DFM Thomashofdistanz 2025

Hier treffen sich die Distanzfahrer.

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schwalbe
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von schwalbe

araberbirgit hat geschrieben:
Mittwoch 13. August 2025, 17:35
Miriams Post stimmte ich voll zu. Kritik sollte geäußert werden können und Fehler müssen korrigiert werden - Kritik sollte man erst einmal wertfrei und positiv entgegennehmen - sie muss ja nicht per se böse gemeint sein sondern soll helfen.

In Bezug auf das Reglement haben wir ein Problem.

Die Entscheidung der Tierärzte ist unanfechtbar. DAS muss zum Wohl des Tieres so sein !! Aber das gilt auch für beide Seiten = der Tierarzt entscheidet mit der NU oder auch in den VET Kontrollen, daß das Pferd ohne Schmerzen und ohne Schäden Fit to continue ist. Das ist im Ernstfall tierschutzrelevant !!! Deshalb ist es auch wichtig, nicht nur einen Tierarzt auf Veranstaltungen zu haben. Beide müssen unbeeinflußt voneinander ein Urteil treffen (können) und das auch verantworten. Insofern wäre es richtig, daß die Tierärzte mit einer Vet Card ausstattet und das ohne Absprache das Pferd angesehen und das eigene Urteil gefällt wird. Wenn es dann unterschiedliche Meinungen gibt, sollte eine Abwägung zugunsten des Pferdes getroffen werden oder ein Dritter (falls wie hier vorhanden) vorher bereits mitgevotet haben.
Vielleicht wäre es gut einen Tierarzt am Anfang und einen am Ende der Vortrabstrecke zu positionieren. Nur der Tierarzt/e - der Schreiber/Helfer und der Vorführer mit Pferd dürfen sich im Vetbereich aufhalten.
Wie willst du das auf kleinen Veranstaltungen mit unter 30 Teilnehmern und auf Veranstaltungen ohne zentralen vetgate finanzieren? Und woher sollen die Tierärzte kommen?
Ich fände es auch gut, wenn mehrere Tierärzte da sind, man muss gut überlegen, ob eine solche Vorschrift nicht fast alle kleineren Veranstaltungen unmöglich macht.

Allerdings dürfen finanzielle Überlegungen nicht zu Lasten des Tierschutzes gehen. Schon gar nicht im Hobby oder im Sport. Aber man müsste eben auch einen Weg finden dahin zu kommen.
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Sigrun
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Aug 2025 16 10:24

Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von Sigrun

schwalbe hat geschrieben:
Samstag 16. August 2025, 09:28
Wie willst du das auf kleinen Veranstaltungen mit unter 30 Teilnehmern und auf Veranstaltungen ohne zentralen vetgate finanzieren? Und woher sollen die Tierärzte kommen? Ich fände es auch gut, wenn mehrere Tierärzte da sind, man muss gut überlegen, ob eine solche Vorschrift nicht fast alle kleineren Veranstaltungen unmöglich macht.
Das ist definitiv ein Problem, aber ich kann Dir sagen, dass wir 5 Jahre mit um die 20 Startern veranstaltet haben und immer 2-3 Tierärzte brauchten, weil es MTR von A nach B waren und das immer gut aufging. Die neue Gebührenordnung macht es allerdings schwieriger. Wir haben Vollverpflegung angeboten, die auch gut angenommen wurde.
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)
schwalbe
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Aug 2025 16 11:13

Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von schwalbe

@sigrun,
Klar, für Ritte von A nach B hat man immer schon mehrere Tierärzte gebraucht, aber wenn dann noch zusätzlich an jeder vortrabstrecke am Anfang und am Ende je ein Tierarzt stehen soll, dann braucht man auf einmal statt 2-3 Tierärzten halt 4-6.
Diese Doppelbesetzung erst in der NU zu fordern macht aus Tierschutzgründen aber auch nicht so viel Sinn, denn dann ist das aus Pferdesicht ja schon rum.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von Sigrun

Stimmt, das ist sehr unrealistisch. Heute ist vieles teurer, und wenn man noch hohe Genehmigungsgebühren hat oder den Platz mieten muss usw. wird es für kleine Starterfelder nicht mehr finanzierbar. Schon heute sponsoren ja die Tierärzte einen Teil des Rittes.

