Schleimlöser

Hier geht es um Pferdekrankheiten allgemein

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Helga M.
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 06:24

Beitragvon Helga M. » Mittwoch 24. Januar 2018, 06:24

Fortissimo hat geschrieben:@Helga M. : könntest Du mal schauen, wie dieses Mittel genau heisst? Wäre super nett.
.


Das Mittel heißt Biostrong 375 Auf der Homepage findet man es nicht. Einfach bei Delacon anrufen :-)

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Fortissimo
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 06:30

Beitragvon Fortissimo » Mittwoch 24. Januar 2018, 06:30

Danke an alle!

Ich weiss, dass regelmässige Bewegung wichtig ist, aber Speedy hat Arthrose in beiden Karpalgelenken. Schritt ist kein Problem, aber längere Strecken Trab oder Galopp geht halt nicht. Auch wenn er zwischendurch komplett klar läuft, fängt er nach solchen Anstrengungen sicher an, zu humpeln. Wenn er normal gearbeitet werden könnte, hätte ich das Problem ha nicht.
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 06:54

Beitragvon prinzessin » Mittwoch 24. Januar 2018, 06:54

Und viel und lange Schritt reicht zum lösen des Schleims nicht?
Die ersten 496 km sind geschafft !

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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 09:41

Beitragvon sundance » Mittwoch 24. Januar 2018, 09:41

prinzessin hat geschrieben:Und viel und lange Schritt reicht zum lösen des Schleims nicht?


bei meinem COPDler hat flottes Schrittreiten zu Spitzenzeiten schon gereicht, sowohl mit als auch ohne Medikation/Inhalieren. In den letzten zwei Jahren bin ich situationsbedingt kaum geritten; Pony ist nach wie vor symptomfrei! Inzwischen ohne Medis, Galopp + Inhalation :wink:


@Marion: Ich möchte Dich sehr gerne ermutigen, das Inhalieren mit Deinem Pferd zu üben. Inhalieren ist das Non-Plus-Ultra! Entweder nur mit NaCl oder mit Cortison, wenn's wirklich ganz schlimm ist. Ich habe diesen hier: http://www.hippomed.de/therapie/inhalat ... r-one.html

Dein Pferd wird sich, bei korrekter Vorgehensweise, daran gewöhnen. Ich verspreche es Dir. Mein sehr skeptischer + ängstlicher Hysteriker hat sowohl das Staubsaugen als auch das Inhalieren akzeptiert. Es ging nicht von heute auf morgen. Die Gewöhnung dauerte laaaaaaaaaaaange, verlangte viiiiiiiiiiieeeeel Geduld und Verständnis meinerseits und eine Tüte voll selbstgebackener Leckerli.

Heute steht er beim Saugen kpl. frei und beim Inhalieren klappt es (meistens) auch ganz gut. Was er NICHT verträgt ist, wenn man die Ventilation an der Maske komplett schließt; da bekommt er Panik.

Hier meine Vorgehensweise:

Wichtig ist, ein ruhiges Umfeld, das er kennt, zu gewährleisten
Wichtig ist ebenfalls, dass Du ruhig und gelassen bist und ausreichend Zeit und Muße mitbringst; an Tagen, an denen keine Zeit + keine Ruhe da ist, würde ich auf keinen Fall üben!

Merke/Wichtig: nach/während jeder Übungseinheit: mit Leckerli + viiiiiel loben positiv verstärken !!!
Merke/Wichtig:IMMER (!) das Ventil komplett geöffnet lassen !!!

