Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

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sundance
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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 09:04

Beitragvon sundance » Sonntag 12. November 2017, 09:04

wie wird das Pferd denn gehalten? Box und wenige Std. (wenn überhaupt) Auslauf oder großer O-stall auf riesigen Flächen mit unterschiedlichen Böden und viel Bewegungsanreiz?

Käme ein Stallwechsel evtl. in Frage. Wenigstens etwas näher an gutes Ausreitgelände?

Gerne möchte ich mich dem o.g. anschließen. Das Pferd sollte schon gewohnt sein, auf unterschiedlichen Böden zu laufen, längere Strecken am Stück zu absolvieren, ebenso, längere Strecken zu traben/galoppieren. Wenn es das nicht kennt, wirst Du u.U. schon bald Probleme bekommen. Die Sehnen und Bänder können da anfällig sein. Desweiteren fällt mir folgendes ein: unter Berücksichtigung, dass das Dressur- und Springpferd eher kurze, kräftige Muskeln braucht und das Distanzpferd eher lange, flache bin ich skeptisch, ob das, was Du vorhast, langfristig für Deine Stute sooooo gut ist?

Wenn Du dich zu Distanzritten bewegen kannst, kannst Du dann an den WEs nicht i-wo hin, wo Du lange, ausgedehnte Geländeritte unternehmen kannst?
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Karima
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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 09:08

Beitragvon Karima » Sonntag 12. November 2017, 09:08

@ Claudi- die meisten Leute haben gar keinen Platz auf dem Anhänger, weil der halbe Hausstand mit muss :mrgreen:
Reiten macht Spaß - viel reiten macht viel Spaß :lol:
LG Doro

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 10:19

Beitragvon Noell » Sonntag 12. November 2017, 10:19

Stimmt, ich vergaß :-)

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 13:10

Beitragvon Leasusanne » Sonntag 12. November 2017, 13:10

Hallo! Ich komme auch aus dem Ballungsgebiet, NRW , Düsseldorf. Als Jugendliche war es für mich vollkommen normal, mir neue Reitgebiete zu erschließen, indem ich Mitte durch die Stadt geritten bin, um dorthinzukommen. OK, Stall lag in Ratingen, aber von Düsseldorf bis jenseits von Duisburg haben wir alles abgeritten. Morgens 25 km zum Turnier geritten, mehrere Prüfungen, abends heim. Eugentlich war ich damals schon Distanzreiter, wusste das nur nicht. Ich will sagen es gibt Wege, wenn Du die suchst.
Jetzt weiß ich weder WO Du wohnst, noch die Familien und finanzielle Situation. Eins ist klar- ohne mal eine längere Strecke zu reiten geht es nicht. Sei es Du reitest vom Stall los, hast nach 15 km Gelände was sich solches nennen kann, und reitest dann noch 20 km weiter. Dann übernachten, wenigstens das Pferd, und am nächsten Tag zurück. Oder besser noch einen Tag da reiten, dann zurück. Brauchst FU logistisch wenig für. Das nächste ist: Du brauchst ein Zugfahrzeug, da geht nix drumrum. Einen Anhänger kann man sich leihen, kostet meist 50€ am WE, es gibt offizielle Anhängerverleiher. Scheint teuer, aber ein eigener ist teurer. Also einladen, hin fahren wos schön ist und 2 Tage dort reiten. Das 2x im Frühjahr, besser mehr, dann läuft es, und ist auch fair für Dein Pferd. Beschlag mit Duplos oder nimm Schuhe, dann evtl auch mal auf Asphalt traben.
Stallwechsel wäre nicht blöd, wenn es was adäquates gibt. Du musst halt lernen. Prioritäten zu setzen. Wenn Du alles so lässt wie es ist, vergiß das Distanzreiten.
Ich selbst bin damals umgezogen und habe die Stadt weit hinter mir gelassen. Das war für mich die einzige Lösung.
Zusammengefasst: optimiere Dein Training mit den vorhandenen Gegebenheiten, und entwickele Dich in die Richtung, die Du willst.
Aus der Komfortzone musst Du Dich rausbewegen.
Alles Gute, Susanne

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 19:00

Beitragvon Lesley » Sonntag 12. November 2017, 19:00

Auch Zugfahrzeug kann man sich leihen. ;)
"Mistakes are the proof that you are trying."

