4. Thomashofdistanz
Moderator: Moderator
- Mareike
- Schnellschreiber

- Beiträge: 941
- Registriert: Dienstag 17. Februar 2004, 08:01
- Hat sich bedankt: 14 Mal
- Danksagung erhalten: 125 Mal
Jun 2026
28
16:50
Re: 4. Thomashofdistanz
So wir haben fertig mit der wohl heißesten Veranstaltung des Jahres. Bei über 80 Absagen war es sehr viel kuscheliger als gedacht. Alle verbliebenen Teilnehmer waren mega vernünftig, viele haben früher beendet, ob nun in der Wertung oder nicht. Unser 4 tollen Tierärztinnen haben alles frühzeitig aus der Wertung genommen, was auch nur geringfügig auffällig war. Wir hatten keine Pferde mit metabolischen Ausfällen oder am Tropf oder welche, die irgendwie kritisch waren. Es gab den normalen Anteil an Ausfällen durch Lahmheit und Co, die meisten Reiter und Fahrer haben dann wirklich wegen der Wärme früher aufgehört. Die längste gerittene Strecke waren 61 km. Mein eigenes Pferd ist mit Fremdreiterin und top Werten 58 km die Runde durch die Heide gelaufen. Sigrun hatte in ihrer Pulskontrolle auch bei den Langstrecken kein einziges auffälliges Pferd.
Von den sozialen Medien mal abgesehen hatte ich Anrufe von der Polizei, die wissen jetzt auch was wir machen. Besorgte Bürger hatten versucht uns anzuzeigen. Mit dem Veterinäramt hatte ich im Vorfeld gesprochen. Unsere Teilnehmer wurden auf der Strecke angehalten und naja, knapp vor beschimpft, den Kontrollposten wurde aus Autos heraus ein Vogel gezeigt, es war jetzt alles nicht so entspannt.
Dafür hatten wir vor Ort durchgehend gute Stimmung und bis auf eine Reiterin mit Hitzschlag, der es auch schon wieder besser geht, haben dank diverser kreativer Kühlmaßnahmen für Mensch und Tier alle dieses wirklich sehr warme WE gut überstanden und das Beste draus gemacht, worüber ich sehr froh bin. Ich denke wir haben gezeigt, dass man auch bei solchem Wetter auch in Norddeutschland bei umsichtigen Verhalten reiten kann!
Auf jeden Fall war es wieder eine Erfahrung, die hinsichtlich weiterer Veranstaltungen noch bewertet werden muss...
Auf Berichte Fotos, etc. in den sozialen Medien haben wir in Absprache mit dem VDD vor Ort bewusst verzichtet, um nicht noch mehr angefeindet zu werden. Ich habe aber auch der Polizei gesagt, dass jeder immer vorbei kommen kann und sich vom Wohlergehen der Tiere überzeugen kann.
Ach so: Und transportiert werden durften die Pferde nur spät abends oder früh morgens.
Zum CJP kommt bestimmt auch noch was vom VDD.
Wir räumen jetzt erst mal auf.
Von den sozialen Medien mal abgesehen hatte ich Anrufe von der Polizei, die wissen jetzt auch was wir machen. Besorgte Bürger hatten versucht uns anzuzeigen. Mit dem Veterinäramt hatte ich im Vorfeld gesprochen. Unsere Teilnehmer wurden auf der Strecke angehalten und naja, knapp vor beschimpft, den Kontrollposten wurde aus Autos heraus ein Vogel gezeigt, es war jetzt alles nicht so entspannt.
Dafür hatten wir vor Ort durchgehend gute Stimmung und bis auf eine Reiterin mit Hitzschlag, der es auch schon wieder besser geht, haben dank diverser kreativer Kühlmaßnahmen für Mensch und Tier alle dieses wirklich sehr warme WE gut überstanden und das Beste draus gemacht, worüber ich sehr froh bin. Ich denke wir haben gezeigt, dass man auch bei solchem Wetter auch in Norddeutschland bei umsichtigen Verhalten reiten kann!
Auf jeden Fall war es wieder eine Erfahrung, die hinsichtlich weiterer Veranstaltungen noch bewertet werden muss...
Auf Berichte Fotos, etc. in den sozialen Medien haben wir in Absprache mit dem VDD vor Ort bewusst verzichtet, um nicht noch mehr angefeindet zu werden. Ich habe aber auch der Polizei gesagt, dass jeder immer vorbei kommen kann und sich vom Wohlergehen der Tiere überzeugen kann.
Ach so: Und transportiert werden durften die Pferde nur spät abends oder früh morgens.
Zum CJP kommt bestimmt auch noch was vom VDD.
Wir räumen jetzt erst mal auf.
Gruß,
Mareike
"Warum fallen wir? Damit wir lernen, uns wieder aufzurichten!"
Sie wird unvergessen bleiben: Roxette 1997 - 2010
www.thomashofdistanz.de
Mareike
"Warum fallen wir? Damit wir lernen, uns wieder aufzurichten!"
Sie wird unvergessen bleiben: Roxette 1997 - 2010
www.thomashofdistanz.de
-
DrSabine - ForenGuru