Am Ende läuft es darauf hinaus, dass man sich darauf verlassen können, dass die Tierärzte wissen, was sie tun, und im Sinne der Pferde richten, nicht der Reiter, der Veranstalter oder der guten Stimmung.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von Zwockel

Chica hat geschrieben:
Mittwoch 13. August 2025, 07:19
wer von Euch hat eigentlich schon mal nach einer NU gesagt, danke für Eure Einschätzung, liebe Tierärzte, aber ich bin nicht zufrieden und deshalb nehme ich mich selber aus der Wertung?
Ich habe mir darüber auch Gedanken gemacht. Wenn man selbst nur unsicher ist, ob das Pferd wirklich noch klar läuft, ob andere, kleine, nur einem selbst wirklich auffallenden Sachen ein Hinweis sind, aufzuhören oder vorsichtiger zu sein - dann verlässt man sich auf die tierärztliche Entscheidung, in dem Vertrauen, dass die TÄ schon viel mehr Pferde gesehen und untersucht haben als man selbst.
Ich glaube auch, dass man auf so einer Meisterschaft (vor allem, wenn es der Abschluss der eigenen Lebensleistung sein soll) doch ziemlich in einem Tunnel ist und darauf angewiesen ist, dass Leute einem ihre Einschätzung klar und deutlich sagen.
Der Gedanke kam auch in der Diskussion auf FB auf und ich finde es wichtig, das mit einzubeziehen. Und ich hoffe natürlich, dass auch ich in einer solchen Situation gut beraten werde.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von Kathy71

Es ist eben auch psychologisch ein großer Unterschied, ob man im Vorfeld eines Rittes sagt "das wird meine letzte Meisterschaft" und dann das Pferd zurückziehen muss bzw. nicht durch die NU kommt oder ob man nach einer Glanzleistung sagt "so, auf dem Höhepunkt höre ich auf". Beides auf seine Weise nicht einfach...

Fakt ist: Jemandem, der bei seiner letzten Meisterschaft als Sieger einläuft, dem gönnt ja wohl jeder von Herzen diesen Sieg. Vielleicht hat auch das die TÄ geleitet.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von schwalbe

Das Schwierige ist wirklich die NU. Nicht nur die Reiter, auch die Tierärzte hoffen da, dass alle Pferde durchkommen. Ein Pferd auf der Strecke raus zu nehmen ist ziemlich leicht. Selbst wenn der Reiter uneinsichtig ist, setzt man sich als Tierarzt gerne fürs tierwohl ein.
Ein Team, dass die ganze Strecke schon gelaufen ist in der NU raus zu nehmen ist eine ganz andere Nummer. Ja klar sollte der Tierarzt da keinen Unterschied machen und ja sicher, die Definition ist, dass das Pferd noch 20 km problemlos laufen können sollte. Aber es IST eben NICHT so, dass das Pferd wirklich noch 20 km laufen muss. Und das weiß der Tierarzt auch.

Ich glaube auch nicht, dass das Geschrei nur wegen dem Tierschutz so groß ist. Einige, (nicht alle zum Glück!) hätten gerne einfach jemand anderen auf dem Siegerplatz gesehen. Auffällig ist ja schon, dass fast ausschließlich die NU der Sieger kritisiert werden und die derer, die etwas später kamen wenig beachtet werden. Dem Pferd ist es aber egal, ob es als erster oder als letzter durch die NU gezogen wird.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von Shettymanager

