:30

Beitragvon sundance » Montag 7. Dezember 2015, 10:30

voegelchen hat geschrieben:Mh ich denke der Dressur sattel wird in der Phase der Schulterrotation wenn das Vorderbein vorgeführt wird mit dem Schulterblatt (knorpel) kollidieren. Oder wie sehen die anderen das?

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sehe ich absolut genau so!

@Lesley: i-wie verstehe ich Deine Frage gerade nicht so ganz!? Was möchtest Du konkret wissen????

@Barbara: 1. die von Dir genannten Cowboys kaufen einen Sattel, der auf IHRE persönlichen Bedürfnisse angepasst ist und nicht auf die der Pferde. Dieser Sattel begleitet sie ein Leben lang und wird oft an die Nachkommen "vererbt". 2. die Cowboy-Pferde müssen damit zurecht kommen, und zwar um jeden Preis. 3. der Cowboy wechselt seinen reitbaren Untersatz wie andere ihre Socken, so dass mögliche Schädigungen durch falsch sitzende Sättel oft gar nicht erst augenscheinlich werden. 4. sollte Pkt. 3. dennoch der Fall sein, wird "der Gaul" entweder in der Wüste ausgesetzt oder gleich für das nächste BBQ vorbereitet......

.......... sagt eine, die viele Jahre in unterschiedlichen Bundesstaaten der USA gelebt hat, bei/für Cowboys gearbeitet hat, und in einer Texanischen Sattlerei, die ausschließlich für Cowboys Sättel produziert hat, mitwirken durfte :wink:

@all: mein lange Zeit offensichtlich zu weit vorne gesattelter ROC mit Rieser Baum wurde i.d. Bewegung interessanter Weise meistens noch weiter nach vorne befördert. WIE das ging, hat sich mir bis heute nicht sicher erschlossen, aber ich vermute Folgendes: Sattel etwas zu weit vorne - dadurch hinten etwas zu "steil" in den Rücken gehend - dadurch durch Bewegung besserer "Ansatzpunkt", welche dann dazu führte, dass es den Sattel weiter vor schob!?

Seitdem ich den Sattel deutlich hinter der Schulte sattle und sehr locker gurte, sitzt er wie angegossen und dat Pony läuft wirklich schön - es sei denn er fühlt sich gerade mal wieder wie Fred Feuerstein :twisted:
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Re: Beratung zur Passform ROC

Dez 2015 07 10:39

Beitragvon voegelchen » Montag 7. Dezember 2015, 10:39

Lesley hat geschrieben:
voegelchen hat geschrieben:Mh ich denke der Dressur sattel wird in der Phase der Schulterrotation wenn das Vorderbein vorgeführt wird mit dem Schulterblatt (knorpel) kollidieren. Oder wie sehen die anderen das?


Sehe ich auch so.



Man könnte ja sagen, dass es beim Dressursattel nicht anders geht. Dann stellt sich die Frage, ob Dressursättel nicht eine Fehlentwicklung sind?

Ich weiß nicht ob das auf den Dressur Sattel allein zutrifft. Würde ich oben gezeigten Sattel weiter zurück legen um eben den Abstand von der Schulter zu behalten - aus welchem Grund sollte er da bleiben?

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