LDR bis 110 km - 1950 km i.d.W.

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 19:48

Beitragvon Sabine2016 » Sonntag 12. November 2017, 19:48

Ich hatte bereits im Eingangspost geschrieben, daß ich mir durchaus Leihwagen und Mietanhänger nehmen um zum Beispiel an den Arabershows teilnehmen zu können. Das das also "geht" weiß ich aus praktischer Erfahrung. ;)

Ein Umstallen kommt für mich nicht in Frage, da mein Herz an der Dressur liegt und im Frühjahr auch wieder springen. Auf der Anlage wo ich stehe sind grade mal nur 3 Reiter, die sich auch noch auf den Tag verteilen, so das man sich durchaus auch wochenlang mal nicht in der Halle oder dem Reitplatz begenet. Das gebe ich nicht auf. ;)

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 20:02

Beitragvon schwalbe » Sonntag 12. November 2017, 20:02

Hm, wie schon gesagt, ich weiß nicht wie die Rittstrecken in Norddeutschland sind, aber ein Pferd das Traben und Galoppieren praktisch nur auf Reitplatzboden trainieren kann, mit auf einen Distanzritt zu nehmen finde ich gewagt. Hier zumindest undenkbar. Da sind Sehnenverletzungen und andere vorprogrammiert. Das kann ein paar Ritte gut gehen oder eben auch nicht.
Natürlich kann sich jedes Pferd verletzen, egal wie sorgfältig es auf die Ritte vorbereitet wird, aber die Wahrscheinlichkeit ist bei einem derart unerfahrenem Pferd-und Reiterpaar eben höher.

Hier wäre das wie wenn jemand im Fitnessstudio auf so einen feststehenden Rad trainiert. Der kann topfit sein, aber er käme nicht auf die Idee zum Mountainbiken zu gehen.

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 21:02

Beitragvon araberbirgit » Sonntag 12. November 2017, 21:02

Ich gebe Schwalbe recht....es ist schon ein Unterschied "nur" in der Halle oder auf dem Platz zu reiten oder lange Strecken mit "Umwelt" und unterschiedlichen Böden, die auch mal rutschig /steinig sind. Da muß ein Pferd teilweise mehr in der Balance sein, als auf einem geradegezogenen Reitplatz/Halle. Hört sich an, wie Wilhelmshaven und Umgebung. Hab da früher auch gewohnt und bin sage und schreibe 60 km zum Training gefahren (Südoldenburg) oder damals regelmäßig auch in den jeverschen Forst oder Uplengen. Reitgelände gibt es dort (Wilhelmshaven/Butjadingen/Nordenham) nicht ! (Obgleich ich direkt am Deich /Voslapp gewohnt habe). Ich würde das Pferd auf jeden Fall umstellen (ICH !!) -denn nur Platz wäre mir zu öde und auf jeden Fall nichts zum Distanzen trainieren. Und ich würde mich in jedem Fall mit Zugfahrzeug und Anhänger unabhängig machen....allein schon, wenn kurzfristig mal ein Klinikaufenthalt angesagt sein sollte .... das können entscheidende Minuten sein bis man Leute mit Verleihauto und Anhänger erreicht hat/vor allem mitten in der Nacht !

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 12 22:37

Beitragvon Sabine2016 » Sonntag 12. November 2017, 22:37

Ich weiß jetzt wirklich nicht, wie ihr meint, ich würde ausschließlich auf einem glatt gezogenem Reithallen/Reitplatzboden reiten würde ?

Ja, mir stehen zwei Reithallen und diverse Reitplätze zur verfügung, der bei mir auf der Anlage ist zum Beispiel ein reiner Naturboden. Also bei Nässe durchaus mal nur zum Schritt reiten geeignet. Der auf der größeren Reitanlage gegenüber natürlich penibler gepflegt. Die 900 m lange "Rennbahn" hat auch naturboden und wird nicht gezogen.