- Beiträge: 2405
- Registriert: Dienstag 10. Februar 2004, 18:51
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1149 Mal
Jun 2026
28
20:34
Re: 4. Thomashofdistanz
Ich bin nicht in den asozialen Medien unterwegs, aber naturlich macht man sich so seine Gedanken.
Vielen Dank an alle, dass so umsichtig gehandelt, geritten und gefahren wurde!
Vielen Dank an alle, dass so umsichtig gehandelt, geritten und gefahren wurde!
-
Sigrun - Foren König||Foren Königin

- Beiträge: 5073
- Registriert: Sonntag 8. Februar 2004, 09:19
- Hat sich bedankt: 375 Mal
- Danksagung erhalten: 391 Mal
Jun 2026
29
06:15
Re: 4. Thomashofdistanz
Mir zeigen sowohl die vielen Absagen als auch die Leute, die ihr Pferd gut und sicher über die Strecke gebracht haben - ob sie nun in der Wertung beendet oder noch früher aufgehört haben - dass man den meisten Leuten durchaus zutrauen kann, dass sie eine Situation richtig einschätzen und ihr Pferd entsprechend reiten und managen können - worum es beim Distanzreitens letztlich geht.
Für den Veranstalter ist es natürlich bitter, die ganze Infrastruktur für einen Bruchteil der geplanten Teilnehmer parat zu halten, aber nun weiß man, dass ab 35 Grad über mehrere Tage bei hohen Nachttemperaturen nichts mehr oder nur sehr wenig geht, und dass die Pferde besser zurechtkommen als die Menschen. Wer früh reitet, kann durchaus noch Strecke machen, aber ob sich das lohnt? Und wenn man dann bis abends warten muss, um heimfahren zu können ... sollte man unbedingt ein Pavillon dabei haben (hatten viele). Auf dem Platz stand auch ein großes Zelt mit offener langer Seite, das Schatten gespendet hat, rundherum waren Wälder und Bäume, in denen man hätte sich aufhalten können. Ich hab aber auch einige Pferde gesehen, die in der Sonne gedöst haben, obwohl sie Schatten gehabt hätten.
Die Helfer hatten zum Teil verkürzte Einsatzzeiten, weil die Ritte vor- und die Startzeiten näher aneinander gelegt wurden - was von allen Beteiligten Nerven wie Drahtseile forderte, weil irgendwann keiner mehr wusste, was wann sein soll, aber gesundheitlich förderlich war. Die meisten Helfer hatten schattige Arbeitsplätze, alle hatten schattige Aufenthaltsplätze. Das Catering bot übrigens vor Ort eiskalte Getränke (. Unfassbar, was eine kleine Flasche Coca Cola einem für einen Schub geben kann
), kühle Salate, heiße Steaks und natürlich die fantastischen Waffeln mit Eis und Obst und noch viel mehr.
Allerdings musste ich feststellen, dass die Hitze auch dann extrem fordernd ist, wenn man gar nicht doll drunter leidet. Wir hatten uns in der Pulskontrolle am Samstag alle 15 Minuten etwas Wasser in den Nacken und auf die Haare gegossen, einen Wascheimer zum Füßekühlen verwendet, ich bin den ganzen Tag mit einem kleinen nassen Handtuch im Nacken rumgelaufen - und trotzdem war mit mir nachmittags, nachdem ich zu Hause war, geduscht und kurz geruht hatte, nichts mehr anzufangen *g* Sportgetränk hilft auch gut, kann ich aber nur einen Liter trinken, danach wird's fad.
Für den Veranstalter ist es natürlich bitter, die ganze Infrastruktur für einen Bruchteil der geplanten Teilnehmer parat zu halten, aber nun weiß man, dass ab 35 Grad über mehrere Tage bei hohen Nachttemperaturen nichts mehr oder nur sehr wenig geht, und dass die Pferde besser zurechtkommen als die Menschen. Wer früh reitet, kann durchaus noch Strecke machen, aber ob sich das lohnt? Und wenn man dann bis abends warten muss, um heimfahren zu können ... sollte man unbedingt ein Pavillon dabei haben (hatten viele). Auf dem Platz stand auch ein großes Zelt mit offener langer Seite, das Schatten gespendet hat, rundherum waren Wälder und Bäume, in denen man hätte sich aufhalten können. Ich hab aber auch einige Pferde gesehen, die in der Sonne gedöst haben, obwohl sie Schatten gehabt hätten.
Die Helfer hatten zum Teil verkürzte Einsatzzeiten, weil die Ritte vor- und die Startzeiten näher aneinander gelegt wurden - was von allen Beteiligten Nerven wie Drahtseile forderte, weil irgendwann keiner mehr wusste, was wann sein soll, aber gesundheitlich förderlich war. Die meisten Helfer hatten schattige Arbeitsplätze, alle hatten schattige Aufenthaltsplätze. Das Catering bot übrigens vor Ort eiskalte Getränke (. Unfassbar, was eine kleine Flasche Coca Cola einem für einen Schub geben kann
Allerdings musste ich feststellen, dass die Hitze auch dann extrem fordernd ist, wenn man gar nicht doll drunter leidet. Wir hatten uns in der Pulskontrolle am Samstag alle 15 Minuten etwas Wasser in den Nacken und auf die Haare gegossen, einen Wascheimer zum Füßekühlen verwendet, ich bin den ganzen Tag mit einem kleinen nassen Handtuch im Nacken rumgelaufen - und trotzdem war mit mir nachmittags, nachdem ich zu Hause war, geduscht und kurz geruht hatte, nichts mehr anzufangen *g* Sportgetränk hilft auch gut, kann ich aber nur einen Liter trinken, danach wird's fad.
Zuletzt geändert von Sigrun am Montag 29. Juni 2026, 06:34, insgesamt 3-mal geändert.
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)
-
Sigrun - Foren König||Foren Königin