1. neben alltäglichen Arbeiten sowie neben o.a. Übungseinheiten immer wieder das Gerät einschalten, damit er sich an das Geräusch gewöhnt
2. ich habe ihm erst einmal nur die Maske vorgehalten
3. dann Maske über die Nase gestülpt
4. i-wann Maske mit Genickband locker am Kopf befestigt
5. dann Schlauch an Maske + über Nase/ohne Genickband zu befestigen
6. dann Pkt. 5 mit Genickband
7. dann Pkt 6 + Strick ohne Festbinden
8. Maske/ohne Genickband + Schlauch an Gerät + inhalieren
9. Maske/mit Genickband ........
10. i-wann mit Strick um Anbindering gelegt
11. i-wann Pkt 10 + festbinden (nicht zu lang, sonst reisst er alles runter, wenn er den Kopf hochreissen sollte/Panik bekommt)
12. wenn Pkt 11 seeeeeeeeeeehr zuverlässig funktioniert, dann kann man OHNE Anbinden + ohne Genickriemen vorsichtig versuchen, das Ventil mm-weise zu schließen; hierbei ist zu beachten, dass i-wann der Punkt kommt, an dem das Pferd evtl. reagiert. Pferde genau beobachten + niemals bis zu diesem Punkt gehen, sondern vorher aufhören!

Bei mir hat es etliche Wochen gedauert, bis der Ponymann das Inhalieren endlich akzeptiert hat. Es war für beide Seiten durchaus eine Herausforderung, aber ich bin froh, meinem Weg, unbeirrt durch mein Pferd, treu geblieben zu sein, denn das, was bei meinem Pferd vermutlich die Symptomfreiheit bewirkt hat, war das tägliche Inhalieren über viele Wochen hinweg.

Wenn Du hier Zeit und Geld (in ein gutes Gerät) investierst, wirst Du langfristig sehr gute Ergebnisse erzielen und möglicher Weise sogar ein "gesundes" Pferd bekommen. Ich würde es zumindest versuchen.

Viel Erfolg!
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 10:43

Beitragvon Abas » Mittwoch 24. Januar 2018, 10:43

Was Sundance zum Inhalieren sagt, sind auch meine Erfahrungen. Ich würde mir allerdings nur einen Inhalator besorgen, der über hochwertige Akkus läuft, denn beim Inhalieren mit Netzgeräten unruhige Pferde anbinden bzw. auszubinden ist nicht empfehlenswert.
Am einfachsten lernen Pferde den Inhalator zu tolerieren, wenn man sie in einer ruhigen Situation in einer vertrauten Umgebung im Schritt führt und dann die Anforderungen steigert und ggf.einige Schritte rückwärts macht.
Viel Glück und Erfolg

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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 14:40

Beitragvon sundance » Mittwoch 24. Januar 2018, 14:40

Abas, das stimmt natürlich. Würde ich, wenn man sich + seinem Pferd das nicht zutraut, auch auf jeden Fall empfehlen!

Bei der Anbinde-Variante bleibt halt immer ein Restrisiko. Ich habe sowieso Sollbruchstellen an meinem Anbinde-Ring eingebaut, da ich KEIN (!) Pferd und in KEINER (!) Situation ohne anbinde (ausser beim Fahren). Grundsätzlich binde ich eigentlich gar nicht an; weder beim Saugen, noch beim Putzen, Hufe machen, Physio oder sonst was. Nur beim Inhalieren und das NUR, weil ich verhindern will, dass bei einer etwas heftigeren und unerwarteten Situation der Inhalator durch die Gegend fliegt, was mir schon passiert ist :evil: Da flog echt ALLES :roll:

VG von der Sabine, die jetzt raus zu den Ponies geht und mit diesen den strahlenden Sonnenschein genießt
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 16:30

Beitragvon Kathy71 » Mittwoch 24. Januar 2018, 16:30

a) Also, eine in meinem Stall hat so einen altmodischen Hafereimer zum Umschnallen, wie ihn die Kutscher früher hatten. Der ist von den Abmessungen her so wie die Inhalationsmaske. Erfahrungsgemäß lernen Ponys mit Kraftfutter am schnellsten dass so ein umgeschnalltes Ding gut ist.

b) ALLES was den Tieren gut tut (also wirklich gut tut, nicht nur weil TA, SB, etc. sagen das wäre gut, sondern wirklich richtig gut) wird meiner Erfahrung nach auch völlig problemlos akzeptiert.

c) Schadet es nie, in einem Stall permanent eine gewisse Geräuschkulisse zu haben. Kinder mit Bobby-Car in der Stallgasse, SB mit Radlader, Kehrmaschine, scheppernde Eimer, flatternde Abdeckungen...man kann auch ein Windspiel aus leeren Dosen aushängen, Hauptsache es ist immer was los. Dazu noch, in Gruppen anbinden während des Ausmistens, gewöhnt an unfallfreies Stehen mit "Gehänge" (aus für Wanderritte sehr praktisch). in Kombination mit a) und b) würde ich sagen ist Inhalieren kein Problem mehr...