Unsere (leider nur 5,5 km lange) "Ausreitstrecke" hat Asphalt, Schotter als auch Waldboden zu bieten. Diese Runde reite ich durchaus 2 mal.

Wenn es kein Dauerregen gibt, nutze ich auch die Zeit, wochenlang die Stoppelfelder etc in allen Gangarten zu nutzen. Lege auch durchaus eine Dressurstunde raus aufs Stoppelfeld.

Ansonsten, wenn Bodenverhältnisse nicht katastrophal sind, geht es durchaus auch mal mit einer Freundin zum Geländetraining. Nicht für Distanzen - eher Vielseitigkeitstraining. Auch dort geht es durchaus (künstlich angelegte) Hügel rauf und runter in unterschiedlichen Galopptempis.

Also ich glaube, an "Bodenbeschaffenheiten" sehe ich schon zu, das mein Pferd unterschiedliche Untergründe hat.

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 13 06:57

Beitragvon schwalbe » Montag 13. November 2017, 06:57

Naja, wir können an Trainings- und Haltungsbedingungen (ich glaube, dazu wissen wir noch nichts? Weide? Box? Offenstall?) ja nur das beurteilen, was du uns erzählst. Bisher hatte es sich für mich so angehört, als wäre außerhalb der Reitanlage nur Schritt möglich und Verladen um woanders zu reiten nicht machbar.

Wenn es so ist wie in deinem letzten Post beschrieben, und du regelmäßig draußen lange Strecken traben kannst, dann steht einem 40 er wohl nichts im Wege. Es würde wohl Sinn machen, sich so wie vorher wie jemand anderes beschrieben hat, über die Streckenlänge heran zu tasten, quasi über die Ritte zu trainieren, z.b im Frühjahr nochmal 26 km, dann 30km, 35, 40...

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Re: Von 26 km auf 40 km - überschätze ich mich ?

Nov 2017 13 10:52

Beitragvon myriell » Montag 13. November 2017, 10:52

Für mich liest es sich, als würdest du dir sehr viele Gedanken um das Wohlbefinden deines Pferdes machen. Solltest du also einen 40km Ritt nennen - niemand zwingt dich, diesen Ritt auch komplett zu reiten. Solltest du an irgendeinem Punkt das Gefühl haben, dass du dein Pferd wohlmöglich überforderst oder selbst überfordert bist, kannst du den Ritt jederzeit abbrechen oder einen Gang runter schalten. Du kannst in der Pause zurückziehen oder du steigst ab und führst dein Pferd eine Weile oder sogar bis zum Camp.

Solltest du zum Saisoneinstieg nochmal einen kürzeren Ritt reiten, trainiert dieser dein Pferd natürlich auch bereits für einen 40km-Ritt. Ich habe dieses Jahr, nachdem wir letztes Jahr komplett aussetzen mussten und mehrere Monate Zwangspause hatten, zwischen den einzelnen Ritten kaum noch distanzspezifisch trainiert. Außerdem kann ich Urlaub mit dem Pferd sehr empfehlen - Wanderritte sind beispielsweise ein super Training, besonders auch für die längere Rittdauer.

Ich kenne weder dich, noch dein Pferd, aber denke, dass der Sprung von 26km auf 40km realistisch ist.

Sabine2016 hat geschrieben:So komme ich in einer Dressurstunde (60) mit vorherigem Schrittreiten vielleicht mal grade gut auf 9 km.


"Kringelreiten" kann man kaum sinnvoll mit GPS tracken. Je schneller man reitet, desto mehr kürzt das GPS jede Kurve ab, da es nunmal nur in einem bestimmten Intervall einen Messpunkt setzt und die Messpunkte durch gerade Linien miteinander verbindet. Zusätzlich macht die Messungenauigkeit viel mehr aus als auf "geraden" Strecken. Solltest du in diesen 60min fast hauptsächlich traben und galoppieren, dürftest du weiter kommen als 9km, da deine Durchschnittsgeschwindigkeit vermutlich höher ist als 9km/h. Allerdings trainierst du beim Dressurtraining teilweise eine andere Muskulatur als beim distanzspezifischen Training.