- Beiträge: 5073
- Registriert: Sonntag 8. Februar 2004, 09:19
- Hat sich bedankt: 375 Mal
- Danksagung erhalten: 391 Mal
Jun 2026
29
06:21
Re: 4. Thomashofdistanz
Du verpasst nichts und wirst ein besseres Menschenbild bewahren können. Die Leute verbeißen sich und lassen nicht locker, da kannst Du mit Fakten kommen, wie Du willst. Differenzierte Betrachtungen sind nicht erwünscht. In den Anfangszeiten der Foren war das ja teilweise auch so, da sind dann aber nur noch die Leute geblieben, denen es wichtig ist, ihre Themen selbst auszuwählen und am Stück zu diskutieren, so dass man auch nachlesen kann, was bereits gesagt wurde. Das sind nicht so viele *g*
Und im Distanzreiten tun sich wie immer die bekannten Fronten auf: die einen halten alle Sportler für vollkommen gewissenlose Idioten, denen nur der Tierarzt oder die Polizei Einhalt gebieten kann und vor denen man die Pferde schützen muss, die anderen trauen (oder bürden) ihnen grenzenlose Eigenverantwortung zu. Viele Leute wissen, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt und zu beiden Seiten der Skala nicht alles eintritt, was theoretisch denkbar wäre. Weder sind es alle gewissenlose Hundlinge noch haben alle immer die volle Übersicht oder sind alle immer ganz ehrlich, und ob und für wie viele man theoretisch denkbare Sachen regeln muss / kann, ist immer Diskussion ums Reglement.
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)
-
Pinot Grigio - High Poster

