Isländer Distanz

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shohayba
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Re: Isländer Distanz

Apr 2015 09 23:05

Beitragvon shohayba » Donnerstag 9. April 2015, 23:05

Flaumur hat geschrieben:ach, Beta, Du warst das bei FB mit dem ge...nialen Jogger! Viel Spaß mit dem Teilchen :-)


Ich hatte die Ehre und durfte bereits beim abholen Probesitzen! Super bequem... Ich freue mich jetzt auf die erste Probefahrt *zu Beta schiel*

-

Ich hab derzeit einen netten Isländer zur Verfügung, mit dem ich letztets Jahr unseren ersten 30 km Ritt erfolgreich absolviert. Wir wollten eigentlich auch in Stuhr am 29.03. die 40 km EFR gehen, leider kam uns eine Schulterverletzung dazwischen... :( Die verheilt aber gut, bald können wir also wieder starten! :D

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Lolli
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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 17 17:25

Beitragvon Lolli » Sonntag 17. Mai 2015, 17:25

Hallo ihr Lieben,

Wir haben uns auch endlich getraut und haben unsere schwarze Isländer-Fellmurmel auf ihren ersten EFR mitgenommen.
Ich gebe zu: Am meisten Angst hatte ich vor dem "Vortraben" - die Maus ist von Natur aus ein reiner Passgänger und braucht für alles andere einen Reiter. Mir klopfte in jeder Kontrolle das Herz bis zum Hals! Aber die Tierärzte haben sie sich einfach noch zusätzlich von der Seite zeigen lassen und waren zufrieden. Es war seeehr erleichternd zu sehen, dass diese kleine "Spezialität" kein Ausschlusskriterium ist - ich denke, wir werden uns dieses Jahr noch an ein paar Kilometer mehr wagen. :)

Großpferde haben wir auch erschreckt. Denen hat es auch schon gereicht, das Pony einfach nur stehen zu sehen, an Bewegen war gar nicht zu denken. :lol:

LG Franzi
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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 18 08:54

Beitragvon susiM » Montag 18. Mai 2015, 08:54

hallo, seeehr interessant.....hoffe, es ist ok, wenn ich mich hier mal mit einer Frage reinhänge: mein Isi ist Fünfgänger und schon sehr passig veranlagt. Schritt ist ok, Trab bei ruhigem Pony möglich (an der Longe und an der Hand auch), Pass geht immer :P , Galopp auch, wenn auch hinten mehr gelaufen. Hat schon mal jemand mit nem Isi oder anderem Gangwürfler nen Distanzritt NICHT im Trab geritten? Bei Aufregung oder wenn es flotter wird, bevorzugt er definitiv einen leicht gebrochenen Pass, was für MICH superbequem ist. Er geht dabei durchaus locker und in Dehnungshaltung. Er schwankt auch nicht dabei, sondern es ist von oben ziemlich ruhig. Wäre es schädlich, so über 40 km zu reiten? Fände es nämlich blöd, ihm etwas abzugewöhnen, was ihm offensichtlich gefällt und für mich angenehm ist, um ihm einen (für mich) unbequemen Trab abzuverlangen....Puls nach dieser "Gangart", auch über längere Steigungen hinweg, ist ok und auch immer schnell wieder unten. Rücken nach dem Reiten immer völlig unauffällig.....Trau mich halt nicht auf nen Ritt wegen des nicht gut ausgebildeten Trabs......

lg susi

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 18 09:06

Beitragvon Paxi » Montag 18. Mai 2015, 09:06

Ob es hilft: Auf LD/MTR ist mir noch nie ein Isi oder auch ein Traber begegnet, der nicht ausschließlich trabte - mit einer Ausnahme (Tr.), der schied aber unterwegs aus. Die Isi-Leute sowie auch Fans Töltender Traber erklärten mir, dass der Tölt zu stark geritten werden müsse und wegen der Körperspannung auf Dauer zu anstrengend sei. Ganz anders die (allerdings sehr wenigen) amerikanischen Gangpferde (M. Foxtrotter, Mangalargas, Pasos): Die gingen allesamt ihre menschenrückenfreundlichen Varianten (und konnten z.T. auch nichts anderes).

