Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Rund um Sattel, Trense usw.

Moderatoren: bettina, distanzcheck, sundance, Sepia, Moderator

Benutzeravatar
ka.ori
Super Poster
Super Poster
Beiträge: 127
Registriert seit: Mittwoch 6. Juni 2012, 07:07
Status:
Offline

Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Feb 2018 28 08:26

Beitragvon ka.ori » Mittwoch 28. Februar 2018, 08:26

Hallo beinander!

Mal wieder was Neues :).... nein das alte leidige Sattelthema!
Welchen verstellbaren Sattel könnt ihr mir für meine VA-Stute noch empfehlen. Hatten schon drei Roc, immer dasselbe Problem, dass der Sattel leicht nach hinten kippelt (Schwerpunkt dann im hinteren Bereich), Stefan war ca 5x bei uns. Equiscan und somit der Kieffer Trail ausgeschlossen. Eine Sommersattlerin hat mir auch abgeraten, sie meinte, ich wäre bei schiefen Pferd mit dem enormen Widerrist bei Roc besser aufgehoben (??). Equiflex Continental passt laut Equiscan auch nicht. Im Moment ist sie völlig untrainiert wegen OP von mir, würde aber gerne jetzt bald wieder mit Bodenarbeit und Longieren anfangen und danach mit Distanztraining für kleine Ritte.
Sommer würde mich ja am meisten jucken, jemand noch einen Tip?
VlG aus Verzweiflungshausen ;)

Benutzeravatar
Faesschen
Schnellschreiber
Schnellschreiber
Beiträge: 809
Registriert seit: Sonntag 8. Februar 2004, 13:55
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 28 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Feb 2018 28 09:19

Beitragvon Faesschen » Mittwoch 28. Februar 2018, 09:19

Gleich vorab, bin alles andere, als ein Sattelprofi.

Aber so aus dem Gelesenen: viel bzw. weit in den Rücken reichender Wiederrist", Araber, verstellbar ...

Ich habe seit fast zwei Jahren einen Butterfly (Michael Putz VS) ... der ist zwar nicht verstellbar, hat aber einen durch Scharniere flexiblen Sattelbaum.
Wie immer und überall gibt es natürlich auch Stimmen dagegen ... einige finden, das der Sattel zu weit hinten gesattelt wird - scheint aber mehr ein optisches Problem zu sein, denn ich meine, das ich "wie immer" sattel. Einige mögen das sehr weit in den Sattel geformte vorderzwiesel nicht ... usw.

Vielleicht hast du einen guten Berater in der Nähe ... die Beraterin, die bei mir war, fand ich sehr kompetent ... hat sich sehr ausführlich nach meinen Bedürfnissen beim Distanzreiten erkundigt und da auch noch gute Ideen beigesteuert.

Fazit: bestimmt nicht für jeden das richtige, aber auf jeden Fall einen Versuch wert :wink:

Cisco
Super Poster
Super Poster
Beiträge: 99
Registriert seit: Freitag 11. Februar 2005, 16:21
Hat sich bedankt: 2 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Feb 2018 28 11:05

Beitragvon Cisco » Mittwoch 28. Februar 2018, 11:05

Ich habe zum Übergang für mein Pummelpony (vieeeeellll zu dick, seeeeehr ausgeprägte Schulter) einen Fellsattel in Benutzung
Auch hier kann man drüber streiten. Aber wir sind super zufrieden, auch inkl. Steigbügel u. konnten nun damit etliche KG abnehmen, Kondition u. Muskeln anständig aufbauen.
Für den Kaltblüter - Jungspund nutze ich noch einen Christ Iberica ohne Steigbügel aber mit Polsterbarer Grandeursatteldecke
Pummelpony läuft mit Grandeur Endurance inkl. Steigbügel u. polsterbarer Grandeurdecke

Vllt. eine Option zum "anfang"?
Wähle dein Pferd, wie du einen Freund wählen würdest, den du sollst es lieben. Und wie du einen Freund nur unter den Vornehmsten und Besten wählen würdest, so wähle dein Pferd.
Du sollst es im Geiste vor dir sehen, bevor du es zu deinem machst

Benutzeravatar
Sigrun
ForenGuru
ForenGuru
Beiträge: 2799
Registriert seit: Sonntag 8. Februar 2004, 09:19
Hat sich bedankt: 117 Mal
Danksagung erhalten: 148 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Feb 2018 28 13:29