- Beiträge: 271
- Registriert: Montag 20. August 2012, 14:35
- Hat sich bedankt: 65 Mal
- Danksagung erhalten: 38 Mal
Jun 2026
29
09:28
Re: 4. Thomashofdistanz
Mir stellt sich die Frage, ob man nicht besser lebt, wenn man auf die sog. sozialen Medien verzichtet, zum Leidwesen Interessierter. Aber schon die Verlagerung in ein solches Forum dürfte die "Hetzer" größtenteils ausschließen.
Wenn ich sehe, dass ein Mehrtagesritt auch mit vielen Kilometern am letzten Wochenende scheinbar völlig unbetrachtet verlaufen ist, vielleicht die angenehmere Variante.
Wenn ich sehe, dass ein Mehrtagesritt auch mit vielen Kilometern am letzten Wochenende scheinbar völlig unbetrachtet verlaufen ist, vielleicht die angenehmere Variante.
-
DrSabine - ForenGuru

- Beiträge: 2405
- Registriert: Dienstag 10. Februar 2004, 18:51
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1149 Mal
Jun 2026
29
10:28
Re: 4. Thomashofdistanz
Der andere Ritt war auf der Alb, da war es wohl auch nicht ganz so heiß.
Und alle Interessierten können ja gerne in unser Forum schauen... Das sei so arg 90er, durfte ich neulich erfahren. Stimmt natürlich nicht, die Foren kamen erst Anfang der 2000er auf.
Und alle Interessierten können ja gerne in unser Forum schauen... Das sei so arg 90er, durfte ich neulich erfahren. Stimmt natürlich nicht, die Foren kamen erst Anfang der 2000er auf.
- Mareike
- Schnellschreiber

- Beiträge: 941
- Registriert: Dienstag 17. Februar 2004, 08:01
- Hat sich bedankt: 14 Mal
- Danksagung erhalten: 125 Mal
Jun 2026
29
10:43
Re: 4. Thomashofdistanz
Es war für alle ein Wochenende der Extreme, das muss man schon sagen. Wäre nicht der ganze Aufwand vom CJP noch dabei gewesen, hätte ich wohl tatsächlich auch komplett abgesagt. Wir müssen erst mal alles verdauen.
Und falls es nächstes Jahr weiter geht werde ich noch ein paar Dinge anpassen müssen, die es uns leichter machen, z.B. im Naturschutzgebiet nicht mehr markieren und sowas.
Ich fühle mich von sämtlichen Championaten jetzt auch endgültig und nachhaltig kuriert, aus verschiedenen Gründen.
Und falls es nächstes Jahr weiter geht werde ich noch ein paar Dinge anpassen müssen, die es uns leichter machen, z.B. im Naturschutzgebiet nicht mehr markieren und sowas.
Ich fühle mich von sämtlichen Championaten jetzt auch endgültig und nachhaltig kuriert, aus verschiedenen Gründen.
Gruß,
Mareike
"Warum fallen wir? Damit wir lernen, uns wieder aufzurichten!"
Sie wird unvergessen bleiben: Roxette 1997 - 2010
www.thomashofdistanz.de
Mareike
"Warum fallen wir? Damit wir lernen, uns wieder aufzurichten!"
Sie wird unvergessen bleiben: Roxette 1997 - 2010
www.thomashofdistanz.de
-
Sigrun - Foren König||Foren Königin