@Kathy71
Wenn solche Überlegungen in den TA Entrscheid mit rein spielen, kann es für Aussenstehende ganz schnell nach " Freundschaftsdienst" aussehen. Ob unser Sport so etwas gebrauchen kann, sei dahin gestellt.
Zudem dürften die TA's dann auch nochmal in sich gehen und sich fragen, ob ihr Handeln professionell und neutral war.
Und es ist der Job der TA's auf das Tierwohl zu achten und den Tierschutz sicher zu stellen, insbesondere dann, wenn der Reiter/Fahrer das in dem Moment vllt nicht so wahrnimmt, aus was auch immer für welchen Gründen.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von andrea hassel

Die tierärztlichen Untersuchungen sind keine Garantie für die Gesunderhaltung des Pferdes. Sie entheben den Teilnehmer nicht von der alleinigen Verantwortung für sein
Pferd.
Zitat aus dem Nennungsformular, das jeder Teilnehmer unterschreibt.
Was Außenstehende interpretieren, hat man eh nicht unter Kontrolle und darf auch nicht Einfluss auf die Tierarztentscheidungen haben.
Da Tierärzte Menschen sind, ist es auch durchaus legitim, daß sie menschlich denken und handeln. Dafür ist es besonders sinnvoll, wenn mehrere Tierärzte bei wichtige Wettkämpfen anwesend sind, um sich auszutauschen. Für möglichst ausgewogene Tierwohlentscheidungen. Und DAS darf nicht am Geld scheitern und dafür kann man durchaus über Nenn-und Startgelderhöhungen nachdenken.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von Kathy71

andrea hassel hat geschrieben:
Sonntag 17. August 2025, 09:54
Und DAS darf nicht am Geld scheitern und dafür kann man durchaus über Nenn-und Startgelderhöhungen nachdenken.
Mein Reden seit Jahren: Nenn- und Startgeld erhöhen!
Insbesondere im KDR-Bereich. Und ich kann das auch begründen.
Für die Veranstalter sind die Genehmigungskosten und die TA-Kosten für kurze Strecken unwesentlich geringer als für die langen Strecken. Nicht zuletzt würde eine Nenn-/Startgeldstaffelung Anreize setzen, auf die langen Stecken zu gehen.

Das teuerste an einem Distanzritt ist im Bereich bis 60km Strecke sicher nicht das Nenn- und Startgeld, sondern eher die Ausrüstung und die Anreise und weitere Nebenkosten. So weit ich weiss wurden die Nenn-/Startgelder in den letzten 15 Jahren auch nicht erhöht...ganz im Gegensatz zu allen anderen Preisen...

Mir würde vorschweben, dass die Fixkosten des Veranstalters (Genehmigung, Dixie-Klo, Zelt, Reithalle, etc.) gleichmäßig auf alle Starter über das Nenngeld verteilt werden, weil alle davon gleichermaßen profitieren. Über das Startgeld könnte man dann die variablen Kosten (z.B. TA) umlegen. Und man könnte in der Ausschreibung auch vermerken, wieviel man vom Nenngeld bei Nichterscheinen zurückbekommt und unter welchen Bedingungen (z.B. Attest des TA). Das wäre transparent und würde vor allem den Veranstaltern bessere Planungssicherheit geben.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von araberbirgit

@Andrea - Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht!

ABER - den Satz auf dem Nennungsformular habe ich offen gestanden noch nie gelesen. Wird damit dann aber nicht die Verantwortung /Haftung der Tierärzte ausgehebelt. In diesem Fall ist das FIT to ...vom Tierarzt jeweil in den Checks und in der NU bestätigt worden. Wie steht das dann wiederrum zu der unanfechtbaren Entscheidung?

@ Kathy - mehr Geld bringt in diesem Fall nicht mehr Qualität ! Und solche Entscheidungen werden durch mehr Einnahmen auf Seiten von TIerarzt und Veranstalter keine anderen Ergebnisse bringen.

Für diese Veranstaltung gesehen, gab es ein großes Starterfeld und 5 bezahlte Tierärzte! Mehr Einnahmen aus den Ritten verbessern/unterbinden dann aber doch nicht solche Vorkommnisse.