Unterschiede zwischen den verschiedenen Gangvorlieben? Individuelle Aspekte? Ich würde mich einfach mal an die angestrebte Streckenlänge heranpirschen und schauen, ob Dein Pferd vielleicht die Ausnahme gegenüber der "Lehrbuchmeinung" und "jahrelangen Erfahrung" ist! :)

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 18 09:14

Beitragvon susiM » Montag 18. Mai 2015, 09:14

Danke Paxi. Schonmal hilfreich zu wissen, dass zumindest andere Gangpferde ohne Trab über die Strecke gekommen sind:-)
also, Tölt geht er definitiv NICHT. Den kann er derzeit nur langsam. Das strengt ihn auch an - merkt man an der Atmung deutlich. Ist schon Pass aber halt nicht schwankend und ohne Schwebephase (also kein Rennpass - den hat er auch, darf er aber natürlich auf der Strecke nicht). Das ganze sehr variabel im Tempo. Wenn man genau fühlt, merkt man, dass der "Pass" kein sauberer Zweitakt ist....Er läuft diese "Gangart" neben meinem Arabär sowohl, wenn dieser Arbeitstrab geht alsauch dann noch, wenn Herr Arabär bereit in flottem Galopp unterwegs ist und er keine Ansage zum angaloppieren bekommt.....

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 18 14:15

Beitragvon Jaranero » Montag 18. Mai 2015, 14:15

Meine Finostute läuft auf Distanzen ausschließlich im Tölt. Auf den ersten Ritten mit ihr hab ich sie auch traben lassen, weil ich der Meinung war, das ist energiesparender (und sie metert mehr im Trab). Aber sie hat im Trab immer sehr hohe Pulswerte, es strengt sie also mehr an, im Tölt ist der Puls gut. Im Trab hat sie sich außerdem "festgelaufen", das heißt ich mußte dann wirklich mal Schrittpausen oder lockere Galoppstrecken einbauen, damit sie sich nicht verkrampft. Das passiert im Tölt gar nicht. Sie ist mehrere KDRs und einen MDR fast ausschließlich im Tölt gelaufen. Nächste Saison sind wir hoffentlich wieder dabei, dieses Jahr ist sie nochmal Mama.

Meinen Isi bin ich nur einmal gestartet, über 40 km, die lief er ebenfalls weitgehend im Tölt. Bei ihm ist aber auch der Tölt die Schokoladengangart. Sein Trab ist ganz fürchterlich zu sitzen und sehr unsicher, den verlieren wir alle Nasen lang, wenn er überhaupt abrufbar ist. Galopp ist sicherer, liegt ihm aber auch nicht so sehr wie Tölt. Paß (abgesehen von Rennpaß) geht er gar nicht. Dieses Pferd hat null Paßverschiebung im Tölt, die ließe sich auch nicht provozieren.

Es ist also durchaus möglich, mit einem Gangpferd Distanzen zu gehen auch wenn das wenig bis gar keinen Trab hat. Man muß einfach den Gang finden, in dem das Pferd am lockersten und energiesparendsten läuft. Wenn das bei euch ein gebrochener Paß ist, dann ist das halt so. Schau, dass das Pferd sich dabei nicht verspannt und dass die Pulswerte gut sind. Alles andere (inklusive Reinrederei von Außen) würde ich im Kopf ganz nach hinten schieben.

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 18 15:35

Beitragvon uwealbert » Montag 18. Mai 2015, 15:35

Hallo, ich laß meine Isistute laufen wie sie möchte. Das ergibt einen interessanten Mix von fünf Gängen. Wäre auf einem Isländerturnier eine Katastrophe. Aber so hat sie diese Saison schon 300 Wettkampfkilometer geschafft. Ich reite ab T7 nur im Schwebesitz so daß es mir nicht so wichtig erscheint wie bequem der jeweilige Gang ist. Vorteilhaft ist es, wenn das Vortraben als Traben möglich ist. Viel Erfolg in jedem Gang auch immer.

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 18 15:45

Beitragvon susiM » Montag 18. Mai 2015, 15:45

danke:-) Eure Beiträge lassen hoffen! Vortraben an der Hand ist normalerweise möglich (außer er regt sich grad auf - tut er aber selten, ist ja Energieverschwendung :biggrin )
Ja, dann reite ich erstmal einfach so weiter.....Gymnastik, lange Schrittrunden, ab und an ein flotter Galopp und nicht den Trab erzwingen....Stetho mal öfter mitnehmen und Puls kontrollieren (vor allem Erholungszeit/-wert)....und ansonsten den Süßen im Wunschgangartenmix die Berge rauf- und runterflitzen lassen....und schon mal nen netten KDR oder EFR aussuchen :biggrin
Denke, fit ist er. Nach 20 km Bergritt in allen Gangarten (nicht auf Zeit geritten, sondern auf Genießen) muss ich die letzten Heimkilometer noch mal diskutieren, dass NICHT heimgescheppert wird.....Zu Hause Puls dann nach dem Absatteln im Ruhebereich...
menno, ich würd mich so freuen, wenn das auf längeren Strecken so machbar wäre - mein Rücken war noch nie so entspannt beim Reiten:-)) Bin übrigens auch meist im Entlastungssitz/Schwebesitz - je nach Geschwindigkeit....
@uwealbert: wow! schon 300 in dieser Saison! Respekt!
Dann mal bis bald - hihi
lg susi
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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 19 08:03