- Beiträge: 5073
- Registriert: Sonntag 8. Februar 2004, 09:19
- Hat sich bedankt: 375 Mal
- Danksagung erhalten: 391 Mal
Jun 2026
29
11:13
Re: 4. Thomashofdistanz
Ich dachte heute morgen, ob man nicht noch was ins Reglement aufnehmen könnte, dass bei unerwartet hohen Belastungen durch Wetter das frühere Beenden früher erlaubt werden kann, als ursprünglich in der Ausschreibung vorgesehen (denn alle Strecken umlegen und in anderer Reihenfolge reitenlassen geht bei einer Veranstaltung mit 14 Wettbewerben halt nicht). Da müsste man halt noch eine zusätzliche Pulskontrolle irgendwo hinstellen ... wozu man ein paar Leute braucht, die es halt immer weniger gibt ...
Dann würde man es Leuten, wenn sie trotz bedenklicher Wetterlage starten, leichter machen aufzuhören, wenn sie sich nicht gut fühlen.
Aber nächstes Jahr habt ihr ja schon eine versierte, flexible Pulskontrollenhelferin mehr, die gern Verantwortung übernimmt *g*
Mal ganz ehrlich: da waren schon tolle Leute am STart. Der Wasser-Stefan, der regelmäßig mit dem 1000l-Fass kam, die frisch aufgefüllten Bottiche, die einen morgens beim Besetzen des KP erwarteten ... Hammer!
Wär schön, wenn ihr, nachdem ihr euch etwas erholt habt, mal mitteilt, wie viele zwar nicht in der Wertung (weil zu früh aufgehört), aber mit gesundem Pferd beendet haben. Die Statistik wird ja viele Ausfälle zeigen, bei denen die Pferde normale Grenzwerte erreicht hätten (Puls 64) oder/und gut dastanden, aber eben früher beendet wurde als in der Ausschreibung vorgesehen und daher aus der Wertung.
Bei irgendeiner Heidedistanz haben wir mal aufgrund eines aufziehenden schweren Gewitters verfügt, dass alle, die mitten auf der Runde zw. 100 und 120 abbrechen möchten, die Km bis zum Stopp davor in der Wertung haben, weil es ggf. um Leib und Leben ging und wir nicht wollten, dass jemand weiterreitet, obwohl es rund um ihn herum donnert und blitzt. Kann mich nicht mehr erinnern, ob das jemand genutzt hat. Das Gewitter im Nudelstopp gehörte ja schon irgendwie dazu, aber es fiel halt doch immer unterschiedlich aus.
Wenn man so was für Extremwetterlagen generell erlauben würde, dann wüssten TN und Veranstalter davon, könnten geschmeidiger reagieren, müssten sich weniger Sorgen machen und würden ggf. die Zeit und das Geld aufwenden, weil sie wissen, dass im Zweifel ihre Leistung nicht als Ausfall in der Bilanz steht, sondern als "hat gut aufs Pferd aufgepasst".
Dann würde man es Leuten, wenn sie trotz bedenklicher Wetterlage starten, leichter machen aufzuhören, wenn sie sich nicht gut fühlen.
Aber nächstes Jahr habt ihr ja schon eine versierte, flexible Pulskontrollenhelferin mehr, die gern Verantwortung übernimmt *g*
Mal ganz ehrlich: da waren schon tolle Leute am STart. Der Wasser-Stefan, der regelmäßig mit dem 1000l-Fass kam, die frisch aufgefüllten Bottiche, die einen morgens beim Besetzen des KP erwarteten ... Hammer!
Wär schön, wenn ihr, nachdem ihr euch etwas erholt habt, mal mitteilt, wie viele zwar nicht in der Wertung (weil zu früh aufgehört), aber mit gesundem Pferd beendet haben. Die Statistik wird ja viele Ausfälle zeigen, bei denen die Pferde normale Grenzwerte erreicht hätten (Puls 64) oder/und gut dastanden, aber eben früher beendet wurde als in der Ausschreibung vorgesehen und daher aus der Wertung.
Bei irgendeiner Heidedistanz haben wir mal aufgrund eines aufziehenden schweren Gewitters verfügt, dass alle, die mitten auf der Runde zw. 100 und 120 abbrechen möchten, die Km bis zum Stopp davor in der Wertung haben, weil es ggf. um Leib und Leben ging und wir nicht wollten, dass jemand weiterreitet, obwohl es rund um ihn herum donnert und blitzt. Kann mich nicht mehr erinnern, ob das jemand genutzt hat. Das Gewitter im Nudelstopp gehörte ja schon irgendwie dazu, aber es fiel halt doch immer unterschiedlich aus.
Wenn man so was für Extremwetterlagen generell erlauben würde, dann wüssten TN und Veranstalter davon, könnten geschmeidiger reagieren, müssten sich weniger Sorgen machen und würden ggf. die Zeit und das Geld aufwenden, weil sie wissen, dass im Zweifel ihre Leistung nicht als Ausfall in der Bilanz steht, sondern als "hat gut aufs Pferd aufgepasst".
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)
-

