In einer höheren Klasse starten oder nicht?

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Paxi
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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 08:44

Beitragvon Paxi » Mittwoch 20. Juli 2016, 08:44

@ misfit: Komm zu uns, da guckt keiner schief! Alle Feuerkreisritte und viele andere auch gehen mit den achtsam Reitenden gut um, früher wurden auf dem einen oder dem anderen Ritt die Letzten mit Fackeln ins Ziel geleitet.

Altes Thema: Wie lange kurze Strecken gehen, wenn doch die langen das Ziel sind? Anwort: Von gar nicht bis ein, zwei Jahre; je nachdem, wie der Trainingszustand sich entwickelt. Nicht nur beim Pferd, meist sind es die Reiter_innen, die noch an ihrer eigenen Ausdauer arbeiten. Und oft erkennen, dass das Pferd ihnen da weit voraus ist.

Ein Siebenjähriger, der nicht zu Aufregung neigt, drei Jahre regelmäßig geritten ist, im Gelände dort, wo es (für ihn!) ungewohnt u./o. schwierig wird, noch achtsamer als sonst gesteuert wird (z.B.in tiefem Sand, wenn er sonst eher festen Boden kennt), insgesamt deutlich unter dem Tempo bleibt, das er gehen könnte, sollte mit 60 km oder mehr keine Probleme haben. Lieber lang als schnell in den ersten drei Jahren, egal, was das Ziel ist.

Rttabstände: Die würde ich anfangs auch eher weiter wählen, weil man immer erst das Pferd (neu) kennenlernen muss. Bei den Jungtieren bis elf, zwölf weißt du ja nie, wie normalerweise die Regenerationsphase verläuft. Hier und in jeder anderen Hinsicht entwickelt sich so viel - bis in höheres Alter, das Kennenlernen hört nie auf ...

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 09:15

Beitragvon alshama » Mittwoch 20. Juli 2016, 09:15

Vielen Dank für die vielen Antworten!!

Ja er soll mal längere Strecken gehen - wie lange wird sich zeigen ;-)

Ich werde in 14 Tagen mit meinem 2ten Jungen Ghanim seinen ersten 40iger gehen - mal schauen, wies mit dem geht...

Und Duracell Hase Makin darf dann heuer noch den 60iger gehen und je nach dem wie es ihm danach geht, starten wir den 2ten oder halt mit Ghanim den als 40iger :-)


Ich dachte halt mit 14 Tagen Pausen gäbe es einen größeren Trainingsanreiz - aber dann eben mindestens 4 Wochen Pause für die Herren.
In den 4 Wochen (eigentlich 2 weil die erste Woche nach dem Ritt hams frei und die Woche vor dem Ritt auch) dann noch zusätzliches Aufbautraining oder nur Erhaltung?

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 09:34

Beitragvon CoRa » Mittwoch 20. Juli 2016, 09:34

Hallo,
wie Mareike schon schrieb, in den 14 Tagen von 40 auf 40 -> welchen trainingsreiz erwarten? Das kann dann nur die Geschwindigkeit sein,
Ich bin vielleicht eher übervorsichtig - Bin in T6 bis T5,x zur Langstrecke und halte da erst mal.
Übrigens ist es mir wurscht, wenn Höchstzeit T7 angegeben ist, dann muss ich als Helfer dazu bereit sein oder nicht mitmachen. Für den Fall, das sich jemand arg verreitet, kann das genauso passieren.
Ich würe zwischen den 60ern, wenn der erste ruhig und gut läuft, nach der Pause reiten wie üblich, in der Mitte noch einmal Training über Sa/So einmal kürzer, flotter, einmal länger langsam. In eurem aktuellen Tempobereich. Was dem Pferd die Tage vor dem Ritt gut tut, kann unterschiedlich sein. Also eher Erhaltung.
mit dem zweiten 60er festigen, bzw. auch leicht Tempo rauf, aber nicht zu schnell.
Nächstes Jahr würde ich dann die Langstrecke anpeilen.

Meine persönliche Einstellung ist:
Bei Pferden braucht Gewöhnung mehr Zeit. Ich habe bei beiden gesehen, das am Anfang auch viel Aufregung/Neues für den Kopf dabei war. Das gilt für den Platz, die Pausen, die anderen Pferde, allgemeine Aufregung, neues auf der Strecke. Aus diesem Grund möchte ich die Pferde nicht auspowern, sondern so ruhig über die Strecke bringen, dass die sich hinterher noch gut fühlen und nicht noch mit sich selbst zu tun haben. Auch langsam ist anstrengend.
Aber, das ist nur meine persönliche Meinung. Es geht auch anders.

Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg und eine gesunde Saison!
Gruß
Conny

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 10:12

Beitragvon Jolly » Mittwoch 20. Juli 2016, 10:12

Wie immer kommt es darauf an... welches Ziel hat man und welches Vorgehen dafür am besten geeignet ist.
Wenn dein Ziel die lange Strecke ist, dann macht es wenig Sinn kurze Strecken zu reiten. Kurze Abstände zwischen den Ritten machen nur dann Sinn, wenn die Belastung der Ritte keine oder nur einen sehr geringen Trainingsreiz setzen und wenn man die Ritte als Gewöhnung braucht, weil der Wettkampf und das drumrum das Pferd stresst.
Ansonsten macht es mehr Sinn längere Strecke mit mehr Abstand zwischen den Ritten zu gehen und die Ritte eher langsam zu gehen. Das birgt das geringste Verletzungsrisiko. Gut geeignet sind auch Mehrtagesritte, da man hier z.B. den Start an den Folgetagen gut üben kann, da die Pferde ausgelastet sind und dadurch weniger Stress entsteht. Gerade bei Pferden mit eher schwachen Nerven ist der Lerneffekt hier besonders hoch.
Als erstes macht also eine Analyse Sinn, was fällt dem Pferd schwer, was muss es lernen um lange Strecken gut absolvieren zu können. Gerade bei jungen Pferden legt man hier den Grundstein für eine hoffentlich lange Distanzkarrieren, d.h. es macht Sinn, hier die entsprechende Zeit zu investieren, Geschwindigkeit kommt mit der Zeit von allein, aber man wird keinen Hundertmeiler erfolgreich reiten können, wenn das Pferd beim Massenstart schon die Nerven verliert und nur gegen den Reiter kämpft um das Tempo bestimmen zu können... diese Grundsteine werden schon auf den ersten Ritten gelegt und verlangen sehr viel Selbstdisziplin vom Reiter, m.M. die größte Herausforderung in unserem Sport :D

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 11:04

Beitragvon Mareike » Mittwoch 20. Juli 2016, 11:04

Und im allgemeinen wird das Tempo auf den längeren Strecken auch wieder etwas langsamer. Nicht unbedingt immer bei den Siegern, aber beim Mittelfeld. Zudem ist es auch alles eine Frage des Starterfeldes, der Bodenverhältnisse und des Wetters.
Nur mal als Beispiel wie das variiert: Ich bin Anfang der Saison mit relativ wenig Training einen kurzen Ritt mit T4,9 geritten und war weit abgeschlagen Letzte - Pony war not amused, dass alle an ihm vorbei sind, aber so what, mein Ziel war T5. In auch T5 habe ich im Juni quasi aus Versehen einen 60er gewonnen - zwar wegen der Pulswerte, aber von der Zeit her wäre ich trotzdem dritte gewesen. Der Ritt war schwieriger zu reiten, es war extrem warm und schwül (Meshi-Wetter, er mag Hitze) und er war dieses Mal sehr gut in Form - trotzdem war schneller als T5 für mich nicht drin, alleine wegen der Bodenverhältnisse.
Wenn Höchsttempo T7 ist müssen alle Beteiligten auch damit rechnen, dass jemand das ausnutzt - und m.E. muss man sich deswegen auch nicht schämen. Hauptsache, das Tempo entspricht der Leistungsfähigkeit des Pferdes!
Gruß,
Mareike

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 12:01

Beitragvon lumi » Mittwoch 20. Juli 2016, 12:01

@misfit
da sprichst du etwas an, das mir auch oft schon auf der Seele lag. Ich reite um Spaß zu haben, den habe ich, wenn ich idW bin und mit einem fröhlichen Pferd heim komme. "gelästert" wird deswegen schon oft genug über mich. Da ich aber endlich mal auf die Langstrecke wollte, hab ich mir ein Herz gefasst und war am letzten WE auf der Heide. Dort war ich deutlich langsamer als die anderen, aber alle Helfer usw waren auch mitten in der Nacht noch super gelaunt. Die NU am nächsten Tag kam mir und meinem Pferd auch sehr entgegen.
Ich frage mich aber oft: WAS ist langsam? wenn andere sagen "ich reite heute mal total langsam", meinen sie vielleicht T5,5

@Paxi
genau die Feuerkreisritte wurden mir jetzt empfohlen, das wäre genau das richtige für mich. Wann und wo sind die denn?
LG
Susan :)

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 13:21

Beitragvon veronika » Mittwoch 20. Juli 2016, 13:21

Hi, die Feuerkreisritte sind Kartenritte. Bei Dr Sabine ist im August einer. Im September der Radde Trail, Ende September bei Fri. Alhorner Heide ist?
Viele nur mit einer Streckenlänge, bei der man eher aufhören kann. Viele die gerne eher aufhören. ZB wegen älterer Pferde und langsam machen.
Die Orga ist kleiner, die Stimmung sehr nett und entspannt. Einem Muss klar sein, dass man sich um mehr selbst kümmern muss. Manchmal auch Karten malen

Ich mag beides gerne.

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 13:29

Beitragvon lumi » Mittwoch 20. Juli 2016, 13:29

veronika hat geschrieben:Hi, die Feuerkreisritte sind Kartenritte. Bei Dr Sabine ist im August einer. Im September der Radde Trail, Ende September bei Fri. Alhorner Heide ist?
Viele nur mit einer Streckenlänge, bei der man eher aufhören kann. Viele die gerne eher aufhören. ZB wegen älterer Pferde und langsam machen.
Die Orga ist kleiner, die Stimmung sehr nett und entspannt. Einem Muss klar sein, dass man sich um mehr selbst kümmern muss. Manchmal auch Karten malen

Ich mag beides gerne.


hab mal im August und September geguckt. über 500km Anfahrt ist mir dann doch etwas weit :/
LG

Susan :)



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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 14:30

Beitragvon Sigrun » Mittwoch 20. Juli 2016, 14:30

veronika hat geschrieben:Die Orga ist kleiner, die Stimmung sehr nett und entspannt. Einem Muss klar sein, dass man sich um mehr selbst kümmern muss. Manchmal auch Karten malen


"Unauffällige Organisation" lautet der Fachbegriff :lol:

@lumi: dann vielleicht Drawehn-Trail, wenn es im Herbst noch einen gibt?
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Jul 2016 20 15:53

Beitragvon Yvonne » Mittwoch 20. Juli 2016, 15:53

alshama hat geschrieben:Ende Mai 40 km LK1 - man kannte ihm schon an das er fertig war - Schleimhäute und Kapillarfüllzeit 2
Mitte Juli 40 km LK1 - er war topfit - nach 15 min auf 58 Puls unten - alles A (außer etwas Dehydriert - durch unsere Dummheit :oops: )


Naja, im Mai war er fertig nach den 40 km - im Juli war auch nicht alles ok, da war er etwas dehydriert.

Ich würde auf mehr Routine setzen, und daher noch einen 40er gehen. Das Pferd bekommt mehr Routine, Reiter und Trosser auch, und Fehler können vermieden werden.

Und wenn es dann gut geklappt hat kann man einen Schritt weiter gehen.
Ponys sind Charaktersache!
Dressur-, Spring- und Distanz-Pony-Besitzerin

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Aug 2016 25 13:27

Beitragvon greenorest » Donnerstag 25. August 2016, 13:27

Hallo,

zum "Langsamreiten": Ich bin sehr langsam unterwegs, da mein Pony nur 90 cm Stockmaß hat. Diese Saison ist er seine ersten 61 km gelaufen, in knapp über T8 ... Wenn ich vorhabe, sehr nah an der Höchstzeit zu fahren und/oder vermutlich viel langsamer als die anderen Starter bin, spreche ich vorher mit dem Veranstalter (so dass dieser dies z.B. bezüglich Helfern frühzeitig weiß) bzw. wähle auch passende Veranstaltungen aus. War bisher nie ein Problem, eher fanden alle das kleine Pony sehr süß :D
* http://www.pro-barhuf.de -Vollständig überarbeitete Auflage des Hufbuchs erschienen *

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Re: In einer höheren Klasse starten oder nicht?

Aug 2016 25 22:32

Beitragvon Arben » Donnerstag 25. August 2016, 22:32

Ich hatte mit dem Kleinen - den ich jetzt verkauft habe - den Plan, als erstes 7-jährig, einen MTR zu gehen. Jeden Tag Massenstart zum Gewöhnen, jeden Tag andere Konstellation, jeden Tag andere Strecke. Immer so weit, daß er sich nicht erschöpft und den Spaß behält. Vorher Wanderritte über eine Woche. Ich für mich habe das so beschlossen, weil ich denke, daß jeden Tag starten einen klaren Kopf bringt und das Pferd lernt, seine Kräfte einzuteilen. Mit Hagi habe ich 6-jährig in der ersten Saison 6 Ritte gema ht, alle über 41 km, war super. Von Mai bis Oktober. Leider haben meine Sprunggelenke das mit den Elastosteps nicht "durchgestanden" und ich mußte pausieren. Das Pferd fand es toll. :-) Bei einem Hengst ist das etwas anderes, wegen der ganzen Stuten, die zwangsläufig rossig werden. Aber auch hier hilft die Routine, da ist ein MTR klasse :-) Bist herzlich willkommen nächstes Jahr ;-)