Beitragvon Sigrun » Mittwoch 28. Februar 2018, 13:29

Wenn Du schon Equiscan-Daten hast, könntest Du doch bei Sommer oder Rieser direkt anfragen, ob sie etwas zu den Daten Passendes haben, statt dich auf bestimmte Modelle zu beschränken?
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sigrun für den Beitrag:
Cisco (Mittwoch 28. Februar 2018, 13:50)
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)

Benutzeravatar
VA-Reiterin
Newbee
Newbee
Beiträge: 18
Registriert seit: Donnerstag 1. Februar 2018, 16:10
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Feb 2018 28 14:09

Beitragvon VA-Reiterin » Mittwoch 28. Februar 2018, 14:09

Also ich habe ähnliches Problem, auch schiefer verspannter VA. Viele Sättel durch, Probleme kamen meist immer spätestens nach einem halben Jahr richtig durch. Allerdings haben wir das Problem, dass bei uns alle Sättel nach vorn fallen und auf die Schulter/Trapezmuskel drücken. Flexbaum Westernsattel, dann Continental Equiflex Distanz, dann verstellbarer Deuber El Campo short, übrigens alle immer von Fachleuten anprobiert und gepolstert. Jetzt habe ich einen Sommer Spirit vom Sattler auf den Rücken anpassen lassen nach einem halben Jahr hängt er wieder nach vorn. Wurde aber jetzt von vorn aufgepolstert und liegt wieder gerade. Meine letzte Hoffnung nun ist ein baumloser Torsion, den ich gerade getestet habe, allerdings liegt mir hier noch keine Langzeiterfahrung vor. Pferd läuft aber bisher sehr gut drunter und ich habe erstmals das Gefühl gerade auf den Pferd zu sitzen.

Benutzeravatar
Sigrun
ForenGuru
ForenGuru
Beiträge: 2799
Registriert seit: Sonntag 8. Februar 2004, 09:19
Hat sich bedankt: 117 Mal
Danksagung erhalten: 148 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Feb 2018 28 15:28

Beitragvon Sigrun » Mittwoch 28. Februar 2018, 15:28

VA-Reiterin hat geschrieben:Allerdings haben wir das Problem, dass bei uns alle Sättel nach vorn fallen und auf die Schulter/Trapezmuskel drücken.


Guck Dir mal an, wie Dein Pferd im Schritt geht. Gut möglich, dass es die Hüften nicht wechselseitig absenkt, sondern seitlich vor und zurückschiebt. Wenn das der Fall ist, schiebt das Pferd mit jedem Schritt jeden Sattel tendenziell nach vorn.
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)

Benutzeravatar
Yvonne
Moderator||Moderatorin
Moderator||Moderatorin
Beiträge: 4523
Registriert seit: Samstag 7. Februar 2004, 13:13
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 27 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Feb 2018 28 16:28

Beitragvon Yvonne » Mittwoch 28. Februar 2018, 16:28

Als erstes stellt sich mir die Frage, warum ist das Pferd so schief? Gab es da eine alte Verletzung oder ist es die natürliche Schiefe, weil das Pferd untrainiert ist?

Wenn die Suche nun hauptsächlich an der Schiefe scheitert, dann würde ich zuerst daran arbeiten, diese Schiefe zumindest größtenteils zu beheben durch gezieltes Training.

Ansonsten würde ich versuchen, ob man nicht anhand der Equiscan-Daten was passendes finden kann?
Ponys sind Charaktersache!
Dressur-, Spring- und Distanz-Pony-Besitzerin

Benutzeravatar
sundance
Moderator||Moderatorin
Moderator||Moderatorin
Beiträge: 3447
Registriert seit: Mittwoch 6. Oktober 2004, 20:14
Hat sich bedankt: 13 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Feb 2018 28 17:09

Beitragvon sundance » Mittwoch 28. Februar 2018, 17:09

Warum (Ursache) ist das Pferd denn schief? Kannst Du nichts dagegen tun?

Ansonsten: baumlos (Freeform oder Torsion) oder Prestige Trekker (M oder RR; nicht jedoch den Land). Diese Sättel sind für "solche" Probleme gut geeignet.
Es gibt Pferdemenschen und Menschen mit Pferden

Paxi
Schnellschreiber
Schnellschreiber
Beiträge: 957
Registriert seit: Dienstag 31. Januar 2012, 13:32
Danksagung erhalten: 26 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Mär 2018 01 07:46

Beitragvon Paxi » Donnerstag 1. März 2018, 07:46

Wenn es sich um eine vorübergehende (also duch Reiten korrigierbare) Schiefe handelt, könntet Ihr es mit Supracor-Pad bzw. Einlage versuchen. Falls dann noch nötig, mit einem keilförmigen passenden Stück Schaumstoff o.ä. unterfüttern, bis Schiefe oder Abkippen verbessert sind. Mit Supracor haben es die hohen Widerriste meist leichter als mit (manchen?) Baumlosen.