Zwockel - Schnellschreiber

- Beiträge: 580
- Registriert: Sonntag 4. April 2004, 18:02
- Hat sich bedankt: 47 Mal
- Danksagung erhalten: 49 Mal
Jun 2026
29
19:14
Re: 4. Thomashofdistanz
Ich bin trotz der Anfeindungen in den asozialen Medien mit meinem Shetty zur THD gefahren, weil ich die Veranstalterin nicht hängen lassen wollte. Ich muss allerdings sagen, dass ich die Hitze an dem Tag doch etwas unterschätzt hatte. Im Nachhinein bin ich froh, dass Mick nach der ersten Runde mit dem Puls zwischen 64 und 72 hing, denn hätte er das nicht getan, wäre ich vielleicht weitergefahren. Die 35 km waren aber an dem Tag absolut ausreichend, und Mick war zwar etwas müde in der NU, aber zufrieden.
Problematisch fand ich tatsächlich die Ansage der TÄ, dass niemand vor 18/20 Uhr fahren durfte. Das bedeutete für die Pferde weitere Stunden in der Hitze, statt nochmal auf dem (schattigen und mit Luftzug versehenen) Anhänger zu stehen und dann in Schatten oder Stall gehen zu können. Ich habe einige Pferde gesehen ohne Schatten auf ihrem Paddock (hoffe mal, dass die Besitzer sie zwischendurch mal an den Wald in den Schatten gestellt haben). Es gab auch eine Unwetterwarnung mit 2-4 cm Hagel, Starkregen und Sturm- bis Orkanböen. Das hätte ich ungern auf einer doch ziemlich ungeschützten Paddockwiese (oder auf der Autobahn) erleben wollen und habe darum gebeten, deswegen früher nach Hause fahren zu dürfen. Die TÄ beharrte darauf, dass längere Transporte keine Option seien. Nun ja, wir kamen abends bei noch 31 Grad zu Hause an (22:30!). Ich hätte mein Pony gern deutlich früher nach Haus gebracht, wo er selbständig Schatten aufsuchen kann. Zudem wurden so alle gezwungen, in der Hitze auszuharren, denn es gab nirgendwo! einen kühlen Ort. Im Wald nicht, im Schatten nicht. Das Argument, dass ich dann ja noch eine Nacht dort bleiben könnte, zieht für mich nicht, denn auch das verlängert bloß den Aufenthalt in der Wärme bzw. hätte bedeutet, das Unwetter (das dann ja glücklicherweise doch nicht so kam) auf der ungeschützten Wiese zu erleben.
Ich bin mir nicht sicher, ob so ein pauschales Transportverbot für nicht metabolische Pferde okay ist und würde das gern hier diskutieren wollen. Vielleicht habe ich ja was übersehen?
Problematisch fand ich tatsächlich die Ansage der TÄ, dass niemand vor 18/20 Uhr fahren durfte. Das bedeutete für die Pferde weitere Stunden in der Hitze, statt nochmal auf dem (schattigen und mit Luftzug versehenen) Anhänger zu stehen und dann in Schatten oder Stall gehen zu können. Ich habe einige Pferde gesehen ohne Schatten auf ihrem Paddock (hoffe mal, dass die Besitzer sie zwischendurch mal an den Wald in den Schatten gestellt haben). Es gab auch eine Unwetterwarnung mit 2-4 cm Hagel, Starkregen und Sturm- bis Orkanböen. Das hätte ich ungern auf einer doch ziemlich ungeschützten Paddockwiese (oder auf der Autobahn) erleben wollen und habe darum gebeten, deswegen früher nach Hause fahren zu dürfen. Die TÄ beharrte darauf, dass längere Transporte keine Option seien. Nun ja, wir kamen abends bei noch 31 Grad zu Hause an (22:30!). Ich hätte mein Pony gern deutlich früher nach Haus gebracht, wo er selbständig Schatten aufsuchen kann. Zudem wurden so alle gezwungen, in der Hitze auszuharren, denn es gab nirgendwo! einen kühlen Ort. Im Wald nicht, im Schatten nicht. Das Argument, dass ich dann ja noch eine Nacht dort bleiben könnte, zieht für mich nicht, denn auch das verlängert bloß den Aufenthalt in der Wärme bzw. hätte bedeutet, das Unwetter (das dann ja glücklicherweise doch nicht so kam) auf der ungeschützten Wiese zu erleben.
Ich bin mir nicht sicher, ob so ein pauschales Transportverbot für nicht metabolische Pferde okay ist und würde das gern hier diskutieren wollen. Vielleicht habe ich ja was übersehen?
Reiten ist Wille ins Weite, ins Unendliche. (Rudolf G. Binding)
-
Samira2012 - High Poster