Tiefen, hartnäckigen Schleim hat bei mir letztes Jahr Thymian (gibt's einzeln von Pernaturam) am besten gelöst, aber das war eine akuten, keine chronische Geschichte.
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 19:47

Beitragvon sundance » Mittwoch 24. Januar 2018, 19:47

Kathy, ich stimme Dir absolut zu!

Bei c) muss ich aber ein kleines Veto einlegen: Fortissimo muss schnell handeln, da hat sie für c) keine Zeit. Das kann sie ja dann in Angriff nehmen, wenn das Ponyle sich toll inhalieren lässt. Ansonsten....... ja, Leute, macht Halli-Galli in Euren Ställen. Seid kreativ! Lasst Euch "böse Dinge" für Eure Pferde einfallen. Es macht sich bezahlt! Ich bin da ja gaaaaanz fies...... aber den Pferdchen kommt es zuGute, auch wenn die das erst einmal nicht so sehen.

VLG
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 19:59

Beitragvon Fortissimo » Mittwoch 24. Januar 2018, 19:59

Tja, der Tierarzt vermutet mittlerweile, dass die Lunge gar nicht das Problem ist. Der Rotz kommt immer nur aus einer Nüster. Zahn kann wohl ausgeschlossen werden (Rotz stinkt nicht). Jetzt wird auf Nasennebenhöhlenentzündung behandelt. Obwohl ich da noch nicht sicher bin, weil der Rotz nämlich zunehmend flüssiger wird. Hatte gelesen, dass bei Nasennebenhöhlenentzündung der Rotz immer dicker und krümeliger wird. Eigentlich ist die Behandlung nicht anders, nur dass er jetzt noch Antibiotikum bekommt, was ich nicht so toll finde..
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 20:24

Beitragvon polldi » Mittwoch 24. Januar 2018, 20:24

Klingt ein wenig seltsam die Diagnose Deines TA.
Isi rotzte beim Infekt in der Klinik auch tagelang nur aus einer Nüster.

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Re: Schleimlöser

Jan 2018 24 20:33

Beitragvon Fortissimo » Mittwoch 24. Januar 2018, 20:33

Na, da die Behandlung nahezu identisch ist, soll es mir egal sein. Wenn das Pferd dabei krank erscheinen würde, wäre es schlimmer. Aber er ist absolut fit und munter - und bei Bewegung, und auch danach, läuft der Schnodder kräftig.
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 25 07:42

Beitragvon Paxi » Donnerstag 25. Januar 2018, 07:42

Luftsack?

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Re: Schleimlöser

Jan 2018 25 07:48

Beitragvon Fortissimo » Donnerstag 25. Januar 2018, 07:48

Tierarzt meinte: nein
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Re: Schleimlöser

Jan 2018 25 11:17

Beitragvon Abas » Donnerstag 25. Januar 2018, 11:17

Luftsack?!?!? Wie hat der TA das ausgeschlossen? Nach deiner Beschreibung hätte ich auch wie Paxi auf eine Infektion des Lufsacks geschlossen! Das kommt bei Pferden sogar häufiger vor und ist manchmal gar nicht so leicht festzustellen, daher meine Fragen.

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Re: Schleimlöser

Jan 2018 25 19:30

Beitragvon Fortissimo » Donnerstag 25. Januar 2018, 19:30

Keine Ahnung, wie er darauf gekommen ist. Ich hatte nämlich genau 2 Punkte angesprochen: Zähne und Luftsack.

Er schloss aber beides aus.

Heute hat er übrigens das erste Mal nicht mehr gerotzt. Und er ist wie ein verrückter über die Wiese gefetzt :D . Es geht ihm anscheinend wirklich gut und die Behandlung - auf was auch immer - schlägt an.
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