Es liegt auch in der Verantwortung der Veranstalter nicht aus Geldgründen an entsprechenden Tierärzten vor Ort zu sparen - wenn z.B. in den Pausen noch kein Tierarzt bei einem MTR vor Ort sein kann, weil er noch den Posten davor betreut - oder auch im Ziel kein Tierarzt ist. - Du möchtest nicht wissen, welche "Ausreden" es für solche Situationen dann gegeben hat, wie z.B. "und wenn ein Tierarzt mal im Stau steht, eine Panne hat oder dicht geparkt ist, kann er auch nicht vor Ort sein". Ich bin heute noch stinke-sauer darüber, daß beim 60 km Tierarzt Check kein Wasser war, weil der Veranstalterwagen mit Wasser noch nicht eingetroffen war. Sauer, weil mein Pferd das dann ausbaden musste. Was bekam ich zu hören "dann bist Du zu schnell geritten" und "dann mußt Du Dir eben einen Trosser besorgen - ohne Trosser wäre das eh TIerschutzrelevant".
schwalbe
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von schwalbe

Eigentlich ist ein 2. Vet einfach zu kalkulieren. Der kostet pro 8 Stunden Tag 366,36 Euro einfacher Satz (!!!) jede weitere 30 min 24,38 Euro laut GOT nr 76 und 77. Das sind incl MwSt ca 436 Euro. Am Sonntag müsste eigentlich der doppelte Satz berechnet werden. Das sind die mindest Fixkosten. Dazu kommen Anfahrt und ggf. Übernachtung. Wenn man mehr Tierärzte braucht, haben die in der Regel auch eine weitere Anfahrt. Andererseits müssten nicht alle VDD Tierärzte sein (nur der Cheftierarzt muss auf VDD Liste stehen), vielleicht kann man dann doch regional jemanden gewinnen.
Wenn man also nur die reinen einfachen Fixkosten auf 30 Teilnehmer verteilt (bisher mind 1 Tierarzt pro Teilnehmer) müsst man also knapp 15 Euro pro Start zusätzlich ansetzten. Eher 20-30 Euro, der Tierarzt hat ja auch noch Anfahrt, Essen, Übernachtung…

In der Tat ist das nicht mal 1 Euro pro Ritt-km selbst beim KDR. Über die Verteilung (EFR braucht weniger Tierarzt, LDR mehr als 8 Stunden!) müsste man reden.
Vielleicht würde es helfen, wenn man den Tierarzt direkt über den VDD bezahlt und nicht über den Veranstalter. Die Kosten dafür könnte man als Tierarzt-Gebühr direkt und fair ausweisen. Müssten dann natürlich entsprechend doppelt so hoch sein, man würde dann ja auch den 1. Tierarzt über den VDD bezahlen.

Mal nebenbei: hier in Ulm kostet ein ganz normaler Durchschnittsmarathon, mit 14 Trinkstationen und natürlich Sanitätern vor Ort, die aber nur bei Problemen aktiv werden, 55 Euro. Streckenlänge 42 km.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von DrSabine

Ich verstehe diese Diskussion nicht. Sie basiert auf einer Veranstaltung, bei der sage und schreibe FÜNF TÄ anwesend waren, von denen VIER VDD-TÄ waren und DREI eine gemeinsame Entscheidung getroffen haben. MEHR GEHT NICHT. Was soll die Diskussion über mehr VETs bei Distanzritten?!

Und der Marathon Vergleich, sorry, hinkt gewaltig. Da starten in der Regel mehr als 30 Leute, bzw. die Veranstaltungen, bei denen nur wenige TN starten sind oft kostenlos (Spendenschwein) oder spottbillig. Da gibt es dann eben keine Verpflegung und keine Sanis und die Strecke wurde nicht abgesperrt. Und trotzdem werden sie "offiziell" anerkannt, z.B. vom 100-Marathon-Club. Alle wissen, worauf sie sich einlassen. So ist es beim Distanzreiten auch. Das TA-Urteil darf gerne auch als Aufforderung zum Aufgeben/Zurückziehen genommen werden. So war es auch beim Thomashof, wo zumindest eine Reiterin nach Gang B nach der ersten Runde aufgegeben hat, zum Wohle des Pferdes.