- Beiträge: 151
- Registriert: Freitag 15. Dezember 2017, 22:22
- Hat sich bedankt: 9 Mal
- Danksagung erhalten: 4 Mal
Jun 2026
29
19:36
Re: 4. Thomashofdistanz
Egal, wie‘s gelaufen ist! Eigentlich hätte man so eine Veranstaltung bei den extremen Witterungsverhältnissen absagen müssen.
Ein kleiner Fehler, Pech etc. und dadurch bedingt ein zu Schaden gekommener Reiter oder Pferd, und dann: Es hätte einen Hurrikan bzw. Tornado an Shitstorm, gegen den man sich nicht hätte wehren können, und der Reitsport sowie der ganzen Pferdehaltung wäre ein gewaltiger Imageschaden entstanden.
Zahlreiche Reitturniere wurden abgesagt, weil ahnte welchen Imageschaden man verursachen kann. Glückwunsch, es ist zum Glück alles gut gelaufen, aber darf schon fragen, ob man ein solches Risiko eingehen sollte.
Ein kleiner Fehler, Pech etc. und dadurch bedingt ein zu Schaden gekommener Reiter oder Pferd, und dann: Es hätte einen Hurrikan bzw. Tornado an Shitstorm, gegen den man sich nicht hätte wehren können, und der Reitsport sowie der ganzen Pferdehaltung wäre ein gewaltiger Imageschaden entstanden.
Zahlreiche Reitturniere wurden abgesagt, weil ahnte welchen Imageschaden man verursachen kann. Glückwunsch, es ist zum Glück alles gut gelaufen, aber darf schon fragen, ob man ein solches Risiko eingehen sollte.
-
Sigrun - Foren König||Foren Königin

- Beiträge: 5073
- Registriert: Sonntag 8. Februar 2004, 09:19
- Hat sich bedankt: 375 Mal
- Danksagung erhalten: 391 Mal
Jun 2026
29
20:42
Re: 4. Thomashofdistanz
Dazu müsste man wissen, wie sehr sich der Hänger während der Fahrt aufheizt und ob auch alle offen fahren und inwiefern sich die Größe des Pferdes im Verhältnis zum vorhandenen Raum auswirkt. Wenn dann was ist, ist halt niemand da, der runterkühlt und kein Tierarzt da, der eine Infusion geben oder das Pferd in den Schatten beordern kann. Vielleicht war das der Grund: lieber in der Hitze braten unter tierärztlicher Aufsicht als ohne.
Meiner schwitzt schon auf normalen Hängerfahrten bei normalen Temperaturen im Sommer, obwohl ich immer die Fenster auf und hinten offen habe. (Und nein, nicht vor Angst. Auch wenn er sich nicht drum reißt, Hänger zu fahren, steigt er überall zuverlässig sofort und alleine ein. Auch auf Kursen, wo man 2x am Tag hin und zurückfahren muss, und auch wenn auf dem Parkplatz ein Motorradtreffen stattfindet.)
Übrigens hat der MTR über die Alb auch stattgefunden, einige TN haben die ganze Strecke an beiden Tagen erfolgreich absolviert.
"Nicht das Reitsystem als solches ist ausschlaggebend, ob sich die Reiterei auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befindet, sondern ausschließlich die Art, wie es vom Menschen gehandhabt wird. (Kurt Albrecht)
-
DrSabine - ForenGuru

- Beiträge: 2405
- Registriert: Dienstag 10. Februar 2004, 18:51
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1149 Mal
Jun 2026
29
21:18
Re: 4. Thomashofdistanz
Wir haben ja extra sowas wie eine Transportfreigabe, die eben auch einen Transport verbieten oder verschieben kann. Das ist ein Tierarzturteil, bekanntermaßen nicht anfechtbar...
Vor Ort bleiben (müssen) bedeutet ja auch, regelmäßig kühlen können. Eiswürfel gab es ja vor Ort (welch ein Luxus auf einem nationalen Ritt!) und immerhin Schattenmöglichkeiten. Und bei Hitze kann man vielleicht als Teilnehmer künftig über Powerbank und Ventilator nachdenken, der windchill ist nicht zu unterschätzen.
Vor Ort bleiben (müssen) bedeutet ja auch, regelmäßig kühlen können. Eiswürfel gab es ja vor Ort (welch ein Luxus auf einem nationalen Ritt!) und immerhin Schattenmöglichkeiten. Und bei Hitze kann man vielleicht als Teilnehmer künftig über Powerbank und Ventilator nachdenken, der windchill ist nicht zu unterschätzen.