Benutzeravatar
ka.ori
Super Poster
Super Poster
Beiträge: 127
Registriert seit: Mittwoch 6. Juni 2012, 07:07
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Mär 2018 01 11:47

Beitragvon ka.ori » Donnerstag 1. März 2018, 11:47

Es ist natürliche Schiefe der Stute. Wenn ich sie dösen sehe, wird mir manchmal ganz anders. Wir arbeiten schon immer sehr an der Schiefe, habe jetzt auch mit Equikinetic angefangen bzw. jetzt mal ausgesetzt und fangen dann wieder an.
Paxi, meinst Du mit Supracor das Pad für hohe Widerriste??

Benutzeravatar
ka.ori
Super Poster
Super Poster
Beiträge: 127
Registriert seit: Mittwoch 6. Juni 2012, 07:07
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Mär 2018 01 11:49

Beitragvon ka.ori » Donnerstag 1. März 2018, 11:49

Prestige Trekker hätt ich jetzt ein Probereiten können..... leider war ich da lediert, oh no!

Benutzeravatar
sundance
Moderator||Moderatorin
Moderator||Moderatorin
Beiträge: 3447
Registriert seit: Mittwoch 6. Oktober 2004, 20:14
Hat sich bedankt: 13 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Mär 2018 01 12:01

Beitragvon sundance » Donnerstag 1. März 2018, 12:01

ich trenne mich von meinen beiden Prestige Trekkern (vorzugsweise vom M + evtl. auch/oder vom RR), falls das ernsthaft für Dich in Frage kommt.

VG
Es gibt Pferdemenschen und Menschen mit Pferden

Benutzeravatar
annie_go
High Poster
High Poster
Beiträge: 280
Registriert seit: Montag 24. Dezember 2007, 08:09
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Mär 2018 01 13:13

Beitragvon annie_go » Donnerstag 1. März 2018, 13:13

Ka.ori welche roc Sättel hast du schon ausprobiert? Ich würd gern wissen was ich auch evtl. ausschließen kann.
Habe ein ähnliches Exemplar...R15/34 zu schmal an der Schulter und rutscht nach hinten. Aber welche Probleme merkst du am Sattel bezüglich der Schiefe?

Benutzeravatar
polldi
ForenGuru
ForenGuru
Beiträge: 2146
Registriert seit: Montag 19. September 2011, 14:09
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 57 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Mär 2018 01 16:38

Beitragvon polldi » Donnerstag 1. März 2018, 16:38

Schief und Baumsattel funktioniert m.M. fast nie.

Paxi
Schnellschreiber
Schnellschreiber
Beiträge: 957
Registriert seit: Dienstag 31. Januar 2012, 13:32
Danksagung erhalten: 26 Mal
Status:
Offline

Re: Das leidige Sattelthema; schiefes Pferd, weit in Rücken reichender Widerrist

Mär 2018 02 08:27

Beitragvon Paxi » Freitag 2. März 2018, 08:27

Zu Supracor: Kannst Du sowohl als "entdampfendes " Abstandsgewebe, als auch zur Dämpfung sowie zum Ausgleich einer unregelmäßigen Sattellage nutzen. Ich nutze es vorzugsweise im Winter, wenn die Bemuskelung sich gegnüber den Vielreitzeiten verändert. Gute Dienste tat es, als mein Pferd infolge von Verspannungen ungleiche Schultern (die ebenso ungleich den Sattel nach hinten schieben wollten) entwickelt hatte.

Wo zeigt sich denn die Schiefe eurer Pferde? Interessant vielleicht im Zusammenhang mit dem Aspekt "natürliche Schiefe": Bernhard Grzymek hat einmal eine interessante Arbeit veröffentlicht, in der er zu dem Schluss kam, dass es die kaum gibt - bei noch ungerittenen Pferden. Meist sind wir dafür verantwortlich. Allerdings: Lage im Uterus (bes., wenn´s dort eng ist/wenig Raum zu Lageveränderung gegeben) soll schon mal Auswirkungen haben können; und natürlich: Verletzungen im Fohlen-/Jungepferdealter, die vielleicht gar nicht richtig wahr- oder ernst genommen werden, aber Spätfolgen haben. Lohnenswert ist es sicher in jedem Fall, den genauen Ort der Schiefe zu bestimmen. Wobei der Ort Ursache nicht genau mit dem Erscheinungsbild übereinstimmen muss.