Ich möchte bitte keine weitere Angleichung ans internationale Reglement. Das hat uns solche Scherze wie ADMR-konforme Behandlungen/Fütterung eingebracht, vorher war national "nur Wasser" als Pflegemittel erlaubt. Die nationalen Vetgates sind oftmals ein organisatorisches Chaos, dann lieber längere Pausen. Und das internationale Kringelreiten hat sich fast überall durchgesetzt. Reiten ist der Wille ins Weite? Schön wärs. Auf den meisten Distanzveranstaltungen ist das Reiten der Wille, immer wieder zum Startort zurückzukehren und das Pferd von einem erneuten Restart überzeugen zu müssen.

Wenn die internationalen Vorschriften (über 300 Seiten Reglement!) zur nationalen Vorschrift werden sollten, veranstalte ich nicht mehr.
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von Kathl

@schwalbe
Und das ist ein Schnäppchen- 45k Trail in den Alpen- 100€ plus..
Tatsächlich sind Distanzritte tendenziell billiger als Trailrennen- vom Aufwand her aber mindestens vergleichbar, wenn nicht teurer.

Da wundert es mich nicht, wenn kaum jemand sich darum reißt, einen DR zu veranstalten.
So hatte ich Schwalbe auch verstanden...
Aber das war jetzt OT
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Kathy71 (Sonntag 17. August 2025, 23:25) • schwalbe (Sonntag 17. August 2025, 23:51)
Grüße Kathrin!
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Re: DFM Thomashofdistanz 2025

Beitrag von Sigrun

Kathy71 hat geschrieben:
Sonntag 17. August 2025, 11:38
Mir würde vorschweben, dass die Fixkosten des Veranstalters (Genehmigung, Dixie-Klo, Zelt, Reithalle, etc.) gleichmäßig auf alle Starter über das Nenngeld verteilt werden, weil alle davon gleichermaßen profitieren. Über das Startgeld könnte man dann die variablen Kosten (z.B. TA) umlegen. Und man könnte in der Ausschreibung auch vermerken, wieviel man vom Nenngeld bei Nichterscheinen zurückbekommt und unter welchen Bedingungen (z.B. Attest des TA). Das wäre transparent und würde vor allem den Veranstaltern bessere Planungssicherheit geben.
Wann willst Du denn entscheiden, wie viel Nenngeld Du von wem erhebst?

Du weißt erst, nachdem alle auf der Strecke sind, wie viele Starter Du tatsächlich hast - auf die willst Du ja die Kosten gleichmäßig verteilen (die sich übrigens auch während der Vorbereitungen noch ändern können ...). In den 14 Tagen vor dem Start tauschen sich je nach Jahreszeit, Wettervorhersage oder Schicksal gern noch so 20 % der Starter aus: Absagen, Umnennungen, mit Glück Nachrücker.

Mit dem Nenngeld bereitet der Veranstalter die Veranstaltung vor. Er kann das nicht erst im Nachhinein erheben, wenn er weiß, wie viele kommen. Das ist der Grund, warum Nenn- und Startgeld getrennt erhoben werden.

Aus diesem Grund gibt's auch bei Nichterscheinen nichts zurück. Das Geld ist verplant und z.T. auch schon ausgegeben, wenn die Leute anreisen, ganz egal, ob alle kommen, mehr kommen oder deutlich weniger als geplant. Sogar Stallplaketten muss man ein paar Wochen vorher bestellen, von Kunsthandwerk o.ä. als Preis mal ganz zu schweigen. Genehmigungen, Dixies, Platzmiete ... alles längst bezahlt, während sich die Starterliste noch mehrmals täglich munter ausdehnt und wieder zusammenschnurrt.
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Mareike (Freitag 22. August 2025, 14:56)
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