Beitragvon Isi-Heike » Dienstag 19. Mai 2015, 08:03

Ich denke auch, dass es mehr auf die Gangveranlagung ankommt. Einfach ausprobieren. Beim Vortraben habe ich mit meinem Fünfgänger bislang keine Problem gehabt, auch wenn er je nach Boden, Lust und Laune von Trab über Pass bis Tölt alles mal mit dabei hat. Wichtig nur für die TÄ vorab: Achtung das ist ein Fünfgänger! Sonst hört man evtl. direkt nach ein paar Schritten mitunter ein entsetztes HALT!

Anfangs wechselte er auch häufig zwischen Trab und Pass und Tölt, vor allem wenn das Tempo für ihn zu schnell war. Mittlerweile trabt er kontinuierlich mit 10-11 kmh. ZZt. im MDR Bereich, auf dem Weg zur Langstrecke...

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 19 08:17

Beitragvon susiM » Dienstag 19. Mai 2015, 08:17

Oh- schön! Noch ein Mut-Mach-Beitrag:-)
Tut gut. Hab meinen leichten Anflug von Verzweiflung gestern in die Mottenkiste gepackt. Geplant ist jetzt Ende Juni in Stuhr der 40ger. Sind noch 5 1/2 Wochen. Kondition passt eh schon. Etwas Puls testen, öfter mal an der Hand traben und vor allem Wasserspiele üben. Schwamm geht schon - gießen ist uaaahhhh :angst.
und noch 2-3 kurze Decken erwerben:-)
lg susi

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 19 08:35

Beitragvon francis » Dienstag 19. Mai 2015, 08:35

Wasser üben ist gut. Ich erinnere mich an so manche Wasserorgie mit meiner Fjordstute oder Tonkies Isländern. Da gingen im Ziel vom Marathon schon mal locker 100 Liter durch, bzw. über das Pony (Skritla oder Hyndla). Das A und O war bei meiner immer: Schatten & Sattel runter und dann ggf. Ganzkörperfluten.
Weniger denken, mehr reiten :!:

Es reitet sich besser auf Pferden mit passenden Hufen als auf Prinzipien. (frei nach W.B.)

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 19 08:49

Beitragvon susiM » Dienstag 19. Mai 2015, 08:49

ja, das befürchte ich auch:-)
bringt mich aber auf die Idee, hier auch mit großem Schwamm und schüttflaschen zu üben und nicht mit dem Schlauch.....aber eigentlich ist er recht aufgeschlossen, wenn zu "gefährlichem Neuem" lecker Kekse gereicht werden :lol: Winkelschleifer am Huf ging so auch recht flott trotz Riesen-Skepsis und coolen Kollegen....
und wir reden über 40 km.....in T6.......
hach ist das aufregend, sich mal nen Kopp über Puls und Kühlen zu machen, dafür aber kein Bauchgrummel wg. Abspacken zu haben:-)) - kenn ich sonst nur umgekehrt...

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 19 08:55

Beitragvon Motte » Dienstag 19. Mai 2015, 08:55

@susi... Ich verfolge mal deine Geschichten um den Neuzugang...Könnte ich mir nämlich für später auch vorstellen :) gemütlich ohne Spack Attacken
Mit dem Ritt auf einem Pferd borgen wir uns Freiheit.
Helen Thomson

Bild


Mottenpony: über 3000 km i.d.W. :D

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 19 09:11

Beitragvon susiM » Dienstag 19. Mai 2015, 09:11

hi Motte:-)
ehm - also so richtig "gemütlich" ist er nicht:-)) Ist ein absolutes Flitzepony. Nur halt lieb dabei....und bequem zu sitzen....und man kommt sehr leicht drauf:-).... und mutig und unerschrocken.
Witzig ist, dass er Kartagos Distanztrab (du kennst ihn) nicht nur locker mithält (nicht im Trab sondern halt anders:-)), sondern ihn auch bei langen Steigungen gerne abhängt.....was den Schimmel immer wieder in Erstaunen versetzt.
Ja, wir werden älter.......aber der Spaß am Reiten bleibt :D

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Re: Isländer Distanz

Mai 2015 19 09:28

Beitragvon Isi-Heike » Dienstag 19. Mai 2015, 09:28

Hm, ich bin am Wochenende mit 5 anderen hochblütigen Pferden los und war die einzige mit einem Quiek-Bock-Start...
Und zu meiner Kleinen (1,32m, Marke Rennmaus) sagte Hannes mal: wenn die 20 cm größer wäre, würde sich da kein Schwein